25. Spielautorentreffen in Göttingen
Text und Fotos von Karsten Höser


Einleitung Autoren und Spielemacher

Göttingen, 24./25. Juni 2006: 

Zum 25. Mal fand das Spieleautorentreffen in Göttingen statt. Darauf ging auch Wieland Herold (rechts) in seiner Rede während der Eröffnungsfeier ein und überreichte als Dankeschön Karin und Reinhold Wittig (mitte/links) einen Ehrenspatz gefüllt mit Würfeln. Überschattet war das Jubiläum nur von der Fußballweltmeisterschaft. Auch wenn R. Wittig es mit Humor trug, war es doch bitter mit anzusehen, wie sich um 17.00 Uhr die Halle leerte und viele Autoren und Redakteure sich entweder vor die Glotze hockten oder sich in die Stadt begaben. Nur ein paar wenige sind der Veranstaltung treu geblieben. Das hätte eine Jubiläumsveranstaltung nicht verdient.


Während der Eröffnungsfeier hat Prof. Klaus Dicke stellvertretend für die Universität der Stadt Jena den INNO-Spatz 2006 verliehen bekommen. Peter Lemke stellte in seiner Laudatio die Berührungspunkte der Uni mit dem Spiel vor. An der Uni ist ein Forschungszweig für mathematische Optimierung eingerichtet worden. Dort werden unter der Leitung von Dr. Ingo Althöfer, auch Spieleautor, die Verbindung von Mathematik, Computer und Spiel gelehrt.

Der diesjährige ALEX, verliehen von der SAZ, die dieses Jahr ihren 15. Geburtstag feiert, wurde an die drei Journalisten Marc Engelhardt (NDR Online), Thilo Mischke (GEE Magazin), er bekam den Preis schon zum zweiten Mal, und Stefan Olschweski (Radio FLR) verliehen. Sie zeichneten sich durch besondere Berichtserstattung über Spiele im Print- und Audiobereich aus.

Am Sonntag wurde der Gewinner des Spielautoren-Stipendium bekannt gegeben. Den Preis erhielt Matthias Prinz. Er wird in den nächsten Monaten die Spieleverlage Drei Magier Spiele und Ravensburger besuchen und im Spieleladen Spieleburg Göttingen und im Deutschen Spielearchiv die entsprechenden Eindrücke sammeln. 
Ausnahmsweise ist dieses Jahr auch ein Sonderpreis für den jüngsten Spielautor vergeben worden. Der neunjährige Raphael Renter ist beim Hans im Glück Verlag eingeladen um einmal hinter die Kulissen schauen zu dürfen.


Zum Hippodice-Spieleautorenwettbewerb:

Wie in den Jahren zuvor hat auch der Hippodice Spieleclub aus Bochum die Gewinner des Spieleautorenwettbwerbes ausgezeichnet. Der erste Preis wurde an Thomas Odenhoven (links) für sein Spiel "East India Railway" verliehen. Der zweite an Inka und Markus Brand (rechts) für ihr "Guatemala Cafe". Leider war Erich Haeffner mit seinem Spiel "Duell der Elemente" nicht anwesend. 

Erstmalig sind zwei Sonderpreise ausgelobt worden. Der erste ging an Udo Peise (unten links) für sein bestes Kinderspiel "Husch hinter'n Busch", der zweite an Heinz Georg Thiemann (unten rechts), der mit dem Spiel "Planet Mars - die erste Siedlung" den Sonderpreis für das beste abendfüllende Spiel erhielt.

Neben den Preisverleihungen fanden natürlich auch wieder viele Gespräche zwischen den Spieleautoren und Verlagsvertretern, die in reichlicher Zahl erscheinen waren, statt. 

Karsten Höser


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