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Spielziel/ Einleitung: | Guatemala ist neben Textilien vor allem für seinen Kaffee bekannt. Dieses Hintergrunds nahm sich das Autorenpärchen Inka und Markus Brand an, um ein Spiel zu kreieren, das sich um das Verschiffen und den Anbau der koffeinhaltigen Leckerei dreht. Die Spieler versuchen ihre Plantagen strategisch günstig zu platzieren und zu erweitern und - wenn möglich - mit dem Hafen zu verbinden, um so die meisten Siegpunkte zu bekommen. |
Beschrei- bung: | Das Spiel besteht aus zwei verschiedenen Spielplänen, die jeweils beidseitig bedruckt sind: Dem Anbaugebietsplan (auf diesem werden die Lagerhütten, Arbeiterinnen und Schiffe, später auch die Wege verteilt) und dem Plantagenplan (dort werden die erworbenen Teile dann eingesetzt). Wer am Zug ist, hat zwei Möglichkeiten: Vor jeder Punktevergabe haben reihum alle Spieler die Möglichkeit, diese Wertung durch Abgabe eines entsprechendfarbigen Kaffeesackes zu blockieren und somit die Punktvergabe zu verhindern. Unabhängig vom Ausgang einer Wertung erhält der Spieler einen festen Geldbetrag. Dies ist die einzige Möglichkeit, in diesem Spiel an Geld zu kommen. Abgelegte Kaffeesäcke (aus Wertungen) werden auf der Siegpunktleiste abgelegt, und zwar beginnend vom letzten Feld. Das Spielende tritt ein, sobald ein Spieler auf der Siegpunktleiste die Felder der Kaffeesäcke erreicht oder überquert. |
Fazit: | Der Einstieg zum Kaffeeanbauen gestaltet sich als wenig problematisch: Einkäufer weitersetzen, Teile nehmen, einsetzen und bezahlen. Ab und zu eine Wertung auslösen, um Punkte und vor allem Geld zu bekommen. Das gestaltet sich äußerst flüssig und macht immensen Spaß. Die Spielregel ist zwar lückenlos, allerdings wenig bebildert und somit ziemlich nüchtern. Taktisch gesehen bietet es sich an, Lagerhütten von den Farben zu errichten, von denen man selbst viele Kaffeesäcke besitzt, denn dadurch kann man die Wertungen recht gut beeinflussen und geht sicher, dass diese seltener von Mitspielern blockiert werden können. Bewährt hat sich das „Schmarotzen“, also das Errichten einer gleichfarbigen Lagerhütte am Weg eines Gegenspielers. Dadurch forciert man die Wertung in dieser Farbe und die Erfolgschancen sind recht hoch, da mindestens zwei Spieler das gleiche Interesse verfolgen. Mit einer „Monopolstellung“ kommt man nur zum Erfolg, wenn die anderen Spieler unachtsam sind und dies zulassen. War die ursprüngliche Version (hier unter Regelvariante beschrieben) wirklich so viel glücksabhängiger? Sicher, ein wenig, aber diese Leichtigkeit würde dem Charakter des Spieles viel eher gerecht. |
Regel- variante | Hierzu zitiere ich die beiden Autoren: "Wenn ihr Guatemala Café einmal in der ursprünglichen "Hippodice"-Version spielen wollt, dann geht das wie folgt: Alle Kaffeesäcke kommen in den Beutel. Die Wertungsfelder werden zufällig belegt. Kommt es zu einer Wertung, wird immer ein neuer Sack aus dem Beutel nachgezogen. Blockieren ist nicht mehr möglich. Sobald ein Spieler mit seinem Siegpunktmarker die abgelegten Kaffeesäcke erreicht, endet das Spiel und es kommt zur Schlusswertung. Hier werden noch einmal alle Kaffeesorten, die insgesamt am wenigsten gewertet wurden, einfach (d. h. ohne Schiffswertung) gewertet und die entsprechenden Plantagen erhalten Punkte. (Beispiel: Braun, rot und schwarz wurden je viermal gewertet. Weiß und beige nur zweimal. Alle weißen und beigen Plantagen erhalten nochmals einfache Punkte.)" |
Kurzspiel- regel | In unserer Rubrik Kurzspielregeln stellen wir Euch Zusammenfassungen/Übersichten diverser Spiele im PDF-Format zur Verfügung. Einfach öffnen und ausdrucken: |
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