SPIELEREI-KRITIK

Spiel

Freie Fahrt

Spielerzahl

1-5

Alter

ab 10 Jahren

Dauer

50-90 Minuten

Autor

Friedemann Friese

Verlag

2F-Spiele (Web)

Jahrgang

2021

Wertung

H@LL:


3

Besucher:


4.5


Unsere
Wertung:

Spieler

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz
Birgit Irgang

Michael Andersch

Kommentar: Das Spiel funktioniert, aber das war es auch schon. Spaß ist was anderes. Das geht damit los, dass die Städte (z.B. im Gegensatz zu Transamerica) nicht farblich codiert sind und man ständig auf dem Plan schauen muss, was wo ist bzw. sich nicht mit einem kurzen Blick auf die ausliegenden Streckenoptionen zumindest einen groben Überblick über die Optionen verschaffen kann. So ist das Spiel ein ständiges Abchecken, welche Streckenmöglichkeiten nun ausliegen, wo man inder Nähe ist und was sich eventuell womit verbinden ließe. Leider aber sind die Start-/Zielorte oft so kreuz und quer über den Plan verteilt, dass selten gute (=effiziente) Züge möglich sind - und falls es mal so ist, dann hat man schlichtweg Glück gehabt. Sofern einem nicht - beabsichtigt oder unbeabsichtigt - ein Mitspieler eine ausnahmsweise mal passende Strecke vor der Nase wegschnappt. Das Spiel ist bei mir leider total geFFloppt - freie Fahrt in die Tonne... (dass ich immerhin 2 Punkte vergebe liegt daran, dass es zumindest grundsätzlich ja schon funktioniert - aber mehr auch nicht.).

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Freie Fahrt




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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz

Hans Huehnchen

Kommentar: Freie Fahrt ist ein einfaches, taktisches Spiel, das einige interessante Kniffe mehr zu bieten hat als die ähnlich gelagerten Zug um Zug oder TransAmerika und somit etwas anpruchsvoller ist. Gefällt mir sehr, sehr gut.

Dietrich

Kommentar: Auch wenn es weniger ein Eisenbahnspiel ist, also nicht zu vergleichen mit 18xx, Age of Steam, Kubus-Rails-Spiele, macht es doch Spaß. Vom Gefühl her kann man es eher in das Genre der Geographie-Spiele einordnen, denn das Nehmen der geeigneten Karten und das Suchen der besten Start- und Ziel-Stationen ist das wesentliche Spielelement. Dabei erzeugt Friedemann Friese einen Spannungsbogen, da zunächst in Phase I nur 1 Strecke mit je 2 Halts pro (Zug-) Aktion vollendet werden kann. In der Phase II des Spiels können schon gleichzeitig 2 Strecken geplant werden. Und schließlich sind in Phase III 3 Halts pro (Zug-) Aktion möglich. Gut gemacht, 2F! Der andere wichtige Kniff des Spiels ist, dass jedes der wenigen im Spiel vorhandenen Geldstücke, das man am Ende vorweisen kann, wertvoller ist (3 SP) als der wiederholte Besuch derselben Stadt (2 SP). Zunächst war ich skeptisch, dass nach "Feierabend" und "Faiyum" noch ein gutes 2F-Spiel herauskommen könnte - aber das war unbegründet. "Freie Fahrt" ist sowohl als Eingangsspiel eines Spieleabends als auch zu dessen Beendigung gut geeignet. Oder man spielt es mehrmals als Hauptspiel!

sutrebuh

Kommentar: Kein Druck auf dem Kessel! Ständig geht man die sich ständig ändernde Auswahl an Kombinationsmöglichkeiten durch, um die nächste passende Strecke zu finden. Daran ändert sich vom Anfang bis zum Ende nichts, nur dass im dritten Durchgang noch mehr Kombinatorik reinkommt, weil man zwei Ziele gleichzeitig bedienen darf. Der Rest ist reine Glückssache, je nachdem was die Auslage gerade bereithält, denn eine lange Strecke ist so viel Wert wie eine kurze. Spannung kommt auch deswegen keine auf, weil man wenig dagegen tun kann gegen das, was die anderen so vorhaben. Außerdem weiß man bis zur Schlussabrechnung überhaupt nicht, wie es steht. So bleibt vom Spiel ein glückslastiges Abarbeiten der günstigen Gelegenheiten.

Martin Molter

Kommentar: Jetzt muss ich mal eine Lanze brechen für dieses Spiel. Obwohl ich eher Expertenspiele liebe, gefällt mir dieses hier ausgesprochen gut. Es ist die Geschwindigkeit, in der man spielt und die einzigen zwei (drei) Entscheidungen, die man zu treffen hat. Baue ich Schienen und fahre günstig mit meiner Bahn und bekomme Geld von Mitspielern oder Reise ich und sammle Städtekarten? Beides gibt am Ende Siegpunkte. Zu viert braucht man etwa eine Stunde (wenn man das Prinzip kennt). Der Aufbau geht zügig (was für ein Wortspiel!) und der Wiederspielreiz ist durch diese Einfachheit groß. Wenn man einen nicht allzu kopflastigen, zackigen Friese spielen will, ist das genau richtig. Kritikpunkte, die man anbringen kann, wurden schon in der USA-Auflage beseitig. Die farbigen Regionen in der USA-Edition machen es viel übersichtlicher. Wie man mit so wenig Regeln ein spannendes Spiel machen kann, ist schon bemerkenswert. Der Ärgerfaktor - wenn Mitspieler vor einem die Aufträge wegnehmen oder die Strecke bauen - ist sehr hoch. Für mal Zwischendurch liebe ich dieses Spiel! Viel mehr möchte es auch gar nicht sein.