Spiel

Finito!

Spielerzahl

2-4

Alter

ab 8 Jahren

Autor

Hartmut Kommerell

Verlag

Schmidt Spiele (Web)

Jahrgang

2008

Wertung

H@LL:


4

Besucher:


4.5


Spielziel/ Einleitung:

Bei Finito ist das Spielziel ganz easy: Zwölf Zahlenchips sind in die richtige Reihenfolge zu bringen!

Beschrei- bung:

36 Felder sind auf dem Ablageplan für jeden Spieler abgebildet. Sie zeigen die Zahlen zwischen 1 und 20. Auf diese Felder werden zunächst die Zahlenchips eingesetzt, drei der Chips hat jeder Spieler offen zur Auswahl. Ein zwanzigseitiger Würfel bestimmt, wohin der nächste Chip kommt. Alle Spieler müssen nun einen ihrer Chips auf dieses ausgewürfelte Feld setzen. Ist dieses besetzt, wählt man einfach aus den nächsten freien Nachbarfeldern aus. Die Zahlen von 3 bis 18 kommen jeweils doppelt vor - hier darf man sich zwischen diesen beiden Feldern entscheiden.

Sind alle zwölf Chips eingesetzt, beginnt das Umsetzen. Dazu wird zwar weiterhin ein Chip auf die gewürfelte Zahl gesetzt. Man darf sich aber nun aussuchen, welchen Chip man dafür vorher vom Tableau nimmt. Wer die Zahlenchips zuerst aufsteigend sortiert hat, gewinnt das Spiel.

Fazit:

Für jeden Spieler ein eigener Ablageplan mit Zahlen, die noch dazu zufällig bestimmt werden: Wer denkt da nicht an Bingo? Ganz intuitiv ist das Material nicht. Denn auf den Chips sind die Zahlen bis 12 abgebildet, während die Tableaufelder bis 20 nummeriert sind. Unwillkürlich legt schonmal jemand den Chip mit der 12 auf das Tableaufeld mit derselben Zahl. Dass das nicht so klug ist, leuchtet spätestens bei einer gewürfelten 13 ein...

Finito! gehört zur neuen Reihe "Easy Play" von Schmidt Spiele. Die Idee dieser Reihe: Spiele kompakt in Preis und Regelwerk sollen den Manchmalundblossnichtzukompliziert-Spieler ansprechen. Diese Zielgruppe wird durchaus ordentlich mit Finito! bedient. Mit dem Versprechen der leichten Regel und kurzen Spieldauer konnte ich einige Testspieler locken, die für andere Spiele abgewunken hätten. Wiederholungspartien wurden gerne verlangt. Jeder braucht zum Spielende hin meist nur eine bestimmte Würfelzahl für den letzten Zug und damit zum Sieg. Fast hätte es doch geklappt... Dieses Gefühl des Beinahe-Gewonnen-Habens ist Garant für einen ordentlichen Nochmal-Faktor!

Für den Vielspieler gelten da andere Maßstäbe. Nicht an Bingo denkt dieser übrigens, eher an Racko. Interaktion findet nicht statt, es ist eine reine Optimierungsaufgabe. Wer benötigt die wenigsten Züge? Der Glücksfaktor spielt an zwei Stellen mit. Zunächst natürlich direkt über das Auswürfeln der Felder. Wer außerdem bei einer gewürfelten 20 nur kleine Zahlenchips einsetzen darf, ärgert sich über das Glück beim zufälligen Aufdecken der Chips. Die Ausgangsvoraussetzungen der Spieler sind damit unterschiedlich, auch wenn die gewürfelten Zahlen für alle gelten. Um in einer kritischen Spielerrunde zu bestehen - dafür ist Finito! nicht gut genug.

Laut Spielregel muss übrigens "Finito!" rufen, wer die Sortierung vollendet hat. Jetzt habe ich auch gelernt, wozu eine solche Regel dient. Im Spiel benötigte eine 9jährige für das Spielziel genau einen Würfelwurf mehr als ihr Vater. Doch noch vor ihm rief sie regelkonform "Finito!" - und fühlte sich als Siegerin! Ganz schön easy, was?!

(Kathrin Nos - 24.04.2008)

Unsere
Wertung:

Spieler

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz
Kathrin Nos

Kommentar: Spielreiz für Partien mit der Zielgruppe von Wenigspielern. Für Vielspieler liegt der Spielreiz eher bei 2-3.
Rolf Braun

Kommentar: Hier spielt zwar jeder für sich, aber das störte bei Würfel-Bingo oder Take-it-Easy auch nicht den Spielreiz. Ein bischen Racko und ein bischen besser.
Udo Kalker

Kommentar: Flotte Spielkost für zwischendurch. Schnell erklärt, schnell und einfach gespielt.
Carsten Pinnow

Sandra Lemberger

Michael Andersch

Kommentar: Aus Vielspielersicht: Netter 10min Absacker, aber auch wirklich nicht mehr. Brauche ich nicht so häufig... Aus Wenigspielersicht: Einfache Regeln, kurze Dauer, Spannungsmomente durchaus vorhanden, alle jederzeit am Geschehen beteiligt. Kann man sicherlich mal wieder machen!
Jost Schwider

Kommentar: Das deutlich bessere Racko mit Würfelbingo-Feeling; Kurz und knackig - gefällt! ;o)
Ralph Bruhn

Bernd Eisenstein

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Marco Stutzke

Martin (Maddin) Ballhorn

Kommentar: Tipp: immer mehrere Runden spielen und die Punkte-Wertung benutzen. Dann wird's taktischer und spannender!

Björn Kalies

Kommentar: Verlagsziel voll erfüllt - einfacheste Regeln und trotzdem viel Spielspaß! Ich besitze schon 2 Ausgaben um mit mehr als 4 Spielern gleichzeitig spielen zukönnen und natürlich wird immer einer Serie gespielt - dadurch wird das Spiel noch spannender.

Dieter Niehoff

Kommentar: Ein ganz feines Spiel. Für mich der legitime Nachfolger von "Würfel-Bingo" (aus 2007). Gehört für mich in die Oberklasse der Leichtkostspiele (Racko, Phase 10, Take It Easy u.a m.). Wird auf die Auswahlliste zum "Spiel des Jahres" kommen. Wetten!

Peter Steinert

Kommentar: Dem ersten Teil meines Vorredners stimme ich zu. FINITO ist ein nettes Spielchen und schnörkellose Gelegenheitsspieler-Unterhaltung für zwischendurch. Da es eine recht inflationäre "Auswahlliste" jedoch nicht mehr gibt, sehe keinen wirklichen Grund, warum dieses noch nicht einmal optisch überdurchschnittliche Spiel auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres landen sollte ;-)

A.Schomann

Kommentar: Da spielt die ganze Familie mit!!!

Iglika Hristova

Matthias Ermer

Kommentar: Mir persönlich hat Würfel-Bingo auch besser gefallen, aber das Spiel ist schon OK für`s An-/Runterkommen. Find`s in mehreren Runden ebenfalls besser, frage mich aber, warum ich zuletzt so baden gehe...

Tom Hoemske

Kommentar: Lockerer Auftakt oder Absacker. Macht wirklich Spaß, vor allem auch mit Wenigspielern. Stimme U. Bartsch voll zu: Reizvoll!

Andreas D. Becker

Kommentar: Es muss nicht immer Haute Cuisine sein, manchmal ist solide Hausmannskost ohne große Schnörkel auch schön - so wie Finito am Ende eines langen Spieleabends.

Tom Hilgert

Kommentar: Verstehe immer noch nicht was daran toll sein soll

Dirk Grundmann

Kommentar: Erstaunlich pfiffig!



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