Eingestellt Samstag 15. Oktober 2011 - Dieser Artikel wurde 3695 mal aufgerufen.
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Spielinfo
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Mit K2 liegt mal wieder ein Spiel auf dem Tisch, das durch ein eher ungewöhnliches Thema aus der Spielemasse heraussticht: Bergsteigen, genauer die Besteigung des Lambha Pahar, des zweithöchsten Berges der Welt ist unser Ziel. Im Wettlauf mit der Konkurrenz und gegen die Unbill der Elemente versuchen die Spieler mit je zwei Bergsteigern den Gipfel des K2 zu erreichen. Und da dies in Realität einer der schwierigsten Gipfel ist, den man besteigen kann, macht der Autor uns den Aufstieg auch im Spiel nicht zu einfach. Aber mit einem Paar guten Wanderschuhen und genügend Sauerstoff machen wir uns mal auf den Weg.
Der zweiseitige Spielplan zeigt den K2 bei Sonne und im Nebel, und damit stehen die Spieler gleich zu Anfang vor der Wahl, wie schwer sie sich den Aufstieg machen wollen. Zweite Stellschraube zum Einstellen der Schwierigkeit vor Spielbeginn ist die Auswahl der Wetterkarten. Wagt man den Aufstieg bei schlechtem Wetter, oder entscheidet man sich lieber für Sonnenschein?
Sind diese beiden Entscheidungen gefallen, starten alle Spieler gemeinsam mit je zwei Figuren im Basislager auf 5.000 m. Von hier aus gibt es verschiedene, immer wieder zusammen kommende Aufstiegsstrecken, die sich zum Gipfel hin zu einer einzigen Passage vereinigen, über die man schließlich die Spitze auf 8611m erreichen kann.
Erklommen werden die Strecken durch das Ausspielen von Bewegungs- und Sauerstoffkarten. Jeder Spieler hat einen identischen Kartensatz, von dem er zunächst 6 zufällige zieht, aus denen er dann drei auswählt, die er diese Runde einsetzen will.
Die ausgewählten Karten werden gleichzeitig aufgedeckt. Für den Spieler, der in der aktuellen Runde am meisten Bewegungspunkte ausgespielt hat, gib es einen Nachteilchip, anschließend handelt nacheinander jeder Spieler seine drei Karten ab. Die ausgespielten Sauerstoff- und Bewegungspunkte kann man nach Belieben auf seine beiden Bergsteiger aufteilen, dabei ist lediglich zu beachten, dass die Punkte einer Karte nicht gesplittet werden dürfen.
Abschließend ermittelt man noch den Sauerstoffverbrauch für jeden seiner Bergsteiger: Während man am unteren Teil des Berges noch einen Sauerstoff pro Runde gut macht, steigt der Verbrauch zum Gipfel hin erst auf 1 und dann sogar auf 2 Punkte pro Runde an (bei schlechtem Wetter auch noch mehr). Diese Punkte muss man vom Vorrat seines jeweiligen Bergsteigers abziehen. Da das Sauerstoff-Maximum für einen Bergsteiger bei bescheidenen 6 liegt, ist die Dauer, die man sich auf der Spitze halten kann, selbst unter Zuhilfenahme der gar nicht so vielen Sauerstoffkarten im Zugstapel sehr begrenzt. Fällt der Sauerstoff-Vorrat eines Bergsteiges auf 0 oder darunter … na sagen wir mal, der schläft dann für den Rest des Spiels und wird per Hubschrauber abgeholt, weswegen er am Ende leider nur noch einen Siegpunkt zählt. Alle anderen Bergsteiger bekommen am Ende des Spiels Siegpunkte, abhängig von der höchsten Position, die sie im Spiel mal erreicht hatten. Heißt, auch wer es nicht ganz bis auf die Spitze schafft, dafür mit seinen Bergsteigern rechtzeitig und heil den Abstieg begonnen hat, kann gewinnen.
K2 ist ein Spiel, das besonders wegen seiner Thematik und Spielatmosphäre überzeugt. Die ganz große Begeisterung wird leider knapp verfehlt, dafür ist das Spielgeschehen auf die Dauer etwas zu gleichförmig, aber Spielspass und Atmosphäre sind durchaus gegeben.
Was das Spiel besonders macht, ist der Aspekt des vorausschauenden Sauerstoffmanagements unter Beachtung der Wetterlage. Dieser Aspekt gibt einem ansonsten einfachen Laufspiel eine zusätzliche, spannende Dimension, die einfach perfekt mit dem Thema zusammen geht und für Spannung und Abwechslung sorgt, ohne dass es spielerisch unnötig kompliziert wird.
Auf welcher Höhe am Berg habe ich welches Wetter, brauch ich also entsprechende Sauerstoffreserven? Diese Frage ist noch einfach zu beantworten, schwieriger ist dann die Kalkulation, wie viel zusätzlichen Sauerstoff kriege ich per Karten noch auf die Hand, und wie schnell komme ich notfalls wieder weit genug runter von der Spitze, dass mein Verbrauch mich nicht umbringt? Kluge Planung ist hier ein Punkt, ein überraschend aufsteigender Bergsteiger, der einem dann plötzlich den Weg versperrt, oder ein ungeplant eingesammelter Nachteilchip machen diese Rechnung aber auch schnell mal zunichte. Und das kann tödlich sein (nein, der schläft nur).
Bei einer Partie K2 mit schlechtem Wetter geht eigentlich immer mindestens einem Bergsteiger irgendwann die Luft aus, mir einmal sogar gleich bei beiden Bergsteigern, und das war nicht meine erste Partie. Ich musste also feststellen, dass selbst geübte Spieler nicht vor Unbill (des Wetters) gefeit sind, auch wenn ganz böse Zungen meinten, dass zumindest der zweite Tod mit etwas mehr Voraussicht vermeidbar gewesen wäre. Aber was wissen diese Flachländer schon vom Bergsteigen?
Was die Spieldauer angeht, ist ein Aufstieg mit drei oder vier Spielern in ca. einer Stunde bewältigt (das soll uns in der Realität mal einer nachmachen). Zu fünft dauert es 'nen klein bisschen länger, dafür ist es zu zweit auch schneller zu schaffen.
Meine persönliche Spielerzahlempfehlung liegt bei drei Spielern, wobei es sich auch zu zweit ohne Einschränkung sehr gut spielen lässt. Mit vier oder fünf Spieler dauert es einfach nur länger und wird etwas unübersichtlicher, ohne spielerischen Mehrwert zu gewinnen. Je nach Spielrunde kann es dann zu lang werden.
Die Spielregeln sind vollständig und gut geschrieben, so dass keine Fragen unbeantwortet bleiben. Das Material ist ebenfalls ordentlich, das einzige was nervt ist der funktionelle Teil der Grafik: Dass die Sauerstoff- und Bewegungspunkte auf den Feldern genau da stehen, wo auch die Figuren stehen, hätte man besser machen können. Und warum das Icon für die Bewegung auf dem Spielplan nicht das gleiche ist wie auf den Karten wird wohl auch für immer ein Geheimnis des Grafikers bleiben.
Mein Abschlusskommentar zu K2: Ausprobieren! Es ist sicher nicht jedermanns oder -fraus Sache, aber wer sich für thematisch stimmige Spiele interessiert, wird hier fündig. Der Spielablauf ist wie beschrieben eher einfach, ich würde sagen familientauglich, trotzdem ist das Spiel keineswegs banal und vermochte auch den ominösen Vielspielern zu gefallen. Ein Glücksfaktor ist gegeben, spielt aber nur eine kleine Rolle.
Rezension Michael Timpe
8 H@LL9000 Bewertungen, Durchschnitt:
4,5.
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31.07.11 von Michael Timpe |
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11.04.11 von Jochen Traub |
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06.07.11 von Michael Andersch - Erfreulich unverbrauchtes Thema, sehr ordentlich umgesetzt. Spielerisch ok, aber nichts besonderes. |
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10.10.11 von Nicole Biedinger |
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10.10.11 von Christine Hauer |
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10.10.11 von André Beautemps - Sauerstoff...ich brauche noch Sauerstoff, sonst.... |
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15.10.11 von Rainer Harke - Thema, Mechanismus, Umsetzung - ein gelungenes Trio! |
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06.12.11 von Monika Harke |
19 Leser Bewertungen, Durchschnitt:
5,0
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24.02.11 von JonTheDon - Sehr atmosphärisches Spiel mit wunderschönen Grafiken. Im Kern ein interessantes Rennspiel, welches durchaus auch deutlich vor Ende entschieden sein kann. Die Themenstärke macht es in meinen Augen statt zu einem netten Spiel zu einem guten; man hat wirklich das Gefühl, den Berg unbedingt schneller als andere erklimmen zu wollen. Daher 5 statt 4 Punkte inkl. Themenbonus. |
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12.06.11 von Wolfram Dübler-Zaeske - Mein Herz, meine Lunge, die Luft ist sooo dünn. Ich glaub ich kann mich nicht mehr erholen... Tolles Spiel!! |
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12.06.11 von rolf - Dieses Spiel ist ähnlich atmophärisch wie Jenseits von Theben oder die beiden Weltraumorgien von Catan. Immer wieder neu und spannend. |
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13.06.11 von zeisig79 - Schon die Grafik läd zum Spielen ein. Wenn man K2 dann spielt, erfreut es mit stetig wechselnden Spielsituationen, einer tollen Simulation und einem von Minute zu Minute wachsendem Spannungsbogen. Ich mag es und werde es noch häufig spielen. |
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14.06.11 von Frank Bergner - Thematisch top umgesetzt. Ich hoffe nur nicht, dass die Langzeitmotivation leidet, da man seine feste Route mit Zeltlager, etc. hat. Trotzdem als sog. Rennspiel schlägt es ähnliche Spiele des Genres um Längen. |
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26.06.11 von Michael Werner - Ausgefallenes Thema, hervorragend umgesetzt. Tolle Atmosphäre. Da ist es nicht schlimm, dass ungünstige Umstände den Sieg kosten können. |
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26.06.11 von Braz - Thematisch sehr gut umgesetztes Brettspiel. |
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16.10.11 von Marco Stutzke |
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16.10.11 von Michael Behr - Nettes Familienspiel |
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16.10.11 von Tom Hilgert - Tolles Thema, toll umgesetzt, aber dem Ganzen fehlt das Spielerische. Es ist irgendwie eine hervorragende Simulation vom Gipfelkampf, aber eben kein Spiel im eigentlichen Sinn. |
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16.10.11 von Dietrich |
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18.10.11 von Gelber Pöppelfresser - Tolle thematische Umsetzung. Die Sommerwetter-Variante ist etwas zu leicht, dann ist es nur ein Wettrennen. Aber im Winter ist das Spiel eine echte Herausforderung. Gar nicht so sicher, dass man den Gipfel erreicht und heil wieder runter kommt. Sowohl für Familie als auch für Vielspieler gut geeignet. Freue mich schon auf die Erweiterung "Broad Peak", die zur Messe in Essen 2011 erscheint. |
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05.11.11 von Petra - Schönes Thema, was gut und herausfordernd umgesetzt wurde. Verschiedene Wetter-Kombinationen erhöhen Wiederspielreiz. Dazu für die recht hohe Schwierigkeit keine zu lange Spieldauer. Auch zu zweit ergeben sich spannende Spiele. |
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08.01.12 von mibi - Ein tolles unverbrauchtes Thema. Jedoch wird das Spiel nach einigen (2er-)Partien leider schnell eintönig. Schade, ich möchte das Spiel lieben, jedoch reicht es nur zum ganz gern haben. |
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10.02.12 von Stefan - Stimmungsvolles Thema, gut umgesetzt. Die Spielregeln sind klar und verständlich verfasst. Das Spiel leidet aber unter zu einförmigen Spielmechanismen. Kein hoher Wiederspielreiz. In unserer Spielerunde leider durchgefallen. |
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11.02.12 von Martin Schipper |
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26.02.12 von Mike - K2 ist ein herrlich "anderes" Spiel. Wie oft habe ich schon alte Zivilisationen gerettet, neue Welten besiedelt oder die Gunst von Königen erlangt. Bergsteigen ist mal was erfrischend Neues! Neben dem interessanten Thema gefällt mir aber auch die Umsetzung. Das fängt mit den logischen, themenbezogenen Regeln an und setzt sich im flüssigen Spielfluss fort. Dazu trägt vor allem bei, dass alle Spieler gleichzeitig spielen (Karten legen wie bei RoboRally oder 7 Wonders). Das Glück spielt definitiv mit - gerade wenns eng wird am Berg, aber die Spieler haben das eben auch zum Teil in der Hand: wie viel Risiko geht man wirklich? Wie schätze ich meine Mitspieler ein. Bislang habe ich K2 nur mit Vielspieler-Runden gespielt. Dort kams aber immer gut an. |
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26.02.12 von Pauli - Kleiner Tipp: bei Boardgamegeek gibts eine toll gemachte Fan-Erweiterung mit einer Mount Everest-Karte (inkl. Lawinengefahr). |
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20.03.12 von Heinz Tenk |