Fairplay-Kritik:

Spiel

Gipsy King

Spielerzahl

2-5

Alter

ab 8 Jahren

Dauer

30 Minuten

Autor

Corné van Moorsel

Verlag

Cwali (Web)

Jahrgang

2007

Wertung

H@LL:


4.3

Besucher:


3.9


Kritik:

Erschienen in Fairplay 82 (Januar bis März 2008)

Wann gab es schon mal ein Spiel rund um fahrendes Volk? Weder Luding noch Boardgamegeek spucken auf geeignete Suchbegriffe ein anderes Ergebnis als GIPSY KING aus. Autor Corné van Moorsel hat damit ein unverbrauchtes Thema besetzt.

Der Spielplan wird aus 15 Teilen zusammengesetzt, die wiederum aus drei oder vier Sechseckfeldern bestehen. Je eines dieser Felder ist ein Wasserfeld. In geeigneter Nachbarschaft fügen sich letztere zu Seen zusammen. Lustig quer über den Plan lassen sich nun die Spieler als Familien des fahrenden Volkes nieder. Die Reihenfolge bestimmt sich aus den Zahlen auf den Wasserfeldern. Erst werden alle Felder rund um Wasserfeld 1 besetzt, dann geht es weiter zur 2 und so fort. Ziel ist es, Familienmitglieder in möglichst großen zusammenhängenden Gruppen zu platzieren. Je größer eine Gruppe wird, desto höher ihre Punkte-Ausbeute. Nachdem alle Plätze besetzt sind, wird gewertet und abgeräumt, und der zweite Durchgang beginnt. In diesem werden nun die Seen erneut, jedoch in umgekehrter Reihenfolge besetzt, also beginnend mit Wasserfeld Nr. 15.

Der Clou: Zwar besetzt man in Spieler-Reihenfolge je ein Feld, allerdings ist diese Reihenfolge variabel. Wem das aktuelle Platzangebot nicht behagt, lässt höflich dem Nächsten den Vortritt. Wer zuschlägt, wandert ans Ende der Reihenfolge. Wer verzichtet, hat dafür beim nächsten Wasserfeld zuerst die Wahl. Kann sich niemand entscheiden, so kann der aktuell Letzte das Angebot nicht ablehnen und besetzt alle verbleibenden Felder dieses Wasserfeldes.

Weshalb sollte man Höflichkeit walten lassen? Von Anfang an ist klar, welches Wasserfeld wann an der Reihe ist. Wer beim nächsten Wasser bereits auf ein ganz bestimmtes Feld für eine gelungene Familienzusammenführung lauert, kann den Verlust eines mageren Einzelplatzes verkraften. Passen kann sehr lukrativ sein. Eine genaue Beobachtung und Einschätzung der Lage ist unabdingbar. Wann muss ein Mitspieler an der Besetzung bestimmter Felder gehindert werden? Welches Feld benötigt man selbst dringend? Punkte anderer Spieler verhindern und sich selbst opfern? Dadurch aber vielleicht zum Königsmacher werden? Oder lieber egoistisch spielen?

Das Spielgefühl variiert mit unterschiedlicher Spielerzahl. Zu zweit ist es am berechenbarsten. Zu dritt kann es am ehesten zu Konstellationen mit einem lachenden Dritten kommen. Mit mehr Spielern wird es voller auf dem Plan, und die entstehenden Gruppen werden kleiner. Insgesamt bietet GIPSY KING durch seinen leichten Einstieg kurzweiliges Spielvergnügen.

(Kathrin Nos - 16.02.2008)


Kurzspiel- regel

In unserer Rubrik Kurzspielregeln stellen wir Euch Zusammenfassungen/Übersichten diverser Spiele im PDF-Format zur Verfügung. Einfach öffnen und ausdrucken:
Gipsy King

Unsere
Wertung:

Spieler

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz
Kathrin Nos

Roland Winner

Carsten Pinnow

Kommentar: "Titicaca light", aber besser. Hohe Langzeitmotivation.
Rolf Braun

Kommentar: Mal wieder ein gutes schönes solides Cwali Spiel. Ein bischen abstrakt, aber nicht so trocken wie es aussieht. 5-
Uta Hillen

Barbara Winner

Clemens Schollenberger

Michael Schlepphorst

Kommentar: Ein Spiel welches (meine) Spielewelt nicht braucht ...
Bernd Eisenstein

Kommentar: Das Ändern der Spielreihenfolge ist recht nervig, aber sonst ein schönes, lockeres Spiel. Mit dem Thema nimmt sich der Holländer selbst auf die Schippe.
Michael te Uhle

Jochen Traub

Kommentar: Titikaka Lite. Keine Innovativen Neuheiten.
Peter Nos

Sandra Lemberger

Nicole Biedinger

Silke Hüsges

Frank Gartner

Kommentar: Kurzweilig und spannend. Eine saubere Reduzierung des Spiels Titicaca!
Udo Kalker

Kommentar: Zuweilen hängt man ein bisschen von der Sitzposition und der Aufmerksamkeit seiner Mitspieler ab. Insgesamt aber sehr gelungen.

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Gipsy King




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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz

Björn Kalies

Kommentar: Mit Tendenz zur 6! Ähnlich einfach wie genial wie "Packeis am Pol!"

Jörn Frenzel

Humphrey Clerx

Ernst-Jürgen Ridder

Kommentar: Auch wenn der Autor den Vergleich mit Titicaca nicht mag, es ist ein wenig innovativer Neuaufguss, der mir in Essen schlicht nicht gefallen hat.

Grzegorz Kobiela

Kommentar: Absolut langweilig. :(

Michael S.

Oliver Lach



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