Rezension/Kritik - Online seit 20.12.2012. Dieser Artikel wurde 5032 mal aufgerufen.

Aquileia

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Autor: Cielo d´Oro
Illustration: Victor Boden
Geoffrey Cramm
Verlag: Zoch Verlag
Rezension: Frank Lehmann
Spieler: 3 - 5
Dauer: 90 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2011
Bewertung: 3,8 3,8 H@LL9000
4,5 4,5 Leser
Ranking: Platz 1449
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Aquileia

Spielziel

Wir sind wohlhabende Patrizier der zweitmächtigsten Stadt des Römischen Imperiums Aquileia. Wir versuchen, unseren Reichtum zu mehren und unser Ansehen in der Stadt zu vergrößern. Dazu senden wir unsere Gefolgsleute an die verschiedenen Orte der Stadt, um Pferde, Waffen & Sklaven zu beschaffen sowie Werkstätten & Grundstücke zu erwerben. Außerdem tragen wir spannende Gladiatorenkämpfe und Wagenrennen aus. Welcher Patrizier unter uns wird das meiste Ansehen in Form von Siegpunkten ansammeln können?

Ablauf

In der Platzierungsphase setzen die Spieler reihum einen ihrer Gefolgsleute auf ein freies Aktionsfeld eines Stadtgebiets. Anschließend werden die Orte reihum ausgeführt:

Auf dem Markt kann man sich über den Betrüger Geldstücke aus der Bank erwürfeln. Der Geldwäscher tauscht die verschiedenen Münzarten Bronze, Silber & Gold. Wichtig ist, dass man ansonsten die Münzarten nicht einfach wechseln darf. Erfordert ein Feld eine bestimmte Münzsorte, muss man auch genau diese Sorte aufbringen, um die Aktion ausführen zu können.

Auf weiteren Feldern des Marktes erhält man Pferde, Waffen, Sklaven und weitere Würfel für die folgenden Kämpfe bzw. Rennen.
In der Arena tragen die Spieler die Kämpfe ihrer Gladiatoren aus. Die Stärke ergibt sich aus den Werten der Arenafelder zuzüglich der Würfelergebnisse und weiterer Waffen- & Sklavenkarten. Die Sieger erhalten je nach Platzierung Bronzemünzen, Siegpunkte oder Sklavenkarten.

Im Stadion bestreiten die Spieler Pferderennen. Der Rennerfolg wird wie in der Arena über die Felder, Würfelergebnisse sowie weitere Pferdekarten ermittelt. Die Sieger erhalten Gold- oder Silbermünzen und Stadionkarten für die Abschlusswertung.
Der Spieler im Theater versteigert eine Theaterkarte, die in der Abschlusswertung von Bedeutung ist.
Gefolgsmänner im Forum ermöglichen den Bau von Gebäuden (Handwerksbetriebe, Geldstuben oder Villen), die mit Münzen und Sklaven bezahlt werden müssen. Im Hafen kassiert man für eigene Gebäude Siegpunkte & Münzen.

Nach 6 Runden sind die Stadionkarten aufgebraucht und das Spiel endet. In der Abschlusswertung erhalten die Spieler weitere Siegpunkte durch Lorbeerkarten und eigene Villen, die mit der Anzahl farbgleicher eigener Stadion- und Theaterkarten multipliziert werden.

Fazit

Workerplacement-Spiele sind normalerweise ohnehin schon sehr interaktiv, weil man sich häufig einen Wettlauf um die besten Setzplätze liefert. Bei Aquileia kommen noch weitere interaktive Elemente hinzu: nämlich die Wagenrennen und die Gladiatorenkämpfe. Damit kommen sozusagen weitere Spiele ins Spiel: Bei uns kam immer so richtig etwas Renn- & Kampffieber auf. Das ist wirklich gelungen!

Natürlich kommt durch das Würfeln bei den Rennen auch Glück ins Spiel. Ich empfand den Kontrast zu den sonstigen strategischen Optionen aber angenehm. Und strategische Optionen gibt es reichlich: Mache ich Siegpunkte über die Gladiatorenkämpfe oder die Wagenrennen? Baue ich die farbigen Villen, für die ich am Ende Wertungskarten benötige? Oder baue ich die neutralen Handwerksgebäude, die ich über den Hafen aktivieren muss?

Gewitzt ist auch die Regel mit den drei Münzarten, die man nicht einfach wechseln kann. Dadurch muss man immer wieder schauen, wie man an die passenden Münzen kommt, um bestimmte Aktionen auszuführen. Bei vier Spielern war das sehr ausgewogen. Es herrschte immer wieder einmal Geldnot, aber es gab genügend Möglichkeiten, sich Geld zu besorgen. Anders hingegen beim Spiel zu fünft: Dort gab es immer wieder den Fall, dass ein Spieler Aktionen verfallen lassen musste, weil er an kein Geld kommen konnte. Dann sollte man zumindest die Variante einführen, dass man sich statt einer regulären Aktion eine Münze erwürfeln darf.

Die Gestaltung des Spielplans und der Figuren ist recht nüchtern gehalten. Und trotzdem entwickelt es irgendwie seinen ganz eigenen Charme.

Mit vier Spielern hat es uns allen sehr gut gefallen. Zu fünft würde ich eher 4 Punkte vergeben.

Rezension Frank Lehmann

Regelvarianten

Die Vorteilsleiste bestimmt den Startspieler und entscheidet Gleichstände bei den Wettkämpfen. Die Setzreihenfolge beginnt beim Startspieler und wird reihum im Uhrzeiger weitergeführt. Das benachteiligt den letzten Spieler - selbst wenn er als zweiter auf der Vorteilsleiste steht.
Besser: Der Platz auf der Vorteilsleiste bestimmt die komplette Setzreihenfolge.

Links

In Kooperation mit der Berliner Spielegruppe

Panke-Spieler Berlin

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H@LL9000-Bewertungen

Aquileia: 10 H@LL9000-Bewertungen, Durchschnitt: 3,8 3,8

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.11.12 von Frank Lehmann
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.11.11 von Michael Andersch - Solides Workerplacement-Spiel. Die Würfelei erhöht den Glücksanteil für meinen Geschmack etwas zu stark, zumindest im Vergleich zu den sonstigen im Spiel vorkommenden Mechanismen. Auch die Schlusswertung (Gebäude) scheint mir sehr stark zu sein - gut die Hälfte der Siegpunkte oder auch deutlich mehr wird hier erzielt. Bin mir daher noch nicht sicher, ob es daher strategisch nicht etwas einseitig sein könnte, allerdings feheln mir hierzu die Erfahrungswerte mehrerer Partien. Unter dem Strich aber ein ordentliches Spiel an der Grenze zu 5 Punkten!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.12.11 von Roland Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.12.11 von Barbara Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.12.11 von Patrizia Holz
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.12.11 von Andrea Poganiuch
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.11.12 von Michael Timpe - Ich fand es zu lang und wenig spannend.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.12.12 von Bernd Eisenstein - Ungewonhtes Terrain für Zoch, aber durchaus eine gelungene Sache. Das Material füllt für Zoch-Verhältnisse negativ auf (gewöhnliche Pöppel, schreiende Farben...).
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.01.13 von Horst Sawroch
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.08.13 von Mahmut Dural - Meiner Spielrunde macht es enormen Spaß. Aufgerundete 6 Punkte.

Leserbewertungen

Aquileia: 15 Leserbewertungen, Durchschnitt: 4,5 4.5

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.01.12 von Gülsüm Dural - Das erste Spiel als probe ansehen und nicht mit all zu hohen Erwartungen drangehen. Ab der zweiten, dritten Partie wirds zum Erlebnis. Ein tolles Spiel was die verdiente Aufmerksamkeit leider nicht bekommt. Auf BGG schneidet es Gott sei Dank sehr gut ab.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.02.12 von Frank Bergner - Aquileia verbindet bekannte Elemente des Worker-placement (schon wieder) mit Interaktion, was gerade mit besonders gefallen hat. Für 5 Punkte reicht es nicht, da die Aufmachung, insbesondere die "Mensch ärgere dich nicht" Pöppel etwas zu "nett" ist und zu viel schon einmal dagewesenes im Spiel vorkommt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.02.12 von Stephan Wendt - Für mich das Messehighlight! Ist leider bei der Fülle von Neierscheinungen zu unrecht untergegangen. Auch der Glücksanteil stört nicht.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.03.12 von Wolfram Dübler-Zaeske - Ein Spiel das einen etwas ratlos zurück lässt. Eigentlich funktioniert alles gut, die Mechanismen greifen gut ineinander, und mit den Kämpfen und dem Pferderennen sind auch innovative Elemente enthalten. Also eigentlich ein gutes Spiel. Jetzt zum großen ABER. Die Spielzeit ist wirklich eine entscheidende Spielreizbremse. Zu dritt geht es noch, gerade - dauert aber auch schon 2 Stunden. Wenn man dann aber zu 5. am Tisch sitzt ufert es aus - 3 Stunden minimum, bei Grüblern auch mehr. Das ist dann einfach für das gebotene zu lang. Schade, wird doch dadurch der Zugang für bestimmte Zielgruppen erschwert bis unmöglich gemacht. Für 3 Spieler hätte ich eine 4-5 gegeben, für 5 Spieler nur 2, denn mit 5 Spielern spiele ich es nicht noch einmal. Das Ergebnis sind 3 Punkte, wobei 1 Punkt durch die Grafik & Aufmachung abgezogen wird.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.03.12 von Dencer - Meinem Vorbewerter muß ich widersprechen, zu viert sind 2h das Maximum. Ein wirklich interessantes Spiel von den Mechanismen her, aber 1 Punkt Abwertung wegen einer in meinen Augen furchtbaren Aufmachung. Bei dem Spielbrett und den Figuren kommt doch überhaupt kein Flair auf. Auch die Karten geben nix her. Da hätte man ein so schönes Spielbrett gestalten können. Chance vertan, deshalb wird es wohl nicht so oft wieder auf den Tisch kommen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.05.12 von Flundi - Spiel Marke Überraschungssieger. Nichts Neues, aber alles schön. Die leicht künstlich wirkende, pastellfarbene Gestaltung dieses sympathischen Außenseiters tut in seiner vermutlich unfreiwillig-unvollkommen naiven Gestaltung dem Auge wohl. Und Pöppel mag ich generell sowieso lieber als die blöden Carcassonne-Männchen. Tja, so isses.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.09.12 von nora - Wir haben Aquileia zu dritt gespielt (ca. 90 Minuten) 20 Minuten Erklärung. Zu dritt ist es zu einfach an Geld und Karten (Waffen,Pferde,Sklaven,Lorbeer) zu kommen -- die Spannung ist so gut wie nicht vorhanden. Zudem war uns der Glücksanteil (Ziehen von verdeckten Karten) und Würfel einfach zu groß für ein Spiel, das sich wie ein Strategiespiel darstellt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.11.12 von Udo Schmidt - Richtig gute Mischung aus Taktik- und Glücksspiel. Einfache Regel, die man nach der ersten Runde beherrscht. Nur die Aufmachung stört mich etwas (Farben nicht nach meinem Geschmack; statt der Pappmarker wären Holzscheiben schöner und handlicher gewesen). Wer keinen strategischen Hochkaräter erwartet und nichts gegen einen hohen Glücksanteil hat, wird bestimmt nicht enttäuscht. Die Schadenfreude über schlechte Würfelergebnisse der Mitspieler ist immer wieder schön...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.12.12 von Karen
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.12.12 von Gerd Hebbinghaus - Optisch eher abschreckend (wie aus den 70ern), aber funktional, ansonsten ein sehr gutes Spiel
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.12.12 von Ernst-Jürgen Ridder - Ein gutes Workerplacementspiel mit mehr Möglichkeiten, als man wahrnehmen kann, wobei andere einem nicht selten in die Quere kommen. Interessant insbesondere der Versteigerungsmechanismus bei den Theaterkarten und der interaktive Hafendieb. Der Betrüger dagegen hat immer Erfolg, muss nur auswürfeln, wie der Erfolg aussieht, und richtet sich, anderes als der Hafendieb, nicht gegen Mitspieler. Insgesamt ein schönes Spiel mit Wiederspielreiz, weil man doch ausprobieren will, ob man nicht anders zu besseren Ergebnissen kommen kann.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.12.12 von edru - Spielreiz gering, Material mit dem Charme der 60er Jahre. Passt so gar nicht zu Zoch!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.09.13 von Waiko - Das Spielmaterial sollte man den Löwen vorwerfen. Aber das Spiel ist sicher besser als sein Ruf. Die Mischung aus Glücks-, Aufbau- und Zockerelementen kommt in unseren spielrunden eigentlich immer überdurchschnittlich gut an.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.11.13 von Axel Bungart - Eine geradezu degradierende Aufmachung für ein ansonsten sehr gutes Spiel.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.11.14 von PeterG - Ein stimmiges, leider recht unbeachtetes Workerplacement. Kommt bei uns immer wieder gerne auf den Tisch. Die Grafik bzw. das Spielmaterial sind zweitrangig, wenn der Spielspaß stimmt.

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