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Spielziel/ Einleitung: | In diesem Spiel gilt es Karten mit geschichtlichen Ereignissen in die korrekte zeitliche Reihenfolge zu bringen und auf diese Weise als erster die eigenen Karten loszuwerden. |
Beschrei- bung: | Urs Horstettler der Autor von „Ein solches Ding“ brachte 1998 mit „Anno Domini“ ein sehr interessantes neues Spiel auf den Markt. Wer an der Reihe ist sucht sich eine seiner Karten aus und legt diese dann in die Mitte. Doch mit dem Hinlegen ist es nicht getan. Nun muss die gelegte Karte mit den bereits dort liegenden Karten in die chronologisch korrekte Zeit gebracht werden. Das heißt: Alle Karten liegen in einer Reihe und wenn eine neue Karte hinzu kommt, muss sie so dazu sortiert werden, dass die geschichtliche Reihenfolge korrekt wiedergegeben ist. Da keiner der Spieler, wie schon erwähnt, die Jahreszahlen kennt, muss man sich schon sehr auf sein Gefühl verlassen. Er schiebt entsprechend seiner Vermutung die eigene Karte in die bereits auf dem Tisch liegende Kartenreihe. Sobald man seine letzte Karte angelegt hat und der folgende Spieler nicht beweisen kann, dass die Reihenfolge falsch ist, hat man gewonnen. |
Fazit: | Man muss keine Geschichtskenntnisse haben um "Anno Domini" spielen zu können. Ein gesunder Menschenverstand reicht völlig aus. Manche Ereignisse sind recht eindeutig definierbar und man kann es auch sehr gut abschätzen. Ab und an sind jedoch auch recht irreführende Aussagen dabei. Wer ahnt schon, dass es auch im 19. Jahrhundert einen Reagen gegeben hat? Wir fragten uns schon diverse Male wo man eigentlich solche Informationen herbekommt! Jede Edition besteht aus 360 Karten und kostet jeweils 10-12 Euro. Wer also dem Sammeltrieb unterlegen ist, wird hier eine wirkliche Investition tätigen müssen. Welche Editionen würden wir empfehlen? Gute Frage. Gespielt haben wir bislang die Editionen Natur, Sex & Crime und Lifestyle sowie eine Presse-Edition von Seefahrer, Frauen und Sport. Eigentlich können wir jede dieser Editionen empfehlen. Jede hat seinen Reiz. Auch bei den Neuerscheinungen hat man nicht den Eindruck, dass diese nur zur Fortführung der Serie zusammengestellt wurden. Wir haben das Spiel in diversen Runden gespielt und es machte bislang immer sehr viel Spaß! Auch Nichtspieler aus meiner Familie waren mit Begeisterung bei der Sache. |
Regel- variante | Alternativ ist es auch möglich, dass die Spieler ihre eigenen Karten anschauen dürfen. Wir haben diese Variante (versehentlich) nun schon mehrfach durchgespielt. Auch diese Version macht sehr viel Spaß. |
Weitere Infos: | Ergänzende Kommentare zur Edition Deutschland: Hier sind die Antworten: "Anno Domini - Deutschland" beinhaltet eigentlich alles, was im Großraum Deutschland seit Menschengedenken kreucht und fleucht. Das Themenspektrum ist sehr weit gefasst: Kunst, Literatur, Zitate, Industrie & Technik, Geschichte, Politik, Wissenschaft, Film, u.v.m.. Hierbei ging man nicht nur ins Mittelalter zurück. Das zeitliche Spektrum reicht von 5000 vor unserer Zeitrechnung bis hin zum Jahr 2002, also ganz aktuell. Natürlich nimmt die Anzahl der Ereignisse mit zunehmender Jahreszahl zu, so dass man sich zum Großteil der Karten auf das 20. Jahrhundert bezieht. Gar nicht so einfach!! Und für manche Überraschung ist immer wieder gesorgt! Aber das kennen wir ja schon :-). Recht drollig ist auch das Symbol für die Deutschland-Edition. Kein Bundesadler oder eine Landkarte, nein - ein Bierkrug. Das passt ja. |
Weitere Infos: | Ergänzende Kommentare zur Edition Münzen: Ich muss gestehen, ich hatte große Zweifel, was die Spielbarkeit betrifft. Ich musste jedoch feststellen, dass man auch ohne Münzenkenntnisse Schätzungen über das Alter der Münzen abgeben kann. Zum Einen natürlich über die Prägequalität (alte Münzen sind oft verschlissen, unförmig und "ausgefranst") aber auch über die Informationen auf den Münzen. Wirklich sicher kann man natürlich nie sein, aber das kennen wir ja schon von den Vorgänger-Editionen. Trotz der originellen Idee und der beeindruckenden Münzenvielfalt spielt sich diese Edition deutlich trockener als die anderen Editionen. Wo bei anderen Editionen die eine oder andere Beschreibung bzw. Lösung für so manchen Lacher sorgt, steht bei der Münzen-Edition die optische Analyse der Münzen im Vordergrund. Somit werden bei dieser Edition vor allem Numismatiker auf ihre Kosten kommen. Echte Anno Domini-Sammler kaufen ohnehin jede Edition :-). |
Weitere Infos: | Ergänzende Kommentare zur Edition Sachsen: 4000 Exemplare umfasste die erste Edition, welche am 3. 10. 2003 von Abgeordneten des sächsischen Landtages am Tag der offenen Tür an das Publikum verteilt wurden. Damals besaß ein Exemplar 112 Karten. Im Fachhandel war diese Edition nicht erhältlich. Im Jahr 2004 umfasst ein Exemplar schon 336 Karten mit Ereignissen aus Geschichte, Technik, Kunst, Politik, Wissenschaft, Architektur und vieles mehr und - viel wichtiger - man kann sie im Fachhandel kaufen. Von der Einwanderung germanischer Stämme auf (später) sächsisches Gebiet bis zur Eröffnung eines expressionistischen Museums im 21. Jahrhundert reicht die Bandbreite der Ereignisse, die sich allerdings zum überwiegenden Teil auf das 19. und 20. Jahrhundert konzentrieren. Da man aus Ereignissen in deutschen Landen ohne größere Probleme eine zweistellige Anzahl von Deutschland-Editionen erschaffen könnte sehe ich die Sachsen-Edition als einen Teil der Deutschland-Edition. Denn wenn man die Karten aus vielen Editionen miteinander mischt und spielt, fallen Karten der Sachsen-Edition fast nur noch am Piktogramm, dem Umriss des Freistaats auf. So richtet sich diese Edition auch nicht nur an Sachsen, sondern begeistert jeden anderen gleichermaßen. Viele Ereignisse lassen sich sowohl in der Sachsen- wie auch in der Deutschland-Edition sowieso nur durch genaues Lesen der Karten eingrenzen. Aber zugegebe:, Für sächsische Anno Domini Spieler entfaltet diese Edition wahrscheinlich einen ganz eigenen Reiz. Bleibt zu hoffen, dass andere Regionen Deutschlands auch mit einer Edition beglückt werden. (Jörn Griesbach) |
Weitere Infos: | Entsprechend wurde das neue Set "Im Namen des Gesetzes" in manchen Runden als eher trocken empfunden. Dies kann jedoch auch an den direkten Vorgänger-Sets liegen, unter denen die "Flopps"-Edition mit besonders witzigen und skurrilen Ereignissen herausragt. Insgesamt gesehen liegt mit "Im Namen des Gesetzes" eine solide neue Edition von Anno Domini vor, die zwar nicht durch Innovation heraussticht, aber für eine willkommene Abwechslung und Auffrischung sorgt und interessante Spielerunden verspricht. (Kathrin Nos) |
Weitere Infos: | Ergänzende Kommentare zur Edition "Spiel des Jahres": Der Titel „Spiel des Jahres“ lässt zunächst darauf schließen, dass hier nur Ereignisse verarbeitet wurden, die für Spielekenner und Insider von Interesse sind und diese beim Spielen dieses Themensets einen erheblichen Wissensvorsprung haben könnten. Dem ist aber absolut nicht so. Vielmehr befindet sich unter den Ereignissen nur ein Teil, der direkt mit Spielen zu tun hat. Diese reichen von der Gegenwart bis in die frühsten geschichtlichen Erwähnungen der ersten Spiele. Die meisten Ereignisse jedoch haben eigentlich überhaupt nichts mit Spielen zu tun, sondern beinhalten vom Wortlaut her einen bekannten Spieletitel. Dabei wird die Jahreszahl auf der Rückseite durch Angabe des Spieletitels, Verlag, Auszeichnung sowie Erscheinungsjahr ergänzt. Dies ist allerdings für das Spiel selbst nicht von Belang, sondern vielmehr für den auf breiter Front Spieleinteressierten ein Extrahäppchen. Nur einige wenige Geschehnisse übervorteilen den Insider einen Hauch… wenn es beispielsweise um einen bestimmten Spieleautor oder die Spieleautorenzunft geht. Abschließend bleibt zu sagen, dass das Themenset „Spiel des Jahres“ für die Zielgruppe Nicht-, Wenigspieler, Familie und Partyspieler nicht minder viel Spaß bringt als die anderen Sets dieser Reihe und uneingeschränkt empfohlen werden kann. (Bernd Eisenstein) |
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