Team
Annaberg
Marcel-André
Casasola-Merkle
Christwart
Conrad
Jens-Peter
Schliemann
Bernhard
Weber

DIE H@LL9000 - REPORTAGE: 

Team Annaberg: 
Marcel-André Casasola Merkle


Technische Daten

Jahrgang: 1977

Wohnort: Köln

Familienstand: vergeben

Hobbies: Filme sehen, Filme drehen, Lesen, Schreiben, Programmieren, Politik.

Ausbildung: Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln

Wie bestreitest du deinen Lebensunterhalt: als freischaffender Spieleautor, Spielegrafiker und Redakteur

 

Ludografie:  
- 1997 Elements, Adlung Spiele
- 1998 Verräter, Adlung Spiele
- 2000 Lift off, Queen Games
- 2000 Meuterer, Adlung Spiele
- 2002 Attribut, Lookout Games
- 2003 Bakerstreet, Ravensburger

- 2003 Attika, Hans im Glück
- 2004 Attribut 2, Lookout Games

 


Marcel-André Casasola Merkle persönlich:


Seit wann gehört Spielen zu deinen Hobbies?


Schon immer, ich habe nie damit aufgehört.


Welche Art von Spielen spielst du gerne?


Am liebsten neue, originelle, thematische, nicht zu lange, gemeine, kreative, verrückte, aber gut gemachte Spiele mit Liebe zum Detail und wo Herzblut drin steckt. Vor allem Spiele, von denen man lernen kann. Beim Spielen merkt man als Autor, wo man steht.

 

Welche Spiele gehören zu deinen Favoriten des Jahrgang 2004?  

Ich kann jetzt all die schönen Spiele aufzählen, die in diesem Jahr zu Recht Preise gewonnen haben. Ein starker Jahrgang mit spannenden Mechanismen. Beeindruckt hat mich dieses Jahr Funkenschlag von Friedemann Friese. Ich kannte die Vorgängerversion nicht und war überwältigt davon, nach langer Zeit wieder ein Spiel zu entdecken, wo Thema und Mechanismen so verflochten sind, dass man völlig in die Spielwelt eintauchen kannst. Eine positive Eigenschaft, die wir Autoren mit unseren "German Games" schon fast vergessen haben.
Eine Hassliebe dagegen verbindet mich mit Tongiaki, denn in diesem Spiel ist die Intuition dein größter Feind. Alles, was spielthematisch auf der Hand liegt, führt schnurstracks ins Verderben. Wenn man die Fassade jedoch hinter sich lässt und hie und da ein, zwei Augen zudrückt, dann stößt man auf die herausragend originelle Dynamik des Spiels. "Tongiaki" lebt, es wogt, reißt einen mit. Es wirft einen mal hier mal dorthin, stellt alles auf den Kopf, verlangsamt das Tempo, konfrontiert einen mit wilden Kettenzügen, um nur wenig später wieder zur Ruhe zu kommen.

Welche drei Spiele würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen (sofern Du dort  Gleichgesinnte treffen würdest)?


Das lustige Topfspiel, Mankomania und Doktor Bibber. Wenn sich meine Mitspieler fast totgelangweilt haben, tausche ich meine neuesten Spielideen gegen die größten Kokosnüsse und süßesten Bananen.