Spiel

Auf den Spuren von Marco Polo

Spielerzahl

2-5

Alter

ab 8 Jahren

Dauer

45 Minuten

Autor

Dr. Reiner Knizia

Verlag

Ravensburger (Web)

Preis

ca. 21 Euro

Jahrgang

2004

Wertung

H@LL:


3.4

Besucher:


4.1


Spielziel/ Einleitung:

Ausgehend von der Stadt Hormus reisen die Spieler in Karawanen zunächst in die Stadt Kantshou und schliesslich zum Ziel Daidu. In beiden Städten können Handelswaren gegen Gold eingetauscht werden, wobei die schnellsten Spieler den höchsten Gewinn machen. Der Besitz des meisten Goldes entscheidet über den Gewinn des Spiels.

Beschrei- bung:

Der Weg nach Daidu über das Etappenziel Kantshou besteht aus einer Anzahl an Schritten, für die man jeweils Karten abgeben muss. Dazu stehen einerseits Karawanenführer und andererseits vier verschiedene Waren zur Verfügung, jeweils in fünf Farben. Um mit der eigenen Karawane weiterziehen zu können, muss man die auf dem nächsten freien Feld abgebildete Kartenkombination abgeben. Dafür kommen folgende Forderungen vor:
  • Gleiche Waren
  • Gleiche Farben
  • Ein oder zwei Karawanenführer
  • Alle vier verschiedenen Waren
  • Alle fünf Farben
Kann man eine solche Forderung erfüllen, darf man seine Kamel-Spielfigur weiterziehen. Dabei werden alle direkt vor einem stehenden Kamele von Mitspielern übersprungen - ohne die Forderung der besetzten Felder erfüllen zu müssen. Liegt auf dem Zielfeld eine Goldkiste, so darf man diese sofort nehmen. Einmal während des eigenen Zuges darf man auch ein Gold abgeben, um vorziehen zu dürfen, ohne Karten abgeben zu müssen - allerdings darf man dies nur tun, um aufzuholen. Der führende Spieler muss immer Karten abgeben.
 
Hat man seine Bewegung beendet, die aus keinem, einem oder mehreren Schritten bestehen kann, darf man genau eine Karte nachziehen. Dabei darf man entweder eine von fünf offen liegenden Karten oder eine verdeckte vom Stapel nachziehen.
 
Sobald die Kamelfigur eines Spielers an einem der Ziele angekommen ist, wird eine Wertung ausgelöst. Der Spieler des Kamels in Kantshou erhält Goldkisten im Wert von sechs. Alle Mitspieler, die höchstens fünf Schritte von Kantshou entfernt sind, erhalten entsprechend der Entfernung Gold im Wert von eins bis fünf. Ferner dürfen sie nach der Auszahlung direkt bis nach Kantshou ziehen.
 
Von Kantshou wird die nächste Etappe in gleicher Weise bewältigt. Die zweite Wertung in Daidu bringt dem dort zuerst ankommenden Spieler sechs Gold, und den anderen Spielern abhängig von ihrem Abstand zum Zielort entsprechend weniger. Wer nun das meiste Gold hat, wird zum Sieger gekürt.

Fazit:

Die Ausstattung von Marco Polo ist traumhaft: Die Kamelfiguren sind schön modelliert, die Zeichnungen der Karten und des Spielplanes sind sehr gelungen und passen bestens zum Thema. Die kurze, aber vollständige Spielregel ermöglicht einen reibungslosen Einstieg ins Spiel.
 
Trotzdem gibt es leider kleinere Probleme mit dem Material: Die Symbole auf den Feldern, die die geforderte Kartenkombination anzeigen, erfordern wiederholtes Nachschauen auf der Übersicht. Dabei gibt es ein Detail, das zu der Verwirrung sicher beiträgt: Wird die Kombination bestimmter Waren gefordert, ist dies in ovalen Symbolen auf den Feldern abgebildet. Werden bestimmte Farbkombinationen verlangt, sind rechteckige Symbole auf den entsprechenden Feldern zu finden. Muss man jedoch Karawanenführer abgeben, so sind diese ebenfalls in rechteckigen Symbolen zu finden - und dabei hätte man hier konsequenterweise auch Ovale erwartet.
 
Der Verlauf des Spiels bringt das Karawanengefühl sehr gut zum Ausdruck: Es ist wichtig, den Anschluss an die Kamele der anderen Spieler zu behalten, weil man sonst weniger Felder überspringen kann und somit viele Karten abgeben muss - ausserdem hat man schlechte Aussichten auf eine Goldauszahlung. Vorne wegzupreschen ist teurer, dafür kann man schon auf dem Weg die eine oder andere Goldkiste einsammeln. Im Gegenzug bietet man den Mitspielern aber die Möglichkeit, ein teures Feld zu überspringen, auf dem man selbst nach Abgabe vieler Karten stehenbleiben musste. Man muss also die eigenen Kräfte (= Handkarten) gut einteilen.
 
Der zunächst vermeintlich geringe Einfluss ist nicht zu unterschätzen. Wenn ich mir denn merken kann, was meine Mitspieler so nachziehen, kann ich durchaus einschätzen, ob und wann diese wohl losziehen werden. Natürlich bleibt ein Glücksanteil beim Nachziehen der Karten, der durch die Auswahl von fünf offenen Karten zwar reduziert, aber nicht komplett ausgeschaltet wird.
 
Genau dieses Abwägen - soll ich schon losziehen? Oder doch lieber warten, ob nicht jemand anderes mir dann eine Vorlage liefert? - führt abhängig von der Spielerunde zu ganz unterschiedlichen Spielverläufen, und damit zu einem jeweils anderen Spielgefühl. In Runden mit Vielspielern hat sich häufig die Situation ergeben, dass alle erstmal viele Karten horten, um Züge über möglichst viele Schritte zu machen. In anderen Runden haben sich die Spieler deutlich risikofreudiger verhalten und sind einfach mal drauflos gezogen. Entsprechend war auf die Frage nach dem Spielgefühl von "zu aufregend" bis "langweilig" alles dabei. Marco Polo kam damit durchaus sehr unterschiedlich an - eine Probepartie ist also zu empfehlen.
(Kathrin Nos - 18.04.2004)

Unsere
Wertung:

Spieler

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz
Kathrin Nos

Peter Nos

Jochen Traub

Roland Winner

Barbara Winner

Michael Andersch

Hans-Peter Stoll

Ulrich Fonrobert

Kommentar: Ein optisch sehr nettes Spiel für die Familie, welches bei mir nach den ersten Kritiken gedanklich schlechter weg kam als es dann tatsächlich war. In 45 Minuten gespielt, nie gelangweilt und von daher wäre ich wieder dabei, wenn es jemand aus der Tasche holt.
Frank Gartner

Kommentar: Tolles Material. Ein passables Familienspiel, für Vielspieler ist es aber eher im Mittelmaß anzuordnen. Im Spiel zu dritt kann es schnell passieren, dass ein Spieler ins Hintertreffen gerät. Das kann frustrieren.
Uta Hillen

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz

Robert Vötter

Kommentar: Bei der ersten Partie denkt man sich,es ist nur ein reines Kartensammelspiel. Aber je öfter man es spielt,wird es interessanter. Sehr nettes Familienspiel,was oft auf unseren Tisch kommt

Pia Lemberger

Kommentar: Einflussmöglichkeiten sind hoch genug um das Spiel mehrmals hintereinander zu spielen. Erinnert sehr stark an Cartagena, hat jedoch noch einiges mehr zu bieten!

Sarah Kestering

Scholle

Andreas*

Markus Beer

rolf

Kommentar: Von Reiner Knizia & Ravensburger darf man wohl mehr erwarten. kann man als Familienspiel nur bedingt empfehlen

MUGU

Kommentar: Mit voller Besetzung (5 Spieler) wird es etwas zäh, vor allem, wenn jeder nur Karten sammelt und keiner den nächsten Schritt machen will. Ich empfehle das Spiel mindestens 2 Mal zu spielen, denn nur so kann man den Spielreiz wahrnehmen ohne es voreilig zu verurteilen, denn es ist kein schlechtes Spiel, es hat seinen eigenen Charm. Wenn es jemand zum Schnäppchenpreis sieht (10 Euro, bei Real), der sollte ruhig zugreifen, wenn es nicht gefällt hat man immerhin hübsche Kamelfiguren.

Rainer Kurzidim

Kommentar: Nettes Spiel für die ganze Familie ab 6 Jahren.Leicht erklärt und gespielt.

Silke

Danielle Aderhold

Ihno Kelsch



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