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Am Sonntag, dem 05.08.2007,
fand in Köln der 9. Deutsche Games Day statt. Die Räumlichkeiten
des Gürzenich waren mit mehr als 3500 Besuchern voll ausgelastet.
Als
wir den Gürzenich betreten, ist es bereits 10:30 Uhr. Es ist die Hölle
los. An den Verkaufsständen von Forgeworld haben sich bereits lange
Schlangen gebildet. Macht nichts, wir besuchen Forgeworld später. Erst
einmal den Sammlertrieb befriedigen und die Games Day Miniatur einkaufen.
Dann gehen wir sofort die Treppe hoch, um die Spieltische anzuschauen. Auf
halbem Weg legen wir schon einen Zwischenstopp ein. Die bemalten Armeen
der Mitarbeiter von Games Workshop sind ausgestellt. Skaven, Oger,
Echsenmenschen, Waldelfen, Khemri und Hochelfen kann man bestaunen.
Nun betreten wir die große Halle mit den Spieltischen. An den Tischen
rollen bereits die Würfel der Spielbegeisterten. Auf jedem der 20 Tische
bietet sich ein anderes Szenario zum Mitspielen an. Gespielt wird
Warhammer 40.000, Warhammer Fantasy und Der Herr der Ringe.
An einem der Tische kann man sogar in die Welt von Necromunda
eintauchen.
Es
ist schier unmöglich, sich an den vielen Details der Tische satt zu
sehen. Einer der Bastler hat eine Maske seines Gesichts in eine
Gebirgswand eingebaut und ein Wasserfall plätschert fröhlich über seine
Nase. Man sieht Space Marines, die sich durch unterirdische Gänge langsam
vorarbeiten, Skelette, die rund um ein Lagerfeuer sitzen und sich
"wärmen", oder von Spinnweben übersäte Ruinen sowie ganze Ruinenstädte.
Mitten auf einem der Schlachtfelder steht sogar ein einsames
Toilettenhäuschen. Der Turm von Isengart ist bei einer Größe von zwei
Metern nicht zu übersehen und in einem Gang unter dem Schlachtfeld
versuchen Skaven, eine unterirdische Vampirgruft zu erreichen.
In
der Haupthalle sehen wir außerdem noch das große Warhammer Display
"Angriff auf Barak Varr". Auf ca. 10 Quadratmetern versuchen die Orks und
Goblins eine Zwergenstadt zu stürmen. Etliche Schiffe und Flösse
vollgepackt mit brutalen Schwarzorks, chaotischen Goblins, Squicks und
allem, was dazugehört, versuchen die Steinwälle der Hafenbefestigung der
Zwerge zu erreichen. Das Wasser ist voller Wrackteile von zertrümmerten
und gesunkenen Schiffen. Die Spinnenreiter haben die Festungswände bereits
erreicht und erklimmen sie. Kamikaze-Goblins zerschellen an den
gigantischen Steinwänden der Zwerge. Die Kanonen der Zwerge versuchen die
größten Schiffe am Erreichen des Hafens zu hindern. Einfach der pure
Wahnsinn.
In der großen Halle finden wir außerdem den Bereich des Speedpaintings
und die Verkaufsstände von Games Workshop.
Auf der Bühne
kann man in eine neue Erweiterung für Warhammer 40.000 reinschnuppern.
Apokalypse ist ein Versuch, große Spiele mit riesigen Armeen
auszutragen. Hier stehen jeder Seite 10 bis 15 Fahrzeuge und Panzer zur
Verfügung. Die Schablonen der Waffen sind um ein Vielfaches größer als
beim normalen Warhammer 40.000.
Aber irgendwann müssen wir die große Halle verlassen, um die Beiträge des
diesjährigen Golden Demon Malwettbewerbs zu sehen. Man kann die
unzähligen Beiträge unmöglich alle erwähnen. Ein Riese mit Sonnenbrille,
der Saxophon spielt, eine Gruppe Harlequins, die fünf genialen Death Rider
von Forgeworld, eine Adlige der Dunkelelfen auf ihrem Drachen, ein Tyrann
der Oger oder ein Vampir, der sich an die Wand seines Schlosses lehnt. Wie
malt man ein solches Muster auf das Kleid einer Elfe? Selbst die Beiträge
der Youngbloods (also Künstler unter 14 Jahre) lassen einen vor Neid
erblassen.
Eine
Ecke desselben Raums ist reserviert für die Leute des Teams Deutschland,
die sich bereits mit einer Artikelserie im White Dwarf vorgestellt haben.
Hier kann man sich mit den Leuten unterhalten, welche für die Kunstwerke
in den Vitrinen des Malwettbewerbs verantwortlich sind.
Eine Treppe höher stellen Hobby Clubs sich und ihre Spieltische vor
und laden zum Mitspielen ein. In einem extra Bereich wird noch
Warhammer Online Age of Reckoning vorgestellt. Ebenso kann man
Squad Command für kleine Spieleconsolen von Nintendo oder Sony testen.
Auf jedem Games Day sind die Verkaufsstände von Forgeworld heiß
begehrt und dürfen nicht fehlen. Kann man mit einem Riesen von 21 cm Größe
wirklich Warhammer spielen? Egal, beeindruckend ist er auf jeden Fall.
Einen Katalog von Forgeworld nehmen wir auf jeden Fall mit.
Wer
will, kann auch ein Schwätzchen mit den Designern aus England
halten. Zu Gast sind die Miniaturendesigner Aly Morrison und Mark
Harrison, der Autor Ben Counter, Art Director John Blanche und noch einige
mehr.
Einziger Wermutstropfen war der Empfang der Presseleute in diesem Jahr,
der im Vergleich zu den letzten Malen sehr mager ausfiel, wobei wir dabei
am meisten die Pressemappe vermissten, die immer sehr aufschlussreiche
Informationen über das Unternehmen und seine Entwicklung enthielt.
Ansonsten war der Games Day 2007 wieder ein großer Erfolg und somit darf
man sich bereits jetzt auf das nächste Jahr freuen.
Frank Schwarz |