Ein Bericht in Kooperation mit der Spielezeitschrift :


Let your fantasy play


Das neue Gebäude von Plastwood in Sardinien

Vor drei Jahren schloss Edoardo Tusacciu den elterlichen Korkherstellungsbetrieb auf Sardinien und sattelte auf die Herstellung von Plastikspielzeug um. Grund war eine neue Spielidee. Man nimmt magnetische Kuststoffstäbchen und Metallkugel und setzt mit diesen die verschiedenste Gebilde vom Eifelturm bis abstrakte dreidimensionale Körper zusammen. Die Spielidee heißt Geomac. Aus dieser Idee heraus stammt auch das Gesellschaftsspiel CatchMag, welches von Edoardo selbst erdacht worden ist.

Produktion
der Kunststoff-
stäbchen


Die Spiele

ist kein Spiel im eigentlichen Sinne, sondern eher ein Konstruktionsspielzeug , verwandt mit Fischer Technik oder  vielleicht auch LEGO (diesen Vergleich bemüht auch PlastWood selbst immer). Aus zwei geometrischen Formen (Stab und Kugel) entstehen abenteuerliche Gebilde, wobei der Phantasie kaum Grenzen gesetzt sind. Gehalten werden die Konstruktionen ausschließlich durch die magnetischen Aufladungen in den Stäben und Kugeln. Geomag gibt es in verschiedenen Farben, in den unterschiedlichen Spielschachteln sind zwischen 20 und 184 Teile enthalten. Daneben gibt es auch noch Sonderausgaben mit bis zu 1500 Teilen, hieraus kann man dann z.B. die Tower Bridge nachbauen ( natürlich nicht im Maßstab 1:1!)

CatchMag als Neuerscheinung dieses Jahres bedient sich der Grundelemente von Geomag und verbindet diese mit einem Brettspiel. Ziel ist das Sammeln von fünf gleichfarbigen Geomag-Elementen, von denen insgesamt 25 in fünf verschiedenen Farben im Spielfeld eingelassen sind  Natürlich gibt es auch die Kugeln des Grundspiels, diese haben hier eine Art Jokerfunktion. Das Spiel ist schnell erklärt: die Spielfiguren werden per Würfel über einen Rundkurs mit 30 Feldern bewegt. in jedem Feld ist ein magnetischer Stab eingelassen, an jedem sechsten Feld eine Kugel. 
Mit Hilfe des sogenannten "CatchMag", eines magnetisch geladenen Spielsteins, kann man nach Erreichen eines Feldes versuchen, den Stab herauszuziehen – die Chance ist 50%, da man den "CatchMag" entweder mit der richtigen Polung über den Stab hält oder mit der falschen Seite "catchen" will. Die Kugeln kann man als Joker sammeln und bei Bedarf anstelle eines Würfelwurfs dafür benutzen, einen Stab eigener Wahl zu erobern. Das sind im Grunde die ganzen Regeln, das Spiel funktioniert damit auch, lässt aber im eigentlichen Sinne keine taktischen oder strategischen Handlungen zu. Es ist mehr ein nettes Familienspiel ohne große Ansprüche, ob bei dem wahrscheinlich recht hohen Preis des Spiels das ausreicht für einen Kauf, muss jeder potentielle Käufer selbst entscheiden.


Die Schachteln von Geomag                    

      


Michael Schramm (links) im Gespräch
mit Christian Beiersdorf
(früher bei ASS und bei Ravensburger)



Die Einweihung


Der Hubschrauber im Landeanflug

Am Samstag, 21. September 2002, wurde die neue Produktionshalle und das Verwaltungsgebäude eingeweiht. Mit einem Hubschrauber wurde der Präsident Edoardo Tusacciu eingeflogen, was sehr viel Staub, im wahrsten Sinne des Wortes, aufgewirbelt hatte. Zum allgemeinen Erstaunen brachte er ein Schaf mit, doch in seiner Eröffnungsrede konnte der Präsident diesen Vorgang aufklären: das Schaf sollte das traditionelle Sardinien symbolisieren, das er trotz der modernen Produktionsstätte keinesfalls vergesse möchte. Nach der feierlichen Eröffnung konnten sich die internationalen Gäste, darunter auch eine Gruppe deutscher Journalisten, die Fertigungshallen anschauen. Ein Turnier auf einer nahegelegenen GoCart-Bahn mit Siegerehrung rundeten den Tag ab.


Der Chef mit seiner Tochter bei der Pressekonferenz

Edoardo Tusacciu, der Präsident der Firma hat den Standort Sardinien nicht nur gewählt, weil hier der elterliche Betrieb stand, nein er wollte die Produktion auch nicht auslagern, weil er zusätzliche Arbeitsplätze auf der Mittelmeerinsel schaffen wollte. Selbst die höheren Produktionskosten und der logistische Mehraufwand haben ihn nicht daran gehindert. Dies dankte ihm der heimische Bürgermeister während der Eröffnungsfeier sehr. Edoardo möchte „einfaches“ Spielzeug herstellen, welches die verschiedenen Generation wieder an einem Tisch vereinigt. Das ist auch der Grund, weshalb in absehbarer Zukunft keine komplexe Spielideen von Spieleautoren umgesetzt werden.

Text & Fotos: Michael Schramm und Karsten Höser (Spielerei)



Präsentationskästen von Geomag

 

 

Dies ist eine Reportage der
HALL 9000 - Spiele, Spaß und Freizeitgestaltung im Rhein-Neckar-Raum
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