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Kritik: |
HALLI GALLI auf dem Fischmarkt Live-Ausschnitt aus einer Runde mit FANGFRISCH: Spieler D: „Heeeeute friiiisch im Angebot, für zehn Euro: Drei Aale. Niemand schlägt zu? Dann lege ich noch zwei Sharkies drauf! Für zehn Euro! Und jetzt noch zwei Flundis......" – pling! Verkauft an Spielerin C: Drei Karten wechseln den Besitzer und bringen dem Versteigerer drei Euro als Provision ein. Der Festpreis von zehn Euro kommt in die Bank. Spielerin C: „Mist, die Aale und die Sharkies kann ich ja gut brauchen. Auf noch eine lukrative Karte zu spekulieren, war aber für den Eimer. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Flundis wandern mangels Platz in den Mülleimer." Spieler E: „Dafür bin ich jetzt dran mit Versteigern. Aber erst darf ich verkaufen: Neun Lobster bringen mir 25 Euro und bei Spieler F verfault die Karte mit drei Lobstern, weil sie in einer Holzkiste und nicht im Eisfach liegen. Mal schauen, was der Kartenstapel an Angebot hergibt. Moin, moin, heute für zehn Euro: Zwei Tintenfische als Eröffnungsangebot. Ist das nichts? Immerhin sind dies die Joker! Na gut, dann lege ich noch einen Krebs obendrauf. Und als nächstes einen Sharky, alles für zehn Euro. Und jetzt schlägt doch bestimmt jemand zu, denn hier kommt ein … Dosenfisch....." – pling! Von der reinen Rechnerei her ist FANGFRISCH ein einfaches Wirtschaftsspiel: Bei jedem Angebot könnte man genau ausrechnen, wie viel Gewinn es bringt. Wenn, ja wenn es nicht auch um Geschwindigkeit ginge: Wer zuerst auf die Glocke haut, hat eingekauft. Und wer zu lange rechnet, muss sofort wieder neu losrechnen, denn das Gebot wird ständig erweitert, solange niemand zuschlägt. Die Provision von einem Euro pro Karte für den Versteigerer sorgt dafür, dass dieser gerne das Angebot wachsen lässt. Da ihm die Aufgabe des Marktschreiers zukommt, der die Ware ausrufen und anpreisen muss, kommt ein ordentliches, aber nicht zu halsbrecherisches Tempo ins Spiel. Dank dieses ungewöhnlichen Versteigerungsprinzips kommt also Hektik auf. Man möchte natürlich so viel wie nur irgend möglich ersteigern. Wer noch gar nicht zum Zuge kam, will sich nicht schon wieder das Angebot vor der Nase wegkaufen lassen. Und wo Tintenfische als Joker und vielleicht ein Fischdieb winken – der bei einem Mitspieler eine Karte klauen darf – wird auch mal vorschnell geklingelt. Da haben Grübler keine Chance. Und das ist gut so. Manch einer hat seine Partie FANGFRISCH mit weniger als dem eingebrachten Startkapital beendet. Die Spieldauer ist knackig kurz, so dass der Reiz dieser Versteigerung bis zum Schluss trägt. Und so kam FANGFRISCH trotz diverser Unberechenbarkeiten wie dem Fischdieb in allen Testrunden recht gut an. Selbst in eingefleischten Spielrunden wurde häufig nach einer weiteren Partie verlangt. Das will was heißen: Unter den Nürnberger Neuheiten von 2007 entpuppt sich FANGFRISCH damit zu einer unerwarteten Überraschung. |
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