Spiel

Elasund - Die erste Stadt

Spielerzahl

2-4

Alter

ab 10 Jahren

Dauer

60-75 Minuten

Autor

Klaus Teuber

Verlag

Kosmos (Web)

Preis

ca. 25 Euro

Jahrgang

2005

Wertung

H@LL:


4.6

Besucher:


4.6


Spielziel/ Einleitung:

Das aktuelle Spiel aus der Catan-Saga entführt die Spieler in die Zeit, nachdem die ersten Siedler sesshaft geworden sind. Die stetig wachsende Bevölkerung erfordert eine zentrale Stelle für Handel und Verwaltung - der Bau von Elasund beginnt. Zwei bis vier Spieler versuchen nun, durch das Errichten von Gebäuden, Ausbau des Handels und der Stadtmauer sowie der Beteiligung am Kirchenbau als erstes 10 Siegpunkte zu sammeln und so Elasunds erfolgreichster Baumeister zu werden.

Beschrei- bung:

Elasund ist zu Beginn des Spiels ein noch recht leeres Areal der Größe 10 x 9 Felder (bei vier Mitspielern, sonst etwas kleiner). Lediglich zwei Gebäude pro Spieler sind bereits errichtet, weitere Gebäude in verschiedenen Größen (von 1 x 1 bis 3 x 2 Felder) warten darauf, gebaut zu werden. Außerdem soll die Stadt mit einer Stadtmauer eingefasst und im Stadtzentrum eine Kirche gebaut werden. Eine lange Seite Elasunds liegt am Hafen, so dass ein Schiff zehn Anlegeplätze neben den Reihen hat (von 2 bis 12 nummeriert, die 7 fehlt) - man ahnt es schon: hier kommt der Siedler-Doppelwürfel zum Einsatz!

Jetzt geht's los: Reihum führen die Spieler ihre Spielzüge aus, die aus bis zu 4 Aktionen bestehen:

  1. Zwei Würfel werfen und Schiff versetzen: Die "Rohstoffe" (also Gold- und Machtkarten) kommen ins Spiel. Das Schiff wird auf die dem Würfelergebnis zugehörige Anlegestelle gesetzt. Die in dieser Reihe gebauten Gebäude erhalten je nach Funktion Gold oder Machtkarten. Ausnahme: Bei einer "7" wird das Schiff (das nun ein Piratenschiff darstellt) auf einen beliebigen Anlegeplatz gesetzt und raubt dort jedem, der einen Siegpunkt in dieser Reihe hat, eine Gold- oder Machtkarte.
  2. Bis zu zweimal bauen: Die Stadt entsteht: Es können Gebäude, Stadtmauerteile und Kirchenteile gebaut werden. Der Bau von Gebäuden kostet je nach Größe unterschiedlich viel Gold und darf nur dort stattfinden, wo man auf der zu überbauenden Fläche den größten Einfluss durch Baubriefe vorweisen kann. Dann dürfen auch fremde Baubriefe zum Bau mitbenutzt werden. Dabei dürfen dann kleinere und (über zusätzliche Machtkarten) gleich große Gebäude mit überbaut werden, die daraufhin vom Brett genommen werden – also eine gute Möglichkeit, die Mitstreiter zu bremsen! Der Nutzen von Gebäuden besteht darin, weitere Einnahmequellen zu erschließen und/oder Siegpunkte zu erzielen. Stadtmauer- und Kirchenteile kosten ebenfalls Gold und bringen Machtkarten bzw. sichere Siegpunkte (da sie nicht mehr überbaut werden können).
  3. Baubrief setzen: Mit Baubriefen werden die Bauplätze für zukünftig zu bauende Gebäude vorbereitet. Dafür werden die Baubriefe auf ein Feld der Reihe gesetzt, in der das Schiff steht (oder gegen Abgabe von Machtkarten in eine beliebige Reihe). Die Baubriefe haben unterschiedliche Einflusswerte und sind demnach auch unterschiedlich teuer.
  4. Bonusaktion: Mit den passenden Machtkarten kann entweder ein weiterer Baubrief ein- oder versetzt werden bzw. Gold eingenommen werden.

Die Siegpunkte liegen in Form von farbigen Holzwürfeln vor den Spielern, die beim Bau in Elasund abgelegt werden dürfen. Dieses ist möglich auf Gebäuden, auf den Kirchenteilen und auf manchen Stadtmauerteilen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch beim Bau von Gebäuden am Hafen den einen oder anderen Siegpunkt zu ergattern gibt. Wer als Erstes seine zehn Siegpunkte in Elasund verbaut, gewinnt.

Fazit:

Das Material ist hochwertig, stabil und grafisch ansprechend. Auch der Spielplan ist übersichtlich gestaltet. Und dass die Richtungspfeile auf den großen Gebäuden fehlen, ist zu verschmerzen - diese baut man intuitiv richtig.

Die Spielregel ist umfangreich, aber übersichtlich illustriert und insgesamt sehr gut verständlich.

Der Spannungsbogen ist meist über die gesamte Spieldauer gleichmäßig hoch: zu Beginn gibt es einige Duelle, z. B. darum, als Erstes die Hafenplätze zu bebauen (wegen der Sondersiegpunkte) oder möglichst früh Stadtmauerteile zu bauen, solange sie noch billig sind, oder sich einfach nur lukrative Plätze für weitere Produktionsgebäude zu sichern. Dieses geht nahtlos über in die Phase, in der die Jagd auf die siegpunktträchtigen Gebäue beginnt. Einziges Manko: manchmal kann sich die Schlussphase etwas lang hinziehen. Insbesondere, wenn die Gebäude nicht gegen das Überbauen abgesichert werden (was durch die geschickte Platzierung von kleineren Gebäuden und Baubriefen durchaus möglich ist), wechselt gegen Ende oft die Führung, wenn sich alle auf den jeweils Führenden stürzen.

Unter einer Spieldauer von zwei Stunden geht das Spiel (zumindest in voller Besetzung) daher selten zu Ende - es kann auch schon mal etwas länger werden. Die Schachtelangabe von 60 Minuten ist jedenfalls illusorisch bzw. wird nur im Spiel zu zweit erreicht.

Es sind sowohl defensive Strategien möglich (eigene Gebäude werden mit anderen Gebäuden und mit Baubriefen vor dem Überbauen durch andere geschützt, Konzentration auf Kirchenbau) als auch agressive (Baubriefe werden vorwiegend mit dem Ziel platziert, andere Gebäude zu überbauen). Wie so oft führt auch hier meist die richtige Mischung zum Erfolg.

Elasund funktioniert unabhängig von der Spielerzahl sehr gut. Der Unterschied besteht hauptsächlich in der unterschiedlichen Größe der Stadt, damit auch bei weniger Mitspielern so bald wie möglich die Konflikte um die bevorzugten Bauplätze losgehen.

Wieviel "Siedler" steckt in Elasund? Einige Elemente finden sich natürlich wieder: es werden mit zwei Würfeln Rohstoffe ausgewürfelt (auch, wenn es hier nur zwei "Rohstoffe" gibt). Bei der "7" kommt der Räuber und man braucht 10 Siegpunkte, um zu gewinnen.

Trotzdem: das Spielgefühl ist ein ganz anderes. Allein das fehlende Handelselement reicht aus, um das Spielgefühl in eine ganz andere Richtung zu lenken. Trotzdem ist das Spiel interaktiv: die Möglichkeit, fremde Gebäude zu überbauen, oder Bauplätze zu blockieren gibt den Spielern eine Möglichkeit an die Hand, gezielt gegen die Mitstreiter vorzugehen. Es passiert äußerst selten, dass ein Spieler unbehelligt einen Start-Ziel-Sieg landen kann - bei "Siedler" kommt das häufiger vor. 

Elasund ist auch weniger glücksabhängig als "Die Siedler". Das Glückselement beim Würfeln wurde durch folgende Maßnahmen reduziert: in der Startaufstellung gibt es (zumindest bei der Vollbesetzung mit vier Spielern) keinen Wert, wo nur ein einzelner Spieler Einnahmen erzielt. Außerdem gibt es die Regel, dass das Schiff nicht zweimal hintereinander an der gleichen Anlegestelle landen darf. Wird zweimal nacheinander die gleiche Zahl gewürfelt, muss das Schiff zwei Felder weiter bewegt werden - eine prima Idee, um einzelne Reihen nicht zu stark im Ertrag werden zu lassen.

Daher empfehle ich auch durchaus denjenigen, die sich an der Catan-Serie satt gespielt haben, Elasund einmal auszuprobieren.

Ansonsten packe ich Elasund wegen der stärkeren Ausrichtung auf agressive Spielweise und der längeren Spieldauer tendenziell eher in die "Vielspieler"-Schublade als in die für "Familienspieler".

Tipp: Für mehr Abwechslung gibt es auf der Seite http://www.klausteuber.de/de/index.php?page=elasund_gebaeude.html&timezone=1 weitere Gebäude zum Herunterladen.

(Ralph Bruhn - 25.02.2006)

Kurzspiel- regel

In unserer Rubrik Kurzspielregeln stellen wir Euch Zusammenfassungen/Übersichten diverser Spiele im PDF-Format zur Verfügung. Einfach öffnen und ausdrucken:
Elasund - Die erste Stadt

Unsere
Wertung:

Spieler

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz
Ralph Bruhn

Roland Winner

Uta Hillen

Ulrich Fonrobert

Kommentar: Ein etwas anderes "Teuber-Spiel" mit viel Konkurrenz und manchmal richtig "fies" dem anderen gegenüber.
Rolf Braun

Kommentar: Nach anno 1503 und Candamir, die beide eher eine Mehrpersonen Patience waren ist Elasund wieder ein gutes Spiel in Siedlermanier mit Glück, Stategie, Bauen, leider ohne Handeln dafür aber mit umsomehr ärgern.
Kathrin Nos

Kommentar: Besonders zu zweit auch spannend!
Peter Nos

Michael Andersch

Nicole Biedinger

Udo Kalker

Kommentar: Auch wenn Siedler draufsteht, erinnert Elasund nur noch entfernt an das Siedler-Thema. Ein sehr gelungenes Spiel, das lediglich das Würfelglück aus seinen Vorgängern übernimmt.
Jochen Traub

Hans-Peter Stoll

Frank Gartner

Jost Schwider

Kommentar: Eher "Löwenherz" als "Siedler von Catan": Ein anspruchsvolles Brettspiel mit gewissem Ärgerfaktor. Leider kann es sich am Ende ziemlich ziehen...
Carsten Pinnow

Kommentar: Hoher Ärger-Faktor, deshalb gute 4 Punkte.
Rene Puttin

Kommentar: Und man kann doch mit dem Grundgerüst von Siedler ein wirklich neues Spiel machen.
Jörn Griesbach

Monika Harke

Silke Hüsges

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Elasund - Die erste Stadt


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Tom TRH Hoemske

Kommentar: Wieder ein schönes Teuber-Spiel, das mit den Baubriefen und dem Überbauen innovative Ärgerelemente enthält. Immer wieder gerne, auch wenn es etwas straffer sein könnte in der Spieldauer.

Sarah Kestering

Braz

Marco Stutzke

Patrick

Cyberian

Kommentar: Macht zu zweit auch sehr viel Spaß - für mich einer der Kandidaten zum SdJ!

xaverius

Kommentar: Beim "Einfluss" könnte auch eine 5 stehen, würde die "7" nicht immer von den falschen Spielern gewürfelt werden. ;-)

Andrea Hüsker

Kommentar: Beim Spiel zu dritt ist es ohne weiteres möglich einen Spieler zu benachteiligen. Außerdem ist für mich das Würfelglück zu hoch, um als gutes Spiel zu gelten.

Gabi Goldschmidt

Kommentar: Die zähe Endphase über 1 - 1,5 Stunden (nach einer Startphase von 1 Stunde) hat mir und meinen Mitspielern das Spiel verleidet. Am Ende nur noch "Mistzüge" zu machen, nur damit das Spiel endlich ein Ende findet,spricht nicht gerade für sich.

Thomas Kühnemann

Markus Beer

Dirk Piesker

Achim

Kommentar: Bestes Spiel seit den Siedlern. Der Glücksanteil hält sich in Grenzen. Dadurch steigt der gefühlte eigene Spielanteil. Viele Strategien sind möglich. Auch während des Spieles kann man noch gut auf Rückschläge reagieren. Zu den großen Gebäuden: Wir haben zu viert bewußt freie Hand gelassen beim Ausrichten dieser Gebäude. Wird dadurch unberechenbarer. Wir glauben die Pfeile fehlen absichtlich.

Alex D.

Kommentar: Nach dem grottenschlechten Megalangweiler Candamir endlich mal wieder ein gutes Teuber-Spiel. Auch wenn es mit Catan nicht viel zu tun hat.

Cornell

Kommentar: Gefällt mir viel besser als die Siedler. Bauen und abreissen sagt mir einfach mehr zu als Rohstoffe auszutauschen. Es bestehen auch mehr Möglichkeiten, clever zu taktieren und Strategien auszuhecken als bei den Siedlern. Nicht zuletzt wegen des geringeren Glücksanteils. Alles ist sehr gut austariert. Zum Glück sind nicht alle Brettspiele so gut, sonst herrschte in meiner Wohnung bald einmal Platzmangel.

Sabine

Kommentar: Es zieht sich ganz schön. Baut man am Anfang falsch, kommt man nicht mehr ins Spiel rein, sobald die Anfangsgebäude abgerissen wurden. Fehler werden nachhaltig "bestraft", schade.

Michael Schepers

Kommentar: Gerne wieder. Anfangs war ich nicht sehr begeistert. Hat sich im Laufe der Zeit aber geändert.

Sabine Giernoth

Kommentar: Tolles Spiel. Jedesmal anders. Hat bis jetzt jedem gefallen. Habt ihr schon mal versucht auf die Kirche zu spielen? Grüße, Binu

Lars Behrendsen

Kommentar: Die Zusatzbezeichnung "Abenteuer Catan" ist irreführend. Mit den Siedlern von Catan hat das Spiel kaum etwas gemeinsam. Gut geeignet für streitlustige Spielernaturen, besonders für zwei "Streithähne". Handel, so wie bei den Siedlern kommt gar nicht vor. Fazit: Ein schönes Spiel - wenn man nicht gerade ein siedlerähnliches Spiel erwartet.

Matthias Ermer

Kommentar: Für mich langweilig und zäh. Muss nicht unbedingt noch mal sein. OK, es gibt Schlimmeres, und das Material ist schön...

Ingo Martensen

Kirsten Martensen

Gabriele Petry

BlueYeti

Kommentar: Eins der Siedler-Ableger die qualitativ gut sind und überzeugen. Plastische Gebäude wären schön gewesen.

Kudde

OMI

Kommentar: Verständlich, wenn man nach einer Partie, die mit Regelerklärung durchaus 3-4 Stunden dauern kann, etwas entnervt das Spiel zur Seite legt. Ist aber ein Fehler! Dieses Spiel sollte man wahrlich erst nach einigen Partien bewerten - denn es ist ein Klasse Spiel! Haken: die Spieldauer kann auch nach einigen Spielen immer noch mehr als 3 Stunden betragen ...

Viktor Koch

Kommentar: Ein gutes Spiel, bei dem man auch richtig fies sein kann. Jedoch frag ich mich warum verd... nochmal ist kein Nordpfeil auf den großen Gebäuden? Dürfen die nun in alle Richtungen gebaut werden oder nicht? Deswegen "nur" eine 4 ansonsten 5.

Mullepuh

Kommentar: Schönes Spiel aus der der Siedler-Familie, vor allem wegen den vielen Möglichkeiten seine Gegner zu stören und zu behindern. Deshalb knappe 5 Punkte von mir.

rekath16

Kommentar: Najaaaaa ; hatte mir mehr davon erwartet!

Michael Thomas

Andreas D. Becker

Kommentar: Für einen Teuber ziemlich schwere Kost. Man muss es ertragen können, dass Gebäude abgerissen werden. Wen diese Destruktivität nicht stört, wird mit einem sehr guten Spiel belohnt - für das man gern auch viel Zeit am Spieltisch verbringt.

Mario Simons

Kommentar: Ich hatte heute zum ersten mal die Möglichkeit das Spiel zu spielen und war eher angenehm überrascht. Eigentlich spiele ich mitlerweile eher selten die "Siedler-Spiele" von Kosmos da der Nachfolger Hype mir auf den Keks geht. Das Spiel selbst ist eine gute Mischung aus Glück und Strategie. Ich bevorzuge aber trotzdem andere Titel. Kaufen werde ich es mir nicht.



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