Spielen in den Quadraten

Mannheim, 12. Oktober 2002

Wie alles begann...

Für die Spiele-Turnier-Reihe der Spiele Trans America und Cartagena suchte Gameevents im Auftrag von Winning Moves  nach Spieleclubs, welche die Vorausscheidungsturniere hierfür durchführen wollten. So kam auch die Spielevereinigung H@LL9000 dazu eines der Turniere auszurichten. 

Sehr passend war der Titel des Plakats, "Spielvergnügen im Quadrat", denn nicht nur die Spielepackungen waren quadratisch, sondern die Veranstaltung fand im "Jugend-Kultur-Zentrum Forum" statt, mitten im Zentrum von Mannheim, bei den "Quadraten".  In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, Abt. Jugendförderung, Mannheimer Spieliotheken, veranstalteten wir dort unser Vorausscheidungsturnier.

Was die Teilnehmerzahl betrifft waren wir völlig unsicher. Wir hatten keine Ahnung, was uns hier erwarten könnte. Zumindest von der Anzahl der Spiele und den räumlichen Gegebenheiten, wären problemlos 100 Spieler zu bewältigen gewesen. Letztendlich pegelte sich die Spielerzahl jedoch nur bei 15 Teilnehmern ein. Vielleicht etwas schade, wenn man bedenkt, welche Werbung man für das Event gemacht hatte, auf der anderen Seite war damit ein gemütlicher Spielenachmittag vorprogrammiert. 

Anmerkung: Ein genaues hinterfragen der Informationsherkunft ergab, dass die Teilnehmer entweder "H@LLIANER" waren oder durch Bekannte und Freunde angesprochen wurden. Das bedeutet, dass die zahlreich in Spielegeschäften und Büchereien hinterlegten Flyer und Plakate nicht die gewünschte Wirkung hatten. Dies vielleicht auch als Hinweis an Winning Moves.


Die Durchführung

Wir starteten fast pünktlich um 14:00 Uhr. Vor den Schränken und den darin befindlichen unzähligen Spielen der Spielieothek von Mannheim stellten wir die Spieltische auf.  Für das Turnier wurden 3 Tische benötigt, an denen jeweils 5 Spieler Platz fanden. Wir entschlossen uns jedoch die Turniermodalitäten dahingehend zu modifizieren, dass jeder Spieler je 2 mal Cartagena und 2 mal Trans America zu spielen hatte. Die Paarungen und die Spieler-Reihenfolge wurden hierbei stets verändert.  Damit wurde das Turnier etwas verlängert und die Spannung erhöht. 


Trans America

Das Spiel Trans America erhielt eine der Nominierungen zum "Spiel des Jahres 2002". Ein einfaches, aber sehr flüssig spielbares Familienspiel. 
Die einzige Regelanpassung, welche im Rahmen der Turnierserie vorgenommen werden sollte, war der Verzicht auf das Vorrücken der Schranke nach der 2. Runde. Da jedoch ein Spiel in aller Regel spätestens nach 3-4 Durchgängen beendet wurde, war diese Schranke ohnehin wirklich nicht notwendig.

In beiden Runden konnte Bernd Eisenstein seine Dominanz beweisen und beendete beide Vorausscheidungsspiele mit einem Sieg. Aber auch Angela Wolf konnte mit einem ersten und einem zweiten Platz auftrumpfen. Christian Preuß und Klaus Jörder schafften den Platz drei und vier. Den 5. Platz teilten sich Elke Weidenkopf und Frank Gartner, wobei Elke einen Vorsprung durch mehr im Spiel gesammelte Punkte zu verzeichnen hatte. 


Cartagena

Während sich Trans America stets flüssig und locker von der Hand spielte, wurde bei Cartagena doch recht viel gegrübelt. Dies hatte mehrere Gründe: Zum Einen ist Cartagena ein Spiel bei welchem man durch das Anstellen von Überlegungen durchaus einiges an Vorteilen erspielen kann. Zum Anderen lag es an der zu spielenden Variante, die Tortuga-Version. In der Tortuga-Version liegen nicht nur die 12 Nachziehkarten stets offen aus, sondern auch die Karten aller Spieler. Dies hat den Vorteil, dass man sehen kann, mit welchen Spielzügen man die gegnerischen Spieler fördern oder behindern kann, hat aber auch zur Folge, dass man auf mehr Dinge aufpassen muss und dementsprechend länger für seinen Spielzug benötigt. Wie dem auch sei. Auch Cartagena war bis zum Schluss sehr spannend.

Hier war Angela Wolf voll in Ihrem Element. Sie ließ ihren Mitspielern nahezu keine Chance und konnte somit beide Spiele gewinnen. Diese Überlegenheit konnten die Verfolger Petra Sanwald und Antonio Messina nicht so klar herausdeuten. Sie schafften einen Sieg und einen dritten Platz und kamen damit auf Platz 2. Rainer Sanwald und Klaus Jörder teilten sich knapp hinter den beiden 4.  Platz.


Platzierung der Vorausscheidung

Nach Ermittlung der Gesamtpunkte standen die 5 Finalisten fest. Klar vorne mit 23 von maximal 24 Punkten zeichnete sich Angela Wolf. Mit 19,5 Punkten konnte sich Bernd Eisenstein auf Platz 2 behaupten. Klaus Jörder  konnte durch seine überdurchschnittlichen Leistungen in den 4 Spielen 16 Punkte und damit Platz 3 ergattern. Dahinter, mit 14 Punkte der Trans America - Spezi Christian Preuß. Frank Gartner konnte sich mit viel Glück einen halben Punkt vor Petra Sanwald schieben und damit für die Endrunde qualifizieren. 


Die Endrunde

In der Endrunde wurden beide Spiele nur noch einmal gespielt und die Punkte gesammelt. Wenig spektakulär zeigte Frank Gartner mit zwei mal Platz 5 eine konstante Leistung :-). Klaus Jörder zeigte sich ähnlich konstant und landete mit zwei vierten Plätzen auch in der Gesamtwertung auf Platz 4
Wirklich spannend wurde es auf den vorderen Plätzen. Zwar schaffte es Bernd Eisenstein bei Trans America auf Platz 1, musste den aber mit Angela Wolf teilen. Der dritte Platz bei Cartagena sorgte letztendlich dafür, dass Bernd auch in der Gesamtwertung den 3. Platz sowie ein Monopoly-Kartenspiel erhielt. 
Nur einen Punkt mehr schafften Angela Wolf und Christian Preuß. Gemäß Turnier-Reglement mussten nun die in den beiden Spielen gesammelten Punkte verglichen werden. Aber auch hier herrschte Gleichstand! Also machten wir uns an die gesammelten Punkte der Vorrunde. Hier war das Ergebnis absolut eindeutig, denn hier lag Angela mit 23 zu 14 Punkten eindeutig vor Christian.
Damit kam Christian Preuß auf Platz 2. Er entschied sich für Cartagena als Spielepreis, da er Trans America bereits sein Eigen nennen durfte. 
Mit
Angela Wolf hatten wir eine würdige Siegerin, welche sich sehr über die beiden Spiele freute, da sie diese noch nicht besaß, und am 30. November nach Nürnberg reisen darf, um dort den Gewinnern der anderen Vorausscheidungen das Fürchten zu lehren! ;-)

Wir drücken ihr alle Daumen und hoffen, dass sie auch dort erfolgreich sein wird und mit dem Hauptpreis in der Tasche (eine Bahnreise in den USA) nachhause kommt!

Während die fünf Finalisten sich "duellierten" nutzten die anderen Teilnehmer die Spieleauswahl der Spieliothek, um an den anderen Tischen noch eine Spielerunde einzuwerfen und wen wundert´s - Puerto Rico war mal wieder eines der gewählten Spiele. 

Fazit: Trotz geringer Beteiligung hatten alle Teilnehmer Spaß an der Sache. Gerade für die Veranstalter bot sich so die Gelegenheit ebenfalls am Turnier teilzunehmen und nicht permanent mit der Auswertung der Spielergebnisse beschäftigt zu sein. 
Und wer weiß, die durch dieses Turnier geknüpften Kontakte könnten durchaus dazu führen, dass es weitere Turniere oder Veranstaltungen in Kooperation von H@LL9000 und der Spieliothek (Jugendamt, Abt. Jugendförderung) geben kann.

Frank Gartner


 

 

Dies ist eine Reportage der
HALL 9000 - Spiele, Spaß und Freizeitgestaltung im Rhein-Neckar-Raum
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