Black Box+ ist Schiffe versenken für Pazifisten. Ein Spieler versteckt geheim Atome auf einem Spielplan. Der andere versucht durch geschicktes Raten und Kombinieren die Positionen zu ermitteln. Dafür sendet er Strahlen in das Spielfeld. Nach genauen Ablenkregeln ermittelt und verrät der Rätselsteller den Austrittspunkt des Strahls. Auf einem quadratischen Raster gibt es dieses Spiel schon seit einigen Jahren unter dem Namen Black Box. Das + steht für die Rückseite, die jetzt zusätzlich ein Sechseckraster enthält. Ein Büchlein mit Rätseln zum Solitärknobeln vervollständigt das Spiel. Das Foto schildert einen untypisch leichten und kurzen Spielablauf:
Rätselfans bereiten diese Knobelaufgaben viel Freude. Wahrscheinlich ist die Solitärversion dabei noch interessanter als die Zweipersonenvariante. Hier sind einige wenige Strahlengänge vorgegeben und mit dem Wissen, das dadurch die Molekülstruktur eindeutig ableitbar ist, gilt es, die Lage der Atome zu bestimmen.
Die Sechseckrätsel sind nicht unbedingt schwieriger, aber angenehm anders zu lösen. Da das Hex-Gitter größer ist, lassen sich auf ihm sogar Rätsel mit bis zu sechs Atomen konstruieren. Als Nebeneffekt ist es aber leichter möglich, unlösbare Rätsel zu stellen, bei denen ein Atom von Strahlen erreicht werden kann und seinen Ort nicht preisgibt.
In beiden Varianten wird die Grundidee der Spektroskopie spielerisch vereinfacht simuliert. Die Betrachtung der für Streuprozesse wesentlichen quantenmechanischen Effekte wird vielleicht in einem zukünftigen Black Box++ erfolgen.
(Peter Nos - 16.07.2008)