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Carcassonne- |
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Ist das
nicht der Traum eines jeden Spieleautors? Man erfindet ein Spiel, es
wird veröffentlicht und schlägt ein wie eine Bombe. Es wird Spiel
des Jahres, wird ein Megaseller und eine Vielzahl an Varianten
folgen. Die Fan-Gemeinde des Spiels Carcassonne von Klaus-Jürgen
Wrede ist in jedem Fall sehr groß
und so wundert es niemanden, dass überregionale Turniere in dieser
Disziplin ins Leben gerufen wurden.
Im Jahr
2005 startete eine Innovation, die erste Ranglistenmeisterschaft, bei
der die Spieler
von Turnier zu Turnier tingeln und Ranglistenpunkte sammeln können. Hierbei öffnete man die Pforten weit über die
deutschen Grenzen hinaus.
Auch
die Kooperation aus Mannheimer
Spieliotheken
und
H@LL9000
beteiligte sich an dieser Ranglistenturnier-Serie und gab am
18. Juni 2005 Spielern
aus dem Großraum Mannheim
die Gelegenheit an einem
Carcassonne-Turnier teilzunehmen.
Es kamen jedoch nicht nur Spieler
aus der näheren Umgebung, sondern auch von weiter her. So durften wir
Gäste aus Frankfurt, Wiesbaden, Schwäbisch Hall, aus dem Saarland
und sogar aus der Nähe aus Erlangen begrüßen. Dennoch traten nur 19
Teilnehmer an.
Hierfür
konnten wir 2 Gründe ausfindig machen: Einerseits war das Wetter eher
eine Einladung an den Baggersee, andererseits fand das Mannheimer
Turnier zeitgleich zu einem Turnier in Karlsruhe statt, was uns nicht
wirklich bewusst war.
Merke:
Beim nächsten Mal werden wir genauer
schauen, wann die nähere Umgebung ihre Turniere veranstaltet.
Die
Vorausscheidung ging über 3 Runden, bei denen wir darauf achteten, dass niemand mehrfach gegeneinander spielte und
auch der Startspieler halbwegs ausgeglichen verteilt wurde. Vor
Spielbeginn gab es allerdings noch einige Regeldiskussionen. Im Laufe der Jahre
entwickelten sich verschiedene Wertungsmöglichkeiten, die
gemeinsam miteinander besprochen und festgelegt wurden.
Soweit so
gut... unser Vorschlag, für das Finale, eine Erweiterung mit hinzu
zu nehmen, stieß nicht bei allen Teilnehmern auf große Gegenliebe.
Dabei wollten wir nur ein wenig Abwechslung in die Sache bringen... so
kann man sich täuschen :-).
Merke: Echte
Carcassonne-Freaks mögen es reinrassig!
Den
Aufruf vor Spielbeginn, die Vollständigkeit der Spiele zu prüfen,
drang leider nicht zu jedem Spieler durch, so dass bei einer Partie
erst zu Spielende erkannt wurde, dass 2 Karten fehlten, was zu heißen
Diskussionen, bis hin zur Androhung des Turnier-Abbruchs eines
Teilnehmers führte. Eine Lösung konnte jedoch gefunden werden.
Merke: Beim
nächsten Turnier werden hierzu eindeutige schriftliche Regelungen
getroffen. Wenn dann vergessen wird den Inhalt zu prüfen, wird mit den Karten zuende gespielt.
Fertig!
Die Top 8 deuteten sich heraus und traten die Finalrunden an, in denen nur noch 2er-Partien gespielt wurden.
Im End-Finale trat dann noch eine unerwartete
Pleite auf, denn das Carcassonne-Spiel mit Erweiterung war mehr eine
Promenadenmischung verschiedener Erweiterungen,
was dann passieren kann,
wenn man mal ein Spiel mir Erweiterungen ausleiht.
Dieser Faux pas ging auf die Kappe des Autors dieses Artikels.
Die Finalisten
zweifelten schon während des Spiels, ob hier alles stimmen kann. Als
das Spiel endete, waren sich beide Finalteilnehmer einig.... da stimmt
was nicht. Einem Gelegenheitsspieler wäre so etwas sicher nicht
aufgefallen, aber die Ranglistenspieler kannten nahezu alle Plättchen
auswendig und wussten gegen Ende eines jeweiligen Spiels stets, welche Teile noch
fehlen. Respekt! Das hätten wir nicht erwartet.
Merke: Auf
Carcassonne-Turniere kommen nicht nur Gelegenheitsspieler, sondern
vor allem auch Carcassonne-Kenner! Denen kann man so leicht nichts
unterjubeln. D.h. in Zukunft müssen die Spiele vor Turnierstart genauer kontrolliert
werden.
Zum Glück konnte sich auch im
Wiederholungsspiel der gleiche Spieler, Ralph Querfurth,
durchsetzen, so dass es keinen Grund für weitere
Diskussionen gab.
Ein besonderes Lob geht an die 9 jährige Leonie aus Frankfurt, die sich gegen all die Erwachsenenrunden bis auf Platz 6 hervor kämpfen konnte! Damit das Turnier nicht nur ein
Ranglistenturnier darstellt, sondern auch ein spezielles
Wer danach noch Lust auf andere Spiele
hatte, durfte sich noch bis um 24:00 Uhr austoben.... dann schlossen
wir die Pforten.
Zusammengefasst: Im Gegensatz zu den Vorgängerturnieren verlief hier nicht alles ideal, was mitunter daran lag, dass wir die Ranglistenspieler ein wenig unterschätzten. Dennoch waren wir in Summe zufrieden. Wir haben ein wenig dazu gelernt und werden natürlich versuchen es beim nächsten Mal wieder ein Stückchen besser zu machen ... wir sehen uns also beim nächsten Turnier... Frank Gartner
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