DIE H@LL9000 - REPORTAGE:

Rekordzahlen für 
13. Münchner Spielwies’n: 

Neue Räume im 1. Stock und Spielemarathon bis 6.00 Uhr 
früh sorgten für 10%ige Steigerung der Besucherzahlen

 

München, 14.11.2004: Mit einem Wachstum von fast 10 Prozent auf knapp 27.000 ging die 13. Münchner Spielwies’n am Sonntag, den 14.11.2004 in München zu Ende. Diesen Erfolg schreibt Veranstalterin Petra Griebel vor allem den maßgeschneiderten Angeboten für alle Altersgruppen zu. 

Der als Schnuppertag für Familien beworbene Freitag mit nur drei Euro Eintritt wurde sehr gut angenommen und sorgte für ‚volles Haus’ in der neu geschaffenen Kid’s Area im 1. Stock. 


Autorennachwuchs mit Patent in der Kids Area

Am Samstag standen die echten Spielfreaks bereits um kurz nach 9.00 Uhr in meterlangen Schlangen vor den Kassen, um bei Einlass um 10.00 einen Spiel-Platz für die zur Kultveranstaltung avancierten ’langen Nacht der Spiele’ zu ergattern. Erstmalig kooperierten die Veranstalter an diesem Abend mit der Forum-Gastronomie. Nach Spielwies’n-Ende um 23.00 Uhr wurde der Ausstellungsbereich zwar geschlossen, weiter ging es aber in der Isar-Lounge, wo die Betreiber ihr Szene-Publikum zur Gambler-Night eingeladen hatten. Für die Besucher der Spielwies’n war der Zutritt im Tagesticket inbegriffen. Bis 4.00 Uhr früh wurde fröhlich gezockt und gewürfelt. Die Marathonspieler blieben bis nach 6.00 – um nach einer sonntäglichen Frühstückspause um 9.00 schon wieder als erste an die Spielbretter zurückzukehren. 


Goldbräu-Turnier mit den Wiesn-Wirten

Riesengaudi dann am Sonntag beim alljährlichen Benefiz-Turnier – diesmal mit Münchner Gastronomie-Prominenz. Wirte-‚Napoleon’ Richard Süßmeier, Platzl-Hotel-Inhaber Peter Inselkammer, Nockherberg-Chef Peter Pongratz und Paulaner ‚Haferlgucker’ Christoph ‚Putzi’ Holenia zockten mit vollem Einsatz bei ‚Goldbräu’ um viele Taler für die bedürftigen Kinder des Münchner Vereins ‚Spontane Kinderhilfe’. Ausgerichtet hatte das Turnier der Zoch-Verlag, organisiert wurde es von den Spielwies’n-Machern und gespendet hatten die Wirte gemeinsam mit den anwesenden Verlagen. Das Weihnachtspaket in Höhe von ca. 3000 Euro bestehend aus Bargeld für Geschenke, vielen Spielen, Gutscheinen für Weihnachtsbäume und vier Essenseinladungen in die Gastronomiebetriebe der Spielakteure wurde von Susanne Rohrer, Bayern 3, die das Turnier höchst launig und amüsant moderiert hatte übergeben. Cleverster Wirt wurde übrigens Urgestein Richard Süßmeier. ‚Das war mir schon vorher klar – bei meiner langjährigen Erfahrung’, meinte der verschmitzte Wies’n-Veteran. 


Familienturnier mit Geistetreppe

Gute Laune auch bei den ca. 60 Ausstellern, von denen die meisten bei einer Befragung sowohl der spielerischen Atmosphäre wie auch dem Veranstaltungsteam Bestnoten gaben. Hans Rüttinger vom Verlag Drei Magier, der in diesem Jahr zum ersten Mal teilgenommen hatte, war so angetan, dass er sich schon am Freitagabend beim traditionellen Get-together der Aussteller und des Orga- und Helferteams begeistert für nächstes Jahr anmeldete. 

Ein Erfolgsrezept liegt sicher im spielefocussierten Konzept des Festes. Verlagsstände nehmen etwa gleich viel Platz ein wie die reine Spielfläche mit Spielothek, auf der 60 wandelnde Spielregeln unermüdlich und geduldig einem spielwütigen Publikum von früh bis spät Klassiker und Neuheiten erklärt, um so vor einem etwaigen Fehlkauf zu schützen. 


Spielwies´n Cup mit Sankt Petersburg

Nur eine Sorge plagt die Veranstalter von Bayerns größtem Spielfest trotz erneuter Platzerweiterung: Die Veranstaltung platzt aus allen Nähten. ‚Wir müssen draußen bleiben’ hieß es am Samstag Nachmittag für einige Stunden für Neuankömmlinge. Drinnen herrschte so drangvolle Enge, dass die Kassen vorübergehend geschlossen werden mussten, was verständlicherweise für einigen Unmut sorgte. 

Ein Jahr haben die Veranstalter nun wieder Zeit, um zum wiederholten Male über eine neue Bleibe nachzudenken. Nicht ganz einfach, bei den Vorzügen, die der langjährige Veranstaltungsort Forum vorzuweisen hat: Die Innenstadtlage neben dem weltbekannten Deutschen Museum, ausgezeichnete Erreichbarkeit und die räumliche Aufteilung, die der Veranstaltung eine dichte Atmosphäre abseits jeglicher Messehektik verschafft.

Text & Fotos: Münchner Spielwies´n