Rezension/Kritik zu Spiel: Dino Booom

Eingestellt Mittwoch 3. November 2004 - Dieser Artikel wurde 3195 mal aufgerufen.

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Spielinfo
Autor: Dominique Ehrhard
Pierre-Nicolas Lapointe
Verlag: Goldsieber
Rezension: Jochen Traub
Spieler: 2 - 6
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2004
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
Spielecover
Dino Booom

Spielziel

Jeder Spieler jagt nach Tieren auf dem Spieltisch. Ein Jagdspeer mit Saugnapf hilft ihnen dabei. Wer am schnellsten die richtigen Tiere für seine Speisekarten jagt, gewinnt das Spiel.

Ablauf

Das Spiel besteht aus Beuteplättchen, die verdeckt gemischt werden. Davon werden dann 25 gezogen und als 5x5 Feld ausgelegt. Der Rest liegt verdeckt am Spielfeldrand als Nachziehstapel bereit. Jedes Plättchen zeigt 1-2 Tiere und eine Hintergrundlandschaft. Außerdem gibt es 4 Bananenplättchen. Die Bananenplättchen sind Joker und entsprechen einem beliebigen Tier.

Die 12 Speisekartenplättchen werden gemischt und verdeckt als Stapel neben den Plan gelegt. Das oberste Plättchen wird umgedreht.

Jeder Spieler erhält einen Jagdspeer mit einem Saugnapf an der Spitze. Mit diesen Speeren werden während des Spiels die Plättchen aus dem Spielplan gefangen.

Für jeden Landschaftstyp der Plättchen gibt es einen Orakelknochen. Sie sind auf einer Seite mit der Landschaft bedruckt. Auf der Rückseite sind sie weiß. Insgesamt gibt es 4 Landschaftstypen.

Der hungrigste Spieler bekommt die Orakelknochen und ist Stammeshäuptling. Er lässt die Orakelknochen aus der Luft auf den Tisch fallen. Sofort kann die Jagd beginnen. Jeder Spieler versucht nun mit seinem Speer ein Plättchen aus der Auslage heraus zu fischen. Aber Achtung. Es dürfen nur Tiere gejagt werden, deren Hintergründe einer sichtbaren Landschaft der Orakelknochen entsprechen. Der langsamste Spieler muss sein Plättchen wieder zurück in die Tischmitte legen. Die restlichen Spieler dürfen das ausgewählte Plättchen vor sich in den Vorrat legen.

Wann immer ein Spieler genügend Tiere in seinem Vorrat hat, um die Erfordernisse der offenliegenden Speisekarte zu erfüllen, kann er laut "Bon Appetit!" rufen. Das Spiel wird unterbrochen und der Spieler gibt die erforderlichen Tiere ab. Er bekommt dafür die Speisekarte zu seinem Vorrat. Sollte ein Spieler zu früh rufen und kann die Speisekarte nicht bedienen, muss er zur Strafe ein Plättchen abgeben und das Spiel läuft normal weiter.

Am Ende jeder Runde dürfen alle Spieler maximal 6 Plättchen in ihrem Vorrat besitzen. Überzählige Plättchen kommen aus dem Spiel. In der Tischmitte werden die Lücken der 5x5 Plättchenauslage wieder vom verdeckten Nachzugstapel aufgefüllt.

Das Spiel endet, sobald die letzte Speisekarte an die Mitspieler verteilt wurde. Jeder Spieler zählt die Tierköpfe auf seinen Speisekarten zusammen. Wer am meisten Köpfe hat, gewinnt das Spiel.

Fazit

Das Material: Die Plättchen sind aus dickem Material und besitzen eine schöne grafische Gestaltung. Die Verpackung bietet in zweierlei Hinsicht Anlaß zur Kritik: Einerseits wäre der Inhalt problemlos in einer kleineren Schachtel unterzubringen gewesen - was wohl eine Frage der Preispolitik ist - andererseits besteht die Schachtel aus einfachen, sehr dünnem, mit Papier überzogenem Karton. Das kann beim Stapeln von Spielen schnell zu Beschädigungen führen.

Das Spiel entwickelt eine ziemliche Dynamik! Dies führte in unseren Runden zu einer recht hemmungslosen Jagd nach den Plättchen. So kann es schnell passieren, dass ein Pfeil umknickt. Bereits nach einigen Partien waren 50% der Pfeile beschädigt. Holz wäre sicher die bessere Wahl gewesen. Betroffene Spielbesitzer sollten den Besuch eines Baumarkts in Erwägung ziehen.

Das Spiel: Die Idee, Plättchen mit Hilfe eines Pfropfen-Pfeils aus der Tischmitte zu fischen, verleiht dem Spiel - sieht man von der Materialschwäche ab - ein besonderes Spielgefühl. Es ist nicht immer leicht, das gewünschte Plättchen vor den Mitspielern zu fischen und in die eigene Basis zu retten, denn trifft man das Plättchen nicht genau, kann sich der Pfropfen nicht festsaugen und das Plättchen bleibt auf dem Tisch liegen. Außerdem gibt es noch die anderen Spieler, die gleichzeitig mit ihren Pfeilen auf Jagd gehen! So ist es nicht selten passiert, dass ein schnellerer Spieler beim Fischen seiner Beute in all der Hektik von anderen Spielern attackiert wurde und das Plättchen wieder verlor. Natürlich kann dies als Bestandteil des Spiels betrachtet werden. Es belohnt jedoch nicht zwingend eine schnellere Reaktion und kann vereinzelt ziemlich frustrieren.

Nichtsdestotrotz ist Dino Booom ein sehr schönes Familienspiel. Ein schnelles Auge und eine schnelle Hand helfen in diesem witzigen Geschicklichkeitsspiel weiter. Es macht mit Kindern genauso viel Spaß wie in einer Erwachsenenrunde. Besonders schön ist die Tatsache, dass alle Spieler permanent in das Spielgeschehen eingebunden sind und daher keinerlei Wartezeiten entstehen. Langeweile kommt somit nicht auf! Wer keinen zu großen Wert auf Strategie legt, sondern eher das lockere, witzige und ein bisschen glückbehaftete Spiel sucht, ist mit diesem kurzen, aber immer wieder schönen Spiel gut bedient.

Rezension Jochen Traub

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H@LL9000-Bewertungen

Dino Booom: 6 H@LL9000-Bewertungen, Durchschnitt: 3,0 3,0

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.05.04 von Jochen Traub - Schönes Familienspiel. Alle spielen zugleich und es gibt keine Wartezeiten. Perfekt für Kinder. Hoher Spaßfaktor.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.04.04 von Kathrin Nos - Viel zu grosse Schachtel.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.05.04 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.05.04 von Angela Grünes
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.05.04 von Anette Bippus-Darting - Das Spiel macht Laune. Leider ist bei einer allzu wilden Dino-Jagd gleich mal ein Speer umgeknickt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.09.04 von Frank Gartner - Schöne Idee, die leider am Material scheitert. Zum Einen sind die Stäbe der Pfropfen schnell verbogen und zum Anderen kann es schnell passieren, dass man ein ergattertes Plättchen verliert, wenn die Mitspieler etwas langsamer sind, da diese mit ihren Händen das fast ergatterte Plättchen wieder vom Gummipfropfen schlagen. Das kann auf Dauer etwas frustrierend sein.

Leserbewertungen

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