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Am Sonntag, dem 27.08.2008, fand in Köln der 10.
Deutsche Games Day statt. Wir betraten pünktlich um 10:00 Uhr den
Gürzenich in Köln und stürmten nicht wie die meisten Teilnehmer zum
Forgeworld-Stand, sondern in die große Halle mit den Spieltischen.
Unterwegs entdeckten wir die Vitrinen mit den Figuren der Mitarbeiter.
Viele verschiedene Schädelsammler, Vampirfürsten und komplette Armeen der
Mitarbeiter konnten wir bestaunen.
In der Halle rollten bereits die Würfel der
unzähligen Spielbegeisterten. Natürlich waren wieder viele Tische zu den
Themen Warhammer Fantasy, Warhammer 40k und Der Herr der Ringe
vertreten. An jedem der Tische konnte man ein anderes Szenario
spielen:
Bei Warhammer 40k versuchten imperiale
Truppen verzweifelt ihre Stellungen gegen eine nahende Nebelwolke des
Chaos zu verteidigen. Unter den Auswirkungen der Wolke begann bereits die
Erdkruste aufzureißen und riesige Augäpfel schauten den Spielern entgegen.
An einem anderen Tisch wollten die Tau eine Randwelt des Imperiums in ihr
Reich integrieren. Der Tisch in Übergröße war voller Häuser und auch eine
Stadtmauer war zu sehen. Überall fanden bereits die Straßenkämpfe statt.
Am nächsten Schauplatz fand ein Wagenrennen der Orks statt. Die Regeln des
Rennens waren minimal. Man durfte seinen Konkurrenten rammen, erschießen,
abdrängen oder sonst irgendwie ausschalten.
In der Welt von Warhammer Fantasy waren die
Untoten stark vertreten. Auch sie lieferten sich erbitterte
Straßengefechte mit den imperialen Truppen. Das ganze Spielfeld war eine
fantasievoll gestaltete Stadt, in der sich die Menschen hinter
provisorischen Barrikaden verschanzten und den Angriff der Ghule und
Skelette abwarteten. Mit Skeletten und Ghulen schlugen sich auch die
bretonischen Truppen herum. Zu der Armee von Heinrich Kemmler zählten
sogar noch die gefürchteten untoten Blutritter. Sie waren mehr als eine
Herausforderung für die Ritter Bretonias. An einem anderen Tisch konnte
man an einer Untoten-Olympiade teilnehmen. Beim Zombiehürdenlauf wurde die
Geschicklichkeit der Zombies getestet. Wen wundert es da noch, dass kaum
ein Zombie es schaffte, unbeschadet über eine der Hürden zu kommen. Die
vor kurzem erschienen Dämonen wurden auch nicht vergessen. Dämonen der
vier Chaosgötter stritten sich um die Kontrolle eines gewaltigen Tors zur
Welt der Sterblichen.
Zum Thema Der Herr der Ringe gab es ebenfalls
einiges zu bewundern. Eine eindeutig unterlegene Armee der Menschen
kämpfte direkt vor dem schwarzen Tor gegen eine Übermacht der Orks. Für
die Menschen galt es hier zu überleben und dem Ringträger ein wenig Zeit
zu verschaffen. Beim Kampf um eine Stadt des Reiches Gondor am Rande der
Wüste sahen sich die Verteidiger einem Heer der Haradrim mit mehreren
Mumakil gegenüber.
An einem Tisch konnte man das Spielsystem
Raumflotte Gothic testen. Gespielt wurde auf einer Plexiglasscheibe,
unter der man die Weite des Weltraums inklusive der bereits zerstörten
Weltraumschiffe sehen konnte.
Mein persönlicher diesjähriger Favorit war ein
Spieltisch mit einer 3D-Platte für Talisman. Ein riesiges
Spielfeld, auf dem alles sehr liebevoll modelliert war: Die Stadt, die
Dungeons, der Friedhof, der Wald, die Kapelle, die Wüste und vieles mehr.
Leider war ich zeitlich nicht in der Lage, ein komplettes Spiel
mitzumachen. Ich war schon immer ein großer Fan von Talisman und weiß, wie
viel Arbeit es ist, jede Karte zu übersetzen, auszudrucken und
auszuschneiden.
In der großen Halle fand außerdem noch der
Speedpainting-Wettbewerb statt und auf der Bühne waren zwei
Diaramen ausgestellt. Einmal wurden die Stellungen der imperialen
Truppen von Chaos Spacemarines angegriffen. Außerdem konnte man eine
Schlacht der Hochelfen gegen einen Angriff durch eine schwarze Arche der
Dunkelelfen beobachten. Sehr viele Details waren zu bewundern, wie der
Fernsehraum der imperialen Armee mit Tischfußball, oder eines der
untergehenden Schiffe der Hochelfen, das von einem Wasserdrachen
angegriffen worden war. Aber bei einem direkt Vergleich zu den Vorjahren:
Den Angriff der Orks und Goblins auf einen Zwergenhafen oder der Überfall
der Skaven auf eine Stadt der Echsenmenschen mitten im Dschungel schnitten
diese Diaramen eher mickrig ab.
Im Nebenraum konnte man die neuen Modelle der
Dunkelelfen, welche nächste Woche erscheinen werden, bestaunen. Hier
war es auch möglich, mit den Spieledesignern Mike Anderson und Phil Kelly
Kontakt aufnehmen. Als weitere Gäste waren hier John Blanche. der Art
Director, und Dan Abnet als Buchautor vertreten.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist immer der Golden
Demon Malwettbewerb. In vielen Vitrinen waren wieder die Beiträge der
Gäste ausgestellt. Hier kann man die unzähligen Modelle einfach nur
bewundern oder sich Anregungen für eigene Farbkombinationen und Umbauten
holen. Zu sehen waren neben vielen anderen imposanten Werken eine
Tiermenschenhorde, bei der jeder Gor mit dem Kopf eines Zerrfleischer des
Khorne umgebaut war, ein armer Sünder, der sich für seine Fehltritte vor
einem Gericht mit einem Sigmarpriester rechtfertigen musste, usw. Ich kann
unmöglich alle Eindrücke aufzählen, die mir hier aufgefallen sind.
Gesondert sollte noch die Vitrine von „Team Deutschland“ erwähnt werden.
Hier konnten GW-Umbauten aller Art auf höchstem Bemalniveau bestaunt
werden.
Als nächstes starteten wir unseren Einkaufsbummel.
Ich leistete mir als erstes die Games Day Figur (ein Spacemarine Captain)
sowie das neue Armeebuch der Dunkelelfen (eine Woche vor dem offiziellen
Termin). Die Verkaufsstände von Forgeworld haben wir uns nicht
angeschaut, der Andrang war einfach zu groß. Aber den Katalog musste ich
natürlich mitnehmen.
Im Kellergeschoß waren Regelbücher, Graphiken,
Miniaturen und vieles mehr zum 25-jährigen Jubiläum von Warhammer Fantasy
ausgestellt. Das mussten wir natürlich auch sehen und in der
Erinnerung an alte Zeiten schwelgen. In einem weiteren Kellerraum konnte
man das neue Warhammer Online, Blood Bowl und Battle March auf dem
Computer testen. Da ich kein Computerspieler bin, habe ich den Spielern
nur ein bisschen über die Schulter geschaut und die geniale Grafik
bewundert.
Außerdem gab es noch einen Umbau- und einen
Missionsmarkerwettbewerb. GW stellte Unmengen an Kleinteilen zur
Verfügung. Die Bastler durchwühlten die Kisten und konnten sich ein
eigenes Mitbringsel vom Games Day selbst gestalten.
Ich glaube, der zehnte Deutsche Games Day 2008 war
wieder ein großer Erfolg. Es hat Spaß gemacht, durch die Räume des
Gürzenich zu schlendern, die Neuheiten zu betrachten oder an alte Zeiten
erinnert zu werden. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr!
Frank Schwarz |