Spiel

Ubongo extrem

Spielerzahl

2-4

Alter

ab 8 Jahren

Autor

Grzegorz Rejchtman

Verlag

Kosmos (Web)

Jahrgang

2007

Wertung

H@LL:


4.6

Besucher:


5


Kompakt- Kritik:

Ubongo ist erfolgreich. Nachdem in Nürnberg 2007 bereits eine auf die Puzzelei reduzierte Mini-Version vorgestellt wurde, gehen wir nun ins Extreme. Hierzu wurde die Grundfläche der Puzzle-Teile variiert. Erinnert das Ur-Ubongo durch die aus Quadraten zusammengesetzten Teile noch entfernt an Tetris, so kommen nun Sechsecke zum Zuge. Wie gehabt gibt es Aufgaben in zwei Schwierigkeitsgraden mit drei bzw. vier Puzzle-Teilen.

In neun Runden wird um die Wette gespielt. Zunächst wird jedem Spieler ein Set an Puzzle-Teilen zugelost. Anders als im quadratischen Ubongo unterscheiden sich diese Sets, denn durch die aus Sechsecken bestehende Grundform gibt es mehr mögliche Kombinationen. Jedes Puzzle kann mit jedem Set gelöst werden. Letztendlich bringt dies mehr Abwechslung ins Spiel. Laut Regel soll man zu Beginn jeder Runde die Farbe auslosen. Wer es gerechter möchte, kann etwa alle drei Runden die Farbe wechseln. Wer noch weiter gehen mag, gibt dann die zuvor selbst mit dieser Farbe gelösten Aufgaben weiter. Hier sollte man die Regeln nach eigenem Geschmack auslegen - dem Spielspaß tut dies keinen Abbruch!

 Ach so, die Wertung. Eigentlich ist diese mehr ein Statist, um die ganze Puzzelei in einen geeigneten Rahmen zu bringen. Wieder - wie beim Vorgänger Ubongo - geht es um Edelsteine. Diese bringen jedoch am Spielende einen festen Punktewert ein. Die Summe der erspielten Punkte entscheidet über den Sieg. Wer sein Puzzle zuerst beendet, erhält einen Stein für 3 Punkte. Der zweite Fertigpuzzler erhält noch einen Punkt. Jeder, der sein Puzzle innerhalb der Sanduhrlaufzeit beenden kann, darf noch zufällig einen Stein ziehen. Zwischen einem und vier Punkten sind hier drin. Dadurch kommt ein tüchtiges Glückselement ins Spiel.

Ubongo Extrem ist tatsächlich "extremer" als sein Vorgänger. Die Nagelprobe bestand darin, nach einigen Partien mit Sechsecken mal wieder das quadratische Mutterspiel auszupacken. Dieser Vergleich zeigte, dass die Sechseck-Variante tatsächlich kniffliger ist. Nicht umsonst sieht die Regel vor, im Zweifelsfall (= keiner hat's geschafft) eine zweite Sanduhrlänge an Zeit zu geben. Der Wettbewerb um die Edelsteine wurde auf ein reines Ziehen beschränkt - auch dies wohl ein Zugeständnis an den höheren Schwierigkeitsgrad.

Umso mehr schlägt jedoch unterschiedliches Können zu Buche. Manche kommen mit den Puzzles deutlich besser zurecht als andere. Wer schnell fertig ist, muss die ganze Sanduhrlänge abwarten. Oder man vertreibt sich die Zeit und löst noch die Aufgabe auf der Rückseite. Besser ist es, sich Gegner mit gleichwertigem Können zu suchen.

Der vielleicht vermutete nächste Schritt zu Achtecken wird leider an der Tatsache scheitern, dass diese keine Raumausfüllung zulassen. Aber dass sich doch immer wieder neue Variationen finden lassen, haben andere Spielefamilien in Catan oder Carcassonne bereits vorgeführt. Wer weiss also, was uns frei nach dem Motto "never change a running system" als Nächstes erwartet.

(Kathrin Nos - 02.03.2008)

Unsere
Wertung:

Spieler

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz
Kathrin Nos

Roland Winner

Kommentar: wirklich extrem schwer
Peter Nos

Udo Kalker

Kommentar: Wie auch schon das Ursprungsspiel ist auch die Sechseckversion gut gelungen. Echt vertrackt, daß die Teile so überhaupt nicht passen wollen... ;-)
Sandra Lemberger

Kommentar: Mir gefällt der Glücksfaktor mit dem Ziehen der Steine nicht so gut. Im Vordergrund sollte ja doch die Geschwindigkeit beim Wettpuzzeln stehen. Allerdings bietet diese Variante bei ungleich starken Partnern wiederum einen kleinen Ausgleich zwischen den Kontrahenten.
Katrin Husmann

Claudia Schollenberger

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Ubongo extrem




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Peter Steinert

Kommentar: Ich halte die neue Edelstein-Wertung für eine Verbesserung. Der Plan des Ursprungsspiel war unnötig "wurschtelig" und gaukelte ohnehin nur taktische Möglichkeiten vor, für die bei einem Hektik-Spiel gar keine Zeit ist. Statistisch gewinnt auch bei Ubongo extrem meist der bessere "Puzzler", weil er seine Chancen für viele Punkte verbessert. Das ist (zum Glück!) keine Garantie für einen Sieg, aber wen juckt's? Das geniale "Herzstück" des Spiels bleibt unangetastet und baut im Niveau sehr gut auf dem Vorgänger auf. Klare Kaufempfehlung!

Oliver S.



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