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Spielziel/ Einleitung: | Die Stadt Blue Moon City ist fast völlig zerstört. Zwei bis vier Spieler übernehmen die Koordination von Bautrupps, die aus Charakteren der acht verschiedenen auf Blue Moon beheimateten Völker zusammengestellt werden. Durch die Beteiligung am Wiederaufbau der einzelnen Gebäude gilt es, Kristallstücke zu ergattern. Wer als erster genügend dieser Kristallstücke gesammelt und dem Gott Blue Moon geopfert hat, gewinnt das Spiel. Die Völker Blue Moons entsprechen incl. der Grafik dem Blue-Moon-Kartenspiel - das war's aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten... |
Beschrei- bung: | Jeder Spieler führt einen Bautrupp, der aus Charakterkarten der acht in Blue Moon City lebenden Völker besteht. Die Charaktere - anhand ihrer Farbe den Völkern zugeordnet - haben einen Wert von 1-3, der beim Bau eines Gebäudes eingesetzt werden kann. Außerdem haben die meisten eine nützliche Zusatzfähigkeit, die allerdings um so geringer ausgeprägt ist, je höher der Grundwert der Karte ist. Bei Benutzung der Karte darf aber nur entweder der Wert oder die Zusatzfähigkeit genutzt werden. Soweit der Überblick, jetzt zum konkreten Spielablauf: Zu Beginn des Spiels ist lediglich der zentrale Marktplatz mit seinem Obelisken schon wieder hergerichtet. Von hier aus starten die Spieler mit ihren Bautrupp-Spielfiguren. Um den Marktplatz herum werden die übrigen Gebäude im Planungszustand ausgelegt. Reihum führen die Spieler nun ihre Züge aus, die jeweils aus drei Phasen bestehen: Zwei Details seien hier noch erwähnt: Das Spiel endet in Abhängigkeit von der Teilnehmerzahl dann, wenn der erste Spieler eine bestimmte Anzahl von Opfern erbracht hat - z.B. vier bei vier Spielern. Dieser Spieler hat das Spiel gewonnen. |
Fazit: | Grafik und Material sind ausgesprochen gelungen und ansehnlich. Die Gestaltung der Charaktere auf den Karten ist aus dem Blue-Moon-Kartenspiel übernommen. Auch für die Gebäude haben sich die Grafiker viel Mühe gegeben und sogar noch für jedes Gebäude eine eigene - für das Spiel nicht relevante - Hintergrundgeschichte erdacht. Hier enden übrigens auch schon die Gemeinsamkeiten mit dem Blue-Moon-Kartenspiel. So schön die Hintergrundgeschichte auch ausgedacht ist und so interessant die Charaktere gezeichnet sind - das beabsichtigte Spielgefühl (also der Wiederaufbau einer Stadt) will sich beim Spielen nicht so recht einstellen. Das liegt vielleicht daran, dass es sich grundsätzlich um ein Mehrheiten- und nicht um ein Aufbauspiel handelt. Bei diesem geht es allerdings weniger darum, möglichst viele Wertungen zu gewinnen, als vielmehr, bei vielen Wertungen beteiligt zu sein. Da hätte es sicherlich andere Themen gegeben, die besser zum Spiel gepasst hätten. Dennoch greifen die verwendeten Mechanismen sehr schön ineinander und das Spiel macht viel Spaß. Das Kartenglück ist vorhanden, wird aber durch den relativ hohen Durchsatz und die Möglichkeit, pro Zug bis zu zwei Karten auszutauschen, gering gehalten. Man kann durch gezieltes Sparen bestimmter Kartenkombinationen überraschende Zwischenspurts einlegen - dafür fehlen einem diese Karten vielleicht bei anderen Wertungen. Es entstehen kaum Wartezeiten, weil man die Zeit während der Züge der Mitspieler schon zur Vorausplanung der eigenen Züge nutzen kann. So ist die angegebene Spieldauer von 60 Minuten für geübte Spieler durchaus realistisch. Das Spiel funktioniert mit allen Teilnehmerzahlen, wobei mir das Spiel zu dritt oder viert wegen der höheren Dynamik noch besser gefällt. Zusammenfassend bin ich geneigt zu sagen "ein typischer Knizia": ein Spiel mit abstrakten Mechanismen, vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Materials, mehreren Wegen, die zum Ziel führen - und mit ziemlich austauschbarem Thema. Ein gelungener Kiniza allerdings: Das Spiel ist absolut familientauglich, bietet aber auch dem ambitionierteren Spieler taktische Möglichkeiten. Den Strategen bietet sich hier allerdings kein ausreichendes Betätigungsfeld, dazu ist dann doch der Einfluss der Karten zu hoch. (Ralph Bruhn - 07.06.2006) |
Regel- korrektur: | Regelergänzung zum toten Ende aus Mangel an Kristallen: Sollte die Stadt komplett wieder aufgebaut sein und dennoch kein Spieler genügend Kristalle besitzen, um das Spiel zu beenden, gilt folgendes: Alle Spieler müssen in Zugreihenfolge so schnell wie möglich zum Obelisken ziehen und ihre Kristalle spenden. Wer nun am meisten Siegpunkte errungen hat, gewinnt das Spiel. Bei Gleichstand entscheidet die Menge an Restkristallen. Ist auch diese gleich, endet das Spiel unentschieden zwischen diesen Spielern. |
Kurzspiel- regel | In unserer Rubrik Kurzspielregeln stellen wir Euch Zusammenfassungen/Übersichten diverser Spiele im PDF-Format zur Verfügung. Einfach öffnen und ausdrucken: |
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