DIE H@LL9000 - REPORTAGE:
22. Spielautorentreffen in Göttingen
Prototypen unter der Lupe!
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| Einleitung | Autoren und Spielemacher | Prototypen unter der Lupe! |
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Rolf Braun hat sich einige der vielen vorgestellten Prototypen etwas genauer angeschaut. Hier eine kleine Auswahl an Spielen, die natürlich rein subjektiv, teilweise zufällig und keinesfalls vollständig ist: |
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‚Zwiebeln‘ heißt das witzige Kartenspiel von Bernhard Weber (rechts), der bereits 1996 mit ‚Downtown‘ den 1. Platz beim Autorenwettbewerb belegte. Zwei Spieler platzieren Tomaten, Mais, Möhren,... und natürlich Zwiebeln in Körbe und ergattern damit Punkte, sofern sie noch in die Körbe passen sonst gibt’s Abzug. Die Verteilung diese Gemüse unterliegt einem gewitzten Mechanismus mit einigem Dilemma.
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Thorsten Gimmler (links), der dieses Jahr mit ‚Odins Raben' nur knapp einen Platz auf der Auswahlliste Spiel des Jahres verpasst hat, zeigt uns ‚Die Berater des Königs'. Es ist schnelles Mehrheiten-Spiel mit Aufträgen, bei dem die Spieler in 30- 45 Minuten die Gunst der 6 Berater des Königs auf ihre Seite ziehen wollen. Es gilt die Ziele der anderen zu erahnen und natürlich zu verhindern, aber das eigene nicht zu vernachlässigen. |
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Ein Autoren-Kollektiv aus Pfandfindern stellt das Spiel ‚Backpack‘ vor. 3-4 Spieler ab 10 Jahren versuchen bei Zeltlageratmosphäre Kinder bei Laune zu halten. Ist in meiner Pfandfindergruppe die Motivation nicht mehr so hoch kommt es vor das die Kinder sich einer anderen Gruppe anschließen. Mit Süßigkeiten oder anderen Attraktionen können diese dann auch wieder zurückgewonnen werden, um Zelte zu bauen und als beste Gruppe das Spiel zu gewinnen.
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Bei Günter Cornett (links), der mit seinem 2er-Spiel ‚Kahuna' einen fast schon Klassiker geschaffen hat, geht's nun ums Goldschürfen. ‚Nuggels' heißt sein neues 2er-Spiel bei dem trotz Würfel starterisches Geschick im Vordergrund steht. Goldreihen werden abgebaut, aber Punkte gibt's, wenn in einem Gebiet alle Goldvorräte abgebaut sind. Das Trickreiche an Nuggels ist, dass die eigenen Gebiete sich mit den Gebieten des Gegners überschneiden. Hier heißt es listig an passender Stelle Gold zu schürfen und schnell dem Gegner ein Gebietsteil weg zu schnappen.
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Eine Versteigerung der besonderen Art stellt uns Martina Hellmich (rechts) in ihrem Spiel ‚Licence to Send‘ von. Radiolizenzen verschiedener Wertigkeiten müssen ersteigert werden, wobei der Wert mit der Anzahl der Lizenzen aus der gleichen Frequenzgruppe überproportional ansteigt. So stecken die 4-6 Spieler immer wieder in dem angenehmen Dilemma, für begehrte Lizenzen gute Einnahme zu haben, andererseits will man der Gegnerin auch nix gönnen.
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Die Wäscherei lag gegenüber dem Richter steht auf einer Karte zu ‚Old Town‘. Stefan Riedel (links) liefert ein faszinierendes Deduktionsspiel für 2-5 Spieler, bei dem die Informationen aber nicht geheim gesammelt werden, wie wir es bei Spielen dieser Kategorie kennen. Nein – Informationen werden ausgespielt und bringen Punkte, wenn die Information die Lage einiger Häuser in Old Town genügend konkretisiert. Da sich Informationen aber durchaus auch wiedersprechen können muss der richtige Zeitpunkt zum spielen abgepasst werden, damit die Information gut und einträglich, aber nicht schon veraltet ist. |
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‚Flusskönig‘ heißt das Logistik-Spiel von H. Georg Rausch (rechts). Das Spielfeld zeigt variabel aufgebaut einen Fluss. 3-5 Spieler ab 11 Jahren befahren diesen Fluss mit ihren Schiffen. Es müssen Aufträge erfüllt werden – Güter rechtzeitig abgeholt und abgeliefert werden. Dazu müssen Kontore errichtet werden, Schleusen befahren und die Schiffe neu ausgerüstet werden. Ob wir uns auf das Spiel bei NMG-Spiele oder bei einem anderen Verlag freuen dürfen steht noch nicht fest.
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