„Die Siedler von Catan“

Am 8. Oktober 2003 wurde der Roman "Die Siedler von Catan" von Rebecca Gablés auf der Buchmesse vorgestellt. Zu diesem Anlass veröffentlichte Kosmos eine Presseinformationen. 

Die folgenden Artikel enthalten zwar produktwerbendes Material, jedoch auch viele interessante Informationen zum Buch, zum Spiel, dem Autor und den Reaktionen der Presse.
Schaut´s Euch an. Es lohnt sich.  Die Redaktion 
   

INHALTSVERZEICHNIS:

Quelle: Kosmos - Pressemitteilung


Top


Das Buch zum Spiel

Das Buch zum Film, der Film zum Buch, das Buch zur Fernsehserie und umgekehrt, all das kennt man, all das ist seit Jahrzehnten zur verlegerischen Normalität geworden. Aber ein Buch, zudem noch in Formeines großen Romans, das seine Wurzeln in einem modernen Gesellschaftsspiel hat, das war selbst dem ansonsten mit allen thematischen Wassern gewaschenen Literaturbetrieb bislang fremd geblieben.

Erstmals - sowohl in der Geschichte der modernen Gesellschaftsspiele als auch in der Belletristik - diente die Geschichte eines Spieles  als Ausgangspunkt für einen großen historischen Roman: das Spiel (erschienen bei KOSMOS in Stuttgart 1995) ebenso wie der Roman (erschienen bei Ehrenwirt zur Frankfurter Buchmesse 2003)) heißen „Die Siedler von Catan“.

Mit der deutschen Schriftstellerin Rebecca Gablé und Klaus Teuber, Autor des Spieles „Die Siedler von Catan“, trafen sich zwei Meister ihres jeweiligen Faches.

Rebecca Gablé gilt seit vielen Jahren als eine der erfolgreichsten Autorinnen historischer Romane in Deutschland. - Klaus Teuber, dessen Spiele-Bestseller meist historische Begebenheiten oder Legenden thematisieren, zählt sowohl in Deutschland als auch international zur Spitze im Bereich anspruchsvoller und zugleich populärer Gesellschaftsspiele.

Wie es dazu kam, daß sich Klaus Teubers „Die Siedler von Catan“ nun anschicken, auch den Buchmarkt zu erobern, das erklärt der südhessische Autor im nachfolgenden Interview.  


Top


Interview mit Klaus Teuber

Frage: Es scheint für viele Menschen ein Mysterium zu sein, wie man es schafft, mit Pappe, Holz, Kunststoff und ein paar Regeln eine kleine spielerische Welt zu zaubern, in die man eintaucht, für ein paar Stunden den Alltag vergessen und seine Mitmenschen auf erfrischend andere Weise kennen lernen kann. – Man kommt also nicht umhin, jene Frage zu stellen, die wohl jeder Spielautor mit Abstand am häufigsten hört: Wie erfinden Sie Spiele?

Teuber: Die Motivation – manchmal sogar der unwiderstehliche Drang – mit der Entwicklung eines Spieles zu beginnen, basiert immer auf einer Geschichte. Diese Geschichte, die meist in einer fernen Vergangenheit spielt, muss mich faszinieren und in mir den Wunsch wecken, sie spielerisch immer wieder aufs Neue erleben zu können.

Frage: Nun scheinen Sie vor einigen Jahren mit der Geschichte der „Siedler von Catan“ bei den Menschen einen ganz besonderen Nerv getroffen zu haben. Der Stuttgarter KOSMOS-Verlag freut sich über mehr als drei Millionen verkaufter Spiele allein in Deutschland, Übersetzungen in über ein Dutzend verschiedene Sprachen, das alles ist weit jenseits aller normalen Erfolge auf dem Spielesektor. - Welche Fantasien stecken hinter „Catan“? 

Teuber: Ausgangspunkt für das Spiel „Die Siedler von Catan“ war die Geschichte der Entdeckungen. Besonders angetan hatten es mir dabei die Wikinger, die mit Drachenschiffen, ihrer Zeit weit voraus, Island, Grönland und Amerika ansteuerten, entdeckten und zumindest Island dauerhaft und erfolgreich besiedelten. - Bis auf ein paar keltische Mönche war Island im 9. Jahrhundert unbewohnt. Die Insel musste nicht erobert, sehr wohl aber alles neu erschaffen werden. Bäume im einst waldreichen Island wurden gefällt und damit Häuser und Schiffe gebaut. Strassen wurden angelegt, auf fetten Weiden vermehrten sich die Schafe, und bald wuchs – wenn auch nicht üppig - Getreide auf der damals wesentlich wärmeren Insel im Nordmeer.

Frage: Bei den Versuchen, den phänomenalen Erfolg der „Siedler von Catan“ zu erklären, liest man immer wieder, daß in diesem Spiel eine große Spannung aufgebaut wird, obwohl es dabei eigentlich sehr friedlich und konstruktiv zugeht. 

Teuber: Die erfolgreiche Besiedelung Islands gelang wohl auch nur, weil die Menschen sich gegenseitig halfen, miteinander friedlich handelten und nach neuen Wegen suchten, ein besseres Gesellschaftssystem aufzubauen, in dem zwar Wettbewerb herrscht, aber eben ein weitgehend friedlicher, konstruktiver Wettbewerb. Diese Art von Wettbewerb findet bei den „Siedlern von Catan“ statt, und ich glaube, danach haben viele eine große Sehnsucht. - Nun ist Catan nicht Island, und doch gibt es viele Parallelen. Auch Catan ist anfangs unbewohnt und wird im Laufe des Spieles kultiviert. Holz wird erwirtschaftet, Getreide geerntet, Erz abgebaut, Schafe gezüchtet, Lehm gewonnen und zu Ziegeln verarbeitet. Mit den Rohstoffen werden Siedlungen und Straßen gebaut, Städte entstehen und ein reger Handel zwischen den Spielern hilft Engpässe überwinden. Auch wenn es am Ende des Spieles einen Sieger gibt, ist es eher ein Miteinander als ein Gegeneinander. Es wird aufgebaut und nicht zerstört. Die Cataner sind friedliebende Menschen.

Frage: Wer hatte die Idee, die Sprache des Catan-Spiels in die Sprache der Buchwelt zu übersetzen? Kannten Sie Rebecca Gablé persönlich? 

Teuber: Nein, das nicht. Da ich aber sehr gerne gute historische Romane lese, war es fast unvermeidlich, dass ich auf Frau Gablés Buch „Das Lächeln der Fortuna“ stieß. Ich war hingerissen von diesem mittelalterlichen Roman; war beeindruckt, wie spannend, authentisch und historisch fundiert die Zeit der Rosenkriege in England von ihr geschildert wurden.

Frage: Und da hat Fortuna Sie in des Wortes doppelter Bedeutung angelächelt?

Teuber: Kann man so sagen. Ich hatte wohl drei Viertel des Buches gelesen, da wusste ich plötzlich: Frau Gablé würde die Geschichte der Besiedlung Catans schreiben - oder die Geschichte würde nie geschrieben werden. Zwar hatte ich früher schon mal daran gedacht, wie es wohl wäre, wenn das Leben auf Catan in einem Roman erzählt würde; doch lange Zeit „spielte“ ich eben nur mit solchen Gedanken. Ernst damit wurde es mir erst, als ich mit Rebecca Gablé eine Autorin kennen lernte, von der ich spontan wusste: Die könnte das. - Als ich dann im Jahre 2000 die Buchmesse in Frankfurt besuchte, gelang es mir, mich mit der Schriftstellerin zu treffen. Eigentlich hatte ich wenig Hoffnung. Schließlich war Frau Gablé damals schon Bestsellerautorin und gewiss nicht darauf angewiesen, sich an den Erfolg meines Spieles anzuhängen. Bald schon standen wir per E-Mail in ständigem Kontakt, und schließlich verabredeten wir uns im Frühjahr 2001 in Köln. Ich hatte die Handlung des Romans, wie sie mir vorschwebte, grob skizziert, und auch Rebecca Gablé hatte sich Gedanken gemacht. Als wir begannen, uns gegenseitig unsere Ideen mitzuteilen, waren wir sehr überrascht. Die Vorstellungen deckten sich weitgehend. - Es folgten Monate einer harmonischen und konstruktiven Zusammenarbeit. Es fiel mir zwar nur die Rolle des Kritikers zu - und viel zu kritisieren hatte ich nie - aber es war sehr spannend, die Entstehung des Romans sozusagen „live“ miterleben und begleiten zu dürfen.

Frage: Rechnen Sie für das Buch „Die Siedler von Catan“ mit einem ähnlich großen Erfolg, wie er, auch international, dem bei KOSMOS erschienenen Catan-Spiel beschieden war?

Teuber: Für solche Prognosen fehlt mir die Erfahrung. Ich glaube aber, für die Frage nach einem möglichen internationalen Erfolg wären die Niederlande ein guter Testmarkt, denn dort grassiert aktuell ein Catan-Fieber, das fast noch größer ist als hier in Deutschland.

Frage: Hätten Sie denn nicht Lust, jetzt selbst mal ein Buch zu schreiben?

Teuber: Lust schon, aber wohl nicht das Talent dazu. Ich glaube, für meine Art, Geschichten zu erzählen, werde ich wohl auch in Zukunft lieber die Sprache des Spieles benutzen.


Top


Autorenportrait: Klaus Teuber

 „König der Siedler von Catan“

Der „Stern“ machte ihn zum „Herrn der Spiele“, die FAZ zum „homo ludens aus dem Odenwald“, die Südwest Presse schließlich krönte ihn zum „König von Catan“ und die „Süddeutsche Zeitung“ konstatierte 1999 in einem großen Bericht: „Deutschland einig Siedlerland“. – Klaus Teubers steile Karriere als Spieleautor hatte aber nicht erst mit seinen längst weltberühmten „Siedlern von Catan“ (erschienen im KOSMOS-Verlag), sondern bereits 1988 begonnen, als er mit „Barbarossa“ (ebenfalls bei KOSMOS) erstmals den Preis „Spiel des Jahres“ erhielt.

War Klaus Teuber bis zum Jahr 1994 „nur“ ein erfolgreicher Autor, der binnen sechs Jahren dreimal mit dem Titel „Spiel des Jahres“ und zweimal mit dem „Deutschen Spielepreis“ ausgezeichnet worden war, so gelang ihm1995 etwas, was heute viele Kritiker als „Spiel des Jahrzehnts“ oder gar als „Spiel des Jahrhunderts“ apostrophieren: „Die Siedler von Catan“. 

Die „Siedler von Catan“ gewannen im Jahr ihres Erscheinens alles, was es an Preisen in Deutschland zu holen gab: „Spiel des Jahres ‘95“, „Deutscher Spielepreis ‘95“ und die „Essener Feder“, den Preis für die beste Spielregel. - Binnen weniger Monate versetzten die „Siedler“ ein ganzes Land in den Spielrausch. In Fachkreisen ist man sich einig: Der Stuttgarter KOSMOS-Verlag hat mit Klaus Teubers „Die Siedler von Catan“ die Deutschen zu einem Volk von Spielern gemacht.

Sucht man nach typischen Charakteristika eines Teuber-Spiels, so fällt auf, daß der Autor seine Spiele immer aus einer Geschichte heraus entwickelt, die er aus Büchern oder historischen Begebenheiten zieht. Dies war so bei seinem ersten großen Spielehit „Barbarossa und die Rätselmeister“, zu dem er sich von einem Fantasy-Roman hatte inspirieren lassen; dies war auch so bei „Drunter & Drüber“, dessen thematische Nähe zu den Schildbürgern offenkundig ist. - Teubers „Fliegender Holländer“ erlebte seine Geburtsstunde während einer Aufführung der gleichnamigen Wagner-Oper in Wien. Und bei den „Siedlern“ schließlich erfüllte sich Klaus Teuber spielerisch seinen Traum vom Abenteuer der Entdecker- und Pionierzeit: Rohstoffe sammeln, Land urbar machen, Straßen, Häuser, ja sogar ganze Städte bauen. Die entsprechenden Spielmechanismen greifen nahtlos und logisch ineinander. Alles wirkt locker, leicht, mühelos. - Ist daher auch das Erfinden eines solchen Spiels locker, leicht und mühelos? Ganz bestimmt nicht! Es erfordert neben einer guten Portion Talent vor allem auch Tugenden wie: Geduld, Ausdauer und ein hohes Maß an Selbstkritik. Eigenschaften, über die Klaus Teuber reichlich verfügt. Fast könnte man meinen, es wäre seine Arbeit als Zahntechnikermeister gewesen, die ihn zum erfolgreichen Spieleerfinder prädestiniert hat, denn auch hier kommt es darauf an, mit unendlicher Geduld immer wieder neu anzupassen, fein zu schleifen und zu polieren, bis das Ding den nötigen Biss hat.

Klaus Teuber, 50, lebt in Südhessen. In seiner eigenen Familie, mit Frau Claudia und den Söhnen Guido und  Benny, findet er seine zuverlässigsten und härtesten Kritiker.


Top


„DAS SPIEL DES JAHRHUNDERTS“

Einen selbst für Erfolgsautor Klaus Teuber ungewohnten Erfolg erntete das 1995 erschienene Spiel „Die Siedler von Catan“. Die „Jury Spiel des Jahres“ wie auch die des Deutschen Spielepreises setzten „die Siedler“ auf Platz 1. – Die Leser der Spiele-Fachzeitschrift „Spielwiese“ kürten „Die Siedler von Catan“ anno 2000 zum „Spiel des Jahrhunderts“. Bis Juli 2003 registrierte der Stuttgarter KOSMOS-Verlag allein im deutschsprachigen Raum über 7 Millionen verkaufter Spiele aus der „Catan-Familie“.

Im Jahre 1995 setzen die „Jury Spiel des Jahres“ wie auch die Jury des „Deutschen Spielepreises“ „Die Siedler von Catan“ auf Platz 1. - Seither blickt dieses Spiel auf eine Popularitätsentwicklung zurück, die alles in den Schatten stellt, was man bis dato in der Geschichte des modernen Gesellschaftsspiels erlebt hatte. Viele namhafte Spielekritiker und Zeitschriften, darunter auch der „Spiegel“ und die „Süddeutsche Zeitung“, versuchten das Phänomen „Catan“ zu erhellen.

Was haben die „Siedler von Catan“ an sich, daß sie Millionen von spielbegeisterten Menschen in ihren Bann geschlagen haben und – was fast noch rätselhafter ist – daß sie Hunderttausende von Erwachsenen überhaupt erst wieder für das Freizeit- und Feierabendvergnügen „Spiel“ haben begeistern können? – Vor dem gleichen Mysterium stehen zur Zeit auch unsere holländischen Nachbarn. In den Niederlanden brach das Catan-Fieber vor rund einem Jahr mit solcher Vehemenz aus, daß nun, ähnlich wie in Deutschland, Fernsehanstalten und Zeitungen mit großen Reportagen dem aus Deutschland eingeschleppten Spiele-Virus nachspüren. – Daß die Analyse solch eines Erfolges nicht wirklich zu nachweisbaren Ergebnissen führen kann, liegt in der Natur der Sache begründet. Das Geheimnis liegt wohl in einer glücklichen Mischung verschiedener Komponenten; einer Mischung, die auch der Autor selbst nicht wirklich zu analysieren vermag.

Auch in den USA wurden „The Settlers of Catan“ mittlerweile zum „Game of the Year“ gewählt. Die „Siedler von Catan“ eroberten darüber hinaus England, Frankreich, Italien, Portugal, Südamerika, Polen, Ungarn, Skandinavien und sogar Japan. – Die Catan-Begeisterung im Land der aufgehenden Sonne geht mittlerweile sogar so weit, daß Catans japanische Lizenznehmer – und nicht, wie bisher, der Verleger des deutschen Originalspieles - die alljährlich im Oktober auf der „Spiel“ in Essen ausgetragenen „Siedler-von-Catan“-Weltmeisterschaften 2003 veranstalten werden.

Weltweit sind es, grob geschätzt, mittlerweile mehr als 15 Millionen Menschen, die regelmäßig in die Spielewelt von Catan eintauchen. Das Spiel wurde bislang in achtzehn verschiedene Sprachen übersetzt.


Top


Mehr als nur ein Spiel

Eine der vielen Besonderheiten der „Siedler von Catan“ besteht darin, daß aus dem was heute als „Siedler von Catan Basisspiel“ bezeichnet wird, eine ganze Spielefamilie erwachsen ist.

Möglich wurde diese „Catan-Familiengründung“ dadurch, daß das Spiel einen variablen Spielplan besitzt, d.h. daß der Plan nicht, wie in der Zeit „vor Catan“ meist üblich, starr und am Stück auf den Tisch kommt, sondern daß er aus vielen einzelnen Teilen immer wieder neu und anders zusammengesetzt wird.

 In die Sprache des Autofahrers übersetzt hieße das: Man kauft sich mit dem „Siedler-von-Catan Basisspiel“ zunächst eine hervorragend funktionierende Familienkutsche. Diese Familienkutsche aber ist so konstruiert, daß man mit Hilfe zusätzlicher Teile im Handumdrehen daraus ein Motorboot (Einbau des Spielmaterials aus der Catan-„Seefahrer-Erweiterung“) oder eine anspruchsvolle Luxus-Limousine (Einbau des Spielmaterials aus der Catan-„Städte und Ritter-Erweiterung“) zaubern kann. Der „Van-Variante“ entsprächen in diesem Beispiel die sogenannten „Ergänzungs-Sets“, mit denen man sowohl das Basisspiel als auch die Erweiterungen von drei bis vier Mitspielern bzw. Mitfahrern auf fünf bis sechs aufrüsten kann. – Und damit auch Paare bzw. Spielbegeisterte, die meist nur zu zweit ihrem Hobby nachgehen, nicht zu kurz kommen, entwickelte Klaus Teuber auch noch das „Catan“-Kartenspiel für zwei Personen. Es gilt heute als das meistverkaufte, nicht-abstrakte Zweipersonenspiel der Neuzeit.

Von 1998 bis 2002 erschloß sich „Catan“ weitere Dimensionen. In den „Historischen Szenarien“ führt uns Klaus Teuber spielerisch über die Heerstraßen von Alexander dem Großen, an die Gestade des Nils zur Pharaonenzeit, an die Chinesische Mauer, mit der sich das Reich der Mitte gegen Einfälle der Mongolen zu schützen suchte, und last but not least vor die Tore Troias.

Daß Catan nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Zukunft spielen kann, unterstrich Teuber mit seinem Supererfolg „Die Sternenfahrer von Catan“ und dem daran anknüpfenden Zweipersonenspiel „Sternenschiff Catan“.

Wie variabel das catanische Spielprinzip ist, wurde im Oktober 2002 erneut deutlich, als Klaus Teuber seine aus Sechseckfeldern aufgebaute Spielewelt in den Dienst der Zeitschrift „Stern“ stellte und zur Stern-Serie „Abenteuer Menschheit“ ein gleichnamiges Spiel schuf, das die Ausbreitung der ersten Menschen über den Erdball zum Thema hat.

2003 schließlich brachte eine spektakulär erneuerte Catan-Erlebniswelt. – Waren bislang die Siedlungen, Städte, Strassen und Figuren von Catan aus abstraktem Holzmaterial gefertigt, so zollte der KOSMOS-Verlag dem Catan-Erfolg nun durch eine aufwändige Neubearbeitung Tribut.

Die neue vollplastische Catan-Welt mit ihrem feinmodellierten Spielmaterial begeistert vor allem auch Kinder, die im Laufe der Jahre gelernt hatten, den Älteren die Vorherrschaft auf catanischem Boden streitig zu machen.


Top


CATAN
- Ludographie, Zahlen und Fakte
n

 ALLE SPIELE DER CATAN-FAMILIE SIND ERSCHIENEN IM KOSMOS-VERLAG
Catan online und auf PC

 CATAN WEB ADRESSEN:


Top


 
PRESSESPIEGEL 

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG: „Deutschland, einig Siedlerland. Stammte dieser Spruch von einer Werbeagentur, würfe man ihr branchenübliche Dicktuerei vor - es ist aber keine Werbung, sondern die Wahrheit...“

MAIN POST: „Die „Siedler von Catan“ erzielen aber nicht nur sensationelle Verkaufserfolge, sie haben auch die deutsche Spielelandschaft nachhaltig verändert. Hunderttausende von Menschen haben sie wieder zum Spielen gebracht...“

FLENSBURGER TAGEBLATT: „Auf dem besten Weg ein moderner Klassiker zu werden, ist das 1995 erschienene Spiel "Die Siedler von Catan" von Klaus Teuber...“FAZ „Klaus Teuber, der angenehm bescheiden gebliebene "König von Catan", hat diejenigen Lügen gestraft, die meinen, anspruchsvolle Spiele verkauften sich nicht. Sein "Spiel des Jahres" mit der gelungenen Mischung aus Taktik, Glück und Verhandlungsgeschick ist bereits zum Spiel des Jahrzehnts geworden und hat, wie manch ein Experte meint, durchaus die Qualität zum "Spiel des Jahrhunderts".“


Top


Wie die 
„Siedler von Catan“  funktionieren...

...erzählt der Spiele-Fachjournalist Harald Schrapers in seiner Online-Publikation „games we play“

„Die Siedler von Catan sind das Spiel des vergangenen Jahrhunderts. Mit diesem Millionen-Seller hat die Entwicklung des Brettspiels einen weiten Sprung nach vorn gemacht. Der Erfolgsautor Klaus Teuber produziert Spiele nicht am Fließband. Für die Siedler hat er vier Jahre gebraucht. Das Ergebnis ist entsprechend beeindruckend.

Catan ist eine große Insel, die aus 19 Landfeldern besteht, um die wiederum 18 Wasserfelder gelegt werden (mit dem Ergänzungs-Set für 5 und 6 Spieler ist die Insel mit 15 zusätzlichen Landfeldern fast doppelt so groß). Der große sechseckige Spielplan sieht also immer, je nachdem, wie die Landfelder verteilt sind, anders aus. - Auf Catan finden wir Acker-, Hügel- und Weideland sowie Wald, Gebirge und etwas Wüste. Jede Landschaft – außer der Wüste – wirft Rohstoffe ab: Getreide, Lehm (aus dem wir Bausteine machen), Schafwolle, Erz und Holz.

Jede SpielerIn beginnt mit zwei Siedlungen und zwei Straßen. Die Straßen werden zwischen den Landfeldern gebaut, die Siedlungen stehen immer an den Kreuzungen. Dort grenzen sie jeweils an drei Land- bzw. Wasserfelder. Jedes Landfeld hat eine Ziffer. Zu Beginn ihres Zuges würfelt eine SpielerIn zunächst. Die Landfelder mit der gewürfelten Ziffer werfen Rohstoffe als Ertrag ab. Spielkarten mit den Rohstoffen erhalten alle SpielerInnen, die angrenzend an das entsprechende Landfeld eine Siedlung gebaut haben.  Mit den Rohstoff-Spielkarten kann ich bauen. Für eine Straße brauche ich zum Beispiel eine Bausteine- und eine Holzkarte. - Wenn mir bestimmte Rohstoffe fehlen, kann ich handeln. In meinen Siedlungen am Wasser, bei den Häfen, betreibe ich Außenhandel, tausche die eine Rohstoffart gegen die andere. Und die SpielerInnen können untereinander im Binnenhandel ihre Rohstoffkarten tauschen, wie sie wollen.

Die Siedler sind ein brillantes Entwicklungsspiel. Würfeln, handeln und bauen sind der Grundablauf des Spiels, der zudem durch Entwicklungskarten und den räuberischen Ritter ergänzt wird. Aber auch mit der schwarzen Ritterfigur bleibt das Spiel friedlich. Doch dort, wo der Ritter steht, können keine Rohstofferträge eingefahren werden.

Wahrscheinlich ist der friedlich-konstruktive Ablauf ein Grund für den enormen Erfolg dieses Spiels. Was sich eine SpielerIn – oft mühsam – aufgebaut hat, kann ihr kein anderer kaputt machen. Sicherlich: Es kann einem eine Straße oder ein Bauplatz blockiert werden. Trotzdem ist der Frustfaktor sehr gering.

Der Spielablauf galt zunächst als nicht ganz einfach. Es gab 1995 erhebliche Diskussionen darüber, ob ein solch anspruchsvolles Spiel – in der Erstauflage hieße es noch „ab 12 Jahre“ – überhaupt Spiel des Jahres werden dürfe. Doch diese Diskussion hat sich bald gelegt. Zumal der Einstieg ins Spiel vorbildlich erleichtert wurde... Nicht ohne Grund wurden die Siedler auf der Spiel '95 mit der Goldenen Feder der Stadt Essen, einem Wanderpreis für das Spiel mit der besten Regel, ausgezeichnet. Mit der Prof. Easy-Einsteigeranleitung, die es auch in einer interaktiven Internetausgabe gibt, ist der Versuch gestartet worden, noch mehr Leute zu gewinnen, die Siedler werden wollen.

Die Siedler sind zum Pionier für das aktuelle Brettspiel geworden. Es ist das Spiel, mit dem nun auch der Kreis der Leute, der bislang nur Klassiker wie Schach, Backgammon oder Kartenspiele regelmäßig spielte, erreicht werden kann.

Inzwischen ist eine Neuauflage erschienen, die nicht mehr das bekannte Holz-Spielmaterial enthält, sondern modellierte Kunststoff-Figuren. Auf die Reise kann es als Travel-Box mitgenommen werden.“


Top

Quelle: Kosmos - Pressemitteilung