Spiel

Carcassonne - Jäger und Sammler

Spielerzahl

2-5

Alter

ab 8 Jahren

Dauer

60 Minuten

Autor

Klaus-Jürgen Wrede

Verlag

Hans im Glück (Web)

Preis

ca. 10 Euro

Jahrgang

2002

Wertung

H@LL:


4.8

Besucher:


4.7


Spielziel/ Einleitung:

Im grünen Carcassonne geht es darum eine Steinzeit-Landschaft aus einzelnen Landschaftskärtchen entstehen zu lassen, und dabei die eigenen Stammesmitglieder und Fischerhütten möglichst gewinnbringend zu platzieren.

Beschrei- bung:

Jeder Spieler hat 5 Stammesmitglieder und 2 Fischerhütten, die während des Spiels in die aus 79 quadratischen Landschafts- und 12 Bonuskärtchen entstehende Landschaft einzusetzen sind.
Zu Beginn wird eine Startkarte ausgelegt. Reihum legt jeder Spieler ein zufällig gezogenes Kärtchen an die bereits liegenden Kärtchen an. Auf den Kärtchen sind Wiesen mit wilden Tieren, Wälder, Flüsse und Seen abgebildet, die immer passend aneinander gelegt werden müssen (also: Wiese an Wiese, Wald an Wald, und Fluss an Fluss). Dadurch entsteht eine Landschaft, in die man seine Stammesmitglieder und Fischerhütten einsetzt, um Punkte zu erzielen.
Auf das selbst angelegte Kärtchen darf man eine seiner Figuren setzen. Dabei muss man sich entscheiden, ob ein Stammesmitglied als Sammler in den Wald bzw. als Fischer auf den Fluss gestellt oder als Jäger auf die Wiese gelegt wird, oder ob man eine Fischerhütte an einem Fluss bzw. See baut.
In jedem Fall ist darauf zu achten, dass man seine Figur nur dort einsetzt wo sich noch keine andere Figur niedergelassen hat. Trotzdem können zunächst getrennte Landschaften im späteren Spielverlauf durchaus noch zusammenwachsen.
Ist durch das Anlegen ein abgeschlossener Wald oder Fluss entstanden, wird dieser gewertet, falls mindestens eine Figur darauf steht:

  • ein Fluss wird durch Quellen und/oder Seen abgeschlossen, und bringt 1 Punkt pro Flussabschnitt sowie 1 Punkt pro Fisch aus den angrenzenden Seen
  • ein abgeschlossener Wald bringt 2 Punkte pro Waldabschnitt
Falls sich in einem abgeschlossenen Wald mindestens ein Goldfund befindet, so erhält der Spieler, der den Wald abgeschlossen hat, ein besonders lukratives Kärtchen vom Bonusstapel, das sofort in einem zusätzlichen Spielzug ins Spiel gebracht wird.
Sollten mehrere Figuren an einer Wertung beteiligt sein, so gilt das “Recht des Stärkeren” (d.h. die Spieler mit den meisten beteiligten Stammesmitgliedern erhalten Punkte, die anderen gehen leer aus).
Alle an einer Wertung beteiligten Figuren wandern zu ihren Besitzern zurück, und können somit im weiteren Spielverlauf wieder eingesetzt werden.
Sobald der Vorrat an Landschaftskärtchen erschöpft ist (Bonuskärtchen können durchaus übrig bleiben), endet das Spiel und alle Fischer und Sammler werden von den nicht abgeschlossenen Flüssen und Wäldern entfernt.

Nun werden noch Jäger und Fischerhütten gewertet:

  • Jäger erhalten für jedes Mammut, jeden Auerochsen und jedes Wild auf ihrer Wiese 2 Punkte, wobei für jeden Säbelzahntiger ein Wild weniger gewertet wird
  • Fischerhütten bekommen 1 Punkt für jeden Fisch in ihrem Flusssystem (das sind alle Flüsse und Seen, die miteinander verbunden sind)
Auch hier gilt jeweils das “Recht des Stärkeren”.
Wer schließlich die meisten Punkte sammeln konnte, ist der Sieger.

Fazit:

Vergleich:
Das grüne Carcassonne hat große Ähnlichkeiten zum blauen Carcassonne:

  • der Spielmechanismus ist fast gleich geblieben

  • auf den Landschaftskärtchen sind jetzt Waldabschnitte statt Stadtteilen, Flüsse statt Straßen, Seen statt Kreuzungen, und auf den Wiesen findet man jetzt wilde Tiere, die bei der Wiesenwertung ungefähr die Rolle fertiger Städte spielen

  • auf Bonuskärtchen findet man sogar manchmal Pilze in Waldabschnitten, die den Schilden in Stadtteilen entsprechen
    die Fischerhütten kann man als - gerechter verteilten - Ersatz für die Klöster ansehen (auch wenn der Vergleich etwas hinkt)

Trotzdem ändern die Unterschiede den Charakter des Spiels:

  • oft schließt man den Wald eines Mitspielers ab, um an ein Bonuskärtchen zu gelangen, das man meistens lukrativer anlegen kann

  • mit den beiden besonderen Bonuskärtchen (Kultstätte und Feuer) kann man die Wertung einer Wiese manchmal entscheidend beeinflussen

  • abgeschlossene Flüsse und Wälder sind ungefähr gleichwertig

  • es entstehen viele Kleinst-Wälder (4 Punkte) und Kleinst-Flüsse (2 bis 9 Punkte, meist 4-5), weil nicht abgeschlossene Wälder und Flüsse am Spielende wertlos sind und weniger Stammesmitglieder zur Verfügung stehen

  • große Wiesen und Flusssysteme können - müssen aber nicht - den Spielausgang entscheiden

Fazit:
Carcassonne - Jäger und Sammler ist ein leicht zugängliches Spiel, das bei Familien und Gelegenheitsspielern gut ankommt. Spielefreaks bevorzugen wohl ein Spiel zu zweit oder zu dritt, weil der Glücksfaktor sich hier noch in Grenzen hält; bei größerer Spielzahl nehmen die taktischen Möglichkeiten deutlich ab.
Die Spielregel ist verständlich geschrieben, gut gegliedert und enthält viele Abbildungen mit Beispielen und Erklärungen besonderer Landschafts- und Bonuskärtchen.
Die Grafik ist abwechslungsreich gestaltet (Fische halten sich in den Seen auf, Steine, Büsche, einzelne Bäume und die wilden Tiere sind an Flüssen und auf Wiesen zu finden, während die Mischwälder Felsen, Goldfunde und Pilze beherbergen), aber leider leidet darunter die Übersicht. Die etwas monotonere Grafik des Vorgängers ist kontrastreicher und dadurch besser zu erfassen.
Bei der Ausstattung hat man vom Vorgänger gelernt, und eine komplett durchnummerierte, übersichtliche Wertungstafel beigelegt, auf deren Rückseite eine beispielhafte Landschaft aufgedruckt ist, die bei der Erklärung des Spiels hilfreich sein kann. Auch die aus der Carcassonne-Erweiterung bekannten Punktekarten sind dabei, und diesmal wurde darauf geachtet, dass man die Bonuskärtchen auch auf der Vorderseite erkennen kann, wodurch das Aussortieren leichter fällt. Außerdem enthält die Schachtel noch 10 grüne Holzscheiben, die zum Abdecken von Säbelzahntigern und Wild bei der Wiesenwertung gedacht sind; das ist zwar eine gute Idee, aber in der Praxis sind sie meistens überflüssig. Ein Säckchen für die Landschaftskärtchen wäre hilfreicher gewesen, aber wer einen “Carcassonne – le sac” besitzt, wird sich darüber keine Sorgen machen.
In Carcassonne - Jäger und Sammler wurden die guten Spielmechanismen des Vorgängers durch kleine Änderungen perfektioniert. Dadurch entstehen neue taktische Herausforderungen, so dass sich auch für Besitzer des blauen Carcassonne die Anschaffung lohnen kann.

(Michael Reitz - 09.02.2003)

Weitere Infos:

Wer Spaß daran hat dieses Spiel mit etwas Zusatzequipment zu spielen, kann sich über die Anschaffung eines Kartentowers Gedanken machen. 

Unsere
Wertung:

Spieler

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz
Michael Reitz

Bernd Eisenstein

Conny Eisenstein

Sandra Lemberger

Clemens Schollenberger

Frank Schwarz

Hans-Peter Stoll

Frank Gartner

Roland Winner

Barbara Winner

Sabine Zimmermann

Doris Hahn

Günther Kirchner

Hubert Scheu

Gerd Stocker

Alexander Broglin

Angela Grünes

Uta Hillen

Ulrich Fonrobert

Kommentar: Ein wenig unübersichtlich, aber sonst ein guter Ableger von Carcassonne mit einigen neuen Facetten.
Ralph Bruhn

Michael Andersch

Rene Puttin

Kommentar: Das Spiel an sich ist wirklich sehr gut. Aber ganz im Ernst was soll das? Carcassonne mit Tieren? Viel Unterschied zum Grundspiel gibt es wirklich nicht.
Monika Harke

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Carcassonne - Jäger und Sammler




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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz

Stefan Thile

Kommentar: Dieses Spiel ist so überflüssig wie ein Kropf. Wer das erste Carcassonne besitzt ist damit gut bedient. Wer den Tempel zieht gewinnt meistens. Ähnlich stark ist die Karte Steppenbrand. Ansonsten ist die Grafik des Spiels grausam unübersichtlich, was eindeutig an der ungünstigen Farbwahl liegt. Ich bin ein großer Carcassonne-Fan, aber ich denke, hier wollte man, ähnlich wie bei den Siedler von Catan, das Spiel finanziell ausschlachten.

Muadh Preuß

Kommentar: Wer Legespiele liebt wird es ohnehin spielen, allen anderen ist es zu empfehlen!

Oliver 'Attila' Grimm

Kommentar: Nicht ganz nachvollziehbar für mich ist, sind die guten Noten für einen neuen Aufguss im exakt dem selben Gewand. Aber sei es drum :-)

Rolf Braun

Kommentar: Da CC classic zu zweit besser ist, ist J&S besser zu mehreren besser. Aber jetzt reicht auch mit CC - ob wir Baumeister & Kaufleute wirklich noch brauchen?

Jörn Frenzel

Kommentar: Besser ist immer das Original.Diese Version erscheint überflüssig, nur als Zusatzgewinn für den Verlag.Wäre es Die erste Version, gäbe es volle Punktzahl aber so...

Sarah Kestering

Marcel Lange

Kommentar: Zuviel Grün. Für Carcasonne-Fans aber ein MUß! (Aber nur für die).

herwig friedl

Kommentar: es ist schon richtig, dass das steinkreis-feld das spiel oft entscheidet, jedoch kann man/frau dies durch geschicktes legen der karten umgehen. das einzig negative ist beim brettspiel die gestaltung der karten (zu unübersichtlich und zu "grün"). auf der brettspielwelt (www.brettspielwelt.de) ist die farbgestaltung besser gelöst und macht das spiel zum absoluten hit! cu dort

Christoph Ledinger

Kommentar: Der bunte Spielplan wirkt schon fast unübersichtlich. Vor allem Pilze im Wald werden schnell mal übersehen. Die Plättchen die nur Wiese und ein Tier zeigen sind überflüssig.

Matthias Lesiak

Kommentar: Uns gefällt das Spiel besser als die Urversion. Man sollte es als eigenständiges Spiel bewerten und nicht das Empfinden, dass es einem eventuell zu wenige Neuerungen bietet!

Django

Daniela Weniger

Kommentar: Am Anfang fanden wir die Graphik auch zu grün. Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt und finden sie gelungen. Im Übrigen spielen wir seit wir CC JuS haben das Original fast überhaupt nicht mehr! In diesem Fall ist der "Abklatsch" wirklich besser als das Original.

Wojtek Szymanski

Kommentar: Das Spielfeld ist farblich sehr unglücklich gestaltet. Komplizierter als das Original, aber bietet auch mehr strategische Möglichkeiten.

Oliver S.

Kommentar: Lässt sich gut mit Kindern ab 6 spielen. Ist mir persönlich lieber, als Carcassonne Standard.

Brrause

Kommentar: Unabhängig von den anderen CC´s ist es super. Aber gegen das blaue und die Burg kommt es nicht an - knappe 5 Punkte.

Lindsay

Matthias Ermer

Kommentar: Das Spiel ist runder als das Ur-Carcassonne ohne Erweiterungen. Wer einfach nur Carcassonne spielen mag und sonst nix dazuinvestieren will, liegt hier richtig.

Kudde

Thomas Hammer

Kommentar: "Carcassonne mit Tieren?" - Ja! Trotz anfänglicher Skepsis als eingefleischte "blaue" CC-Spieler kommt inzwischen diese Version viel häufiger auf unseren Tisch: die leicht veränderten Mechanismen und Regelveränderungen zum Original sorgen für einen sehr flüssigen und abwechslungsreichen Spielablauf (und das, ohne langwierige "Erweiterungs-Diskussionen" ;) !)

Gernot Köpke

Kommentar: Carcassonne hat sich "toterweitert". Kleine Regeländerungen rechtfertigen längst nicht, ein neues Spiel aufzulegen. Was denkt der Verlag sich nur dabei?

Klaus Ottmaier

Kommentar: Ich spare mir all die Erweiterungen für das Original-Carcassonne und spiele viel lieber das wunderschön stimmig gestaltete Jäger und Sammler. Das beste, was die Carcassonnereihe zu bieten hat.

Andreas D. Becker

Kommentar: Sicherlich ist es ein weiteres Carcassonne, halt ein Spross einer schnell wachsenden Familie. Aber das Grundspielprinzip ist einfach super, und die kleinen Regeländerungen lassen "Die Jäger und Sammler" nicht wie einen unaromatischen Aufguss wirken. Das Spiel steht für sich. Und wie.

Ch. Geich-Gimbel

Kommentar: Zwar eine gewisse Kopie des Ursprungs-Carcassonnes, aber mit reizvollen Varianten und Wertungsmöglichkeiten, vergl. z.B. die eher simplen Straßen mit den Flußsystemen (Hütten etc.). Farbgestaltung etwas unübersichtlich, insbesondere bei Verwendung von (fast) zwei Kartensätzen.

Carsten Wannhoff

Kommentar: Ich mag diese Variante wirklich sehr!

Steffen Hilger

Kommentar: Für mich das beste Spiel der gesamten Carcassonne-Familie.



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