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Spielziel/ Einleitung: | Das aktuelle Spiel aus der Catan-Saga entführt die Spieler in die Zeit, nachdem die ersten Siedler sesshaft geworden sind. Die stetig wachsende Bevölkerung erfordert eine zentrale Stelle für Handel und Verwaltung - der Bau von Elasund beginnt. Zwei bis vier Spieler versuchen nun, durch das Errichten von Gebäuden, Ausbau des Handels und der Stadtmauer sowie der Beteiligung am Kirchenbau als erstes 10 Siegpunkte zu sammeln und so Elasunds erfolgreichster Baumeister zu werden. |
Beschrei- bung: | Elasund ist zu Beginn des Spiels ein noch recht leeres Areal der Größe 10 x 9 Felder (bei vier Mitspielern, sonst etwas kleiner). Lediglich zwei Gebäude pro Spieler sind bereits errichtet, weitere Gebäude in verschiedenen Größen (von 1 x 1 bis 3 x 2 Felder) warten darauf, gebaut zu werden. Außerdem soll die Stadt mit einer Stadtmauer eingefasst und im Stadtzentrum eine Kirche gebaut werden. Eine lange Seite Elasunds liegt am Hafen, so dass ein Schiff zehn Anlegeplätze neben den Reihen hat (von 2 bis 12 nummeriert, die 7 fehlt) - man ahnt es schon: hier kommt der Siedler-Doppelwürfel zum Einsatz! Jetzt geht's los: Reihum führen die Spieler ihre Spielzüge aus, die aus bis zu 4 Aktionen bestehen: Die Siegpunkte liegen in Form von farbigen Holzwürfeln vor den Spielern, die beim Bau in Elasund abgelegt werden dürfen. Dieses ist möglich auf Gebäuden, auf den Kirchenteilen und auf manchen Stadtmauerteilen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch beim Bau von Gebäuden am Hafen den einen oder anderen Siegpunkt zu ergattern gibt. Wer als Erstes seine zehn Siegpunkte in Elasund verbaut, gewinnt. |
Fazit: | Das Material ist hochwertig, stabil und grafisch ansprechend. Auch der Spielplan ist übersichtlich gestaltet. Und dass die Richtungspfeile auf den großen Gebäuden fehlen, ist zu verschmerzen - diese baut man intuitiv richtig. Die Spielregel ist umfangreich, aber übersichtlich illustriert und insgesamt sehr gut verständlich. Der Spannungsbogen ist meist über die gesamte Spieldauer gleichmäßig hoch: zu Beginn gibt es einige Duelle, z. B. darum, als Erstes die Hafenplätze zu bebauen (wegen der Sondersiegpunkte) oder möglichst früh Stadtmauerteile zu bauen, solange sie noch billig sind, oder sich einfach nur lukrative Plätze für weitere Produktionsgebäude zu sichern. Dieses geht nahtlos über in die Phase, in der die Jagd auf die siegpunktträchtigen Gebäue beginnt. Einziges Manko: manchmal kann sich die Schlussphase etwas lang hinziehen. Insbesondere, wenn die Gebäude nicht gegen das Überbauen abgesichert werden (was durch die geschickte Platzierung von kleineren Gebäuden und Baubriefen durchaus möglich ist), wechselt gegen Ende oft die Führung, wenn sich alle auf den jeweils Führenden stürzen. Unter einer Spieldauer von zwei Stunden geht das Spiel (zumindest in voller Besetzung) daher selten zu Ende - es kann auch schon mal etwas länger werden. Die Schachtelangabe von 60 Minuten ist jedenfalls illusorisch bzw. wird nur im Spiel zu zweit erreicht. Es sind sowohl defensive Strategien möglich (eigene Gebäude werden mit anderen Gebäuden und mit Baubriefen vor dem Überbauen durch andere geschützt, Konzentration auf Kirchenbau) als auch agressive (Baubriefe werden vorwiegend mit dem Ziel platziert, andere Gebäude zu überbauen). Wie so oft führt auch hier meist die richtige Mischung zum Erfolg. Elasund funktioniert unabhängig von der Spielerzahl sehr gut. Der Unterschied besteht hauptsächlich in der unterschiedlichen Größe der Stadt, damit auch bei weniger Mitspielern so bald wie möglich die Konflikte um die bevorzugten Bauplätze losgehen. Trotzdem: das Spielgefühl ist ein ganz anderes. Allein das fehlende Handelselement reicht aus, um das Spielgefühl in eine ganz andere Richtung zu lenken. Trotzdem ist das Spiel interaktiv: die Möglichkeit, fremde Gebäude zu überbauen, oder Bauplätze zu blockieren gibt den Spielern eine Möglichkeit an die Hand, gezielt gegen die Mitstreiter vorzugehen. Es passiert äußerst selten, dass ein Spieler unbehelligt einen Start-Ziel-Sieg landen kann - bei "Siedler" kommt das häufiger vor. Elasund ist auch weniger glücksabhängig als "Die Siedler". Das Glückselement beim Würfeln wurde durch folgende Maßnahmen reduziert: in der Startaufstellung gibt es (zumindest bei der Vollbesetzung mit vier Spielern) keinen Wert, wo nur ein einzelner Spieler Einnahmen erzielt. Außerdem gibt es die Regel, dass das Schiff nicht zweimal hintereinander an der gleichen Anlegestelle landen darf. Wird zweimal nacheinander die gleiche Zahl gewürfelt, muss das Schiff zwei Felder weiter bewegt werden - eine prima Idee, um einzelne Reihen nicht zu stark im Ertrag werden zu lassen. Daher empfehle ich auch durchaus denjenigen, die sich an der Catan-Serie satt gespielt haben, Elasund einmal auszuprobieren. Ansonsten packe ich Elasund wegen der stärkeren Ausrichtung auf agressive Spielweise und der längeren Spieldauer tendenziell eher in die "Vielspieler"-Schublade als in die für "Familienspieler". Tipp: Für mehr Abwechslung gibt es auf der Seite http://www.klausteuber.de/de/index.php?page=elasund_gebaeude.html&timezone=1 weitere Gebäude zum Herunterladen. |
Kurzspiel- regel | In unserer Rubrik Kurzspielregeln stellen wir Euch Zusammenfassungen/Übersichten diverser Spiele im PDF-Format zur Verfügung. Einfach öffnen und ausdrucken: |
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