DIE H@LL9000 - REPORTAGE:
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Was wurde gespielt?
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Pünktlich zu Beginn um 14:30 Uhr trafen die ersten Besucher ein. Die
vier Spiele-Erklärer hatten während der gesamten drei Stunden eine
Menge zu tun. Von Anfang an mussten
Schildi Schildkröte
und seine Kumpels losarbeiten und die ersten Rennen bestreiten. Diese
Spiele-Sammlung bietet unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.
Sie kann also mit den Kindern mitwachsen. Beim Spielenachmittag leistete sie besonders
mit den jüngeren Kindern gute Dienste in der einfachsten Renn-Variante.
Auch
Der schwarze Pirat
war von Anfang an praktisch mit Beschlag belegt. Hier wurden vor allem die
älteren Kinder angesprochen, denn der Umgang mit dem Blasebalg und die
Menge der Regeln setzt schon etwas mehr voraus. Nicht nur die Fünfjährigen hatten
viel Spaß bei der Schatzsuche und beim Entern. Auch die mitspielenden Eltern
waren mit Feuereifer bei der Sache. In Spielerkreisen wurde seinerzeit die Auszeichnung
von Der schwarze Pirat als Kinderspiel des Jahres 2006 durchaus kritisch gesehen.
Denn der innovative Pustemechanismus kam bereits kurz zuvor bei Akaba zum Zug, das
viele als prämierungswürdig angesehen hatten. Bei unserem Spielenachmittag
wurde Der schwarze Pirat ganz
ohne diese Vergleichsmöglichkeit vorgestellt - und die unvoreingenommenen Familien
zeigen ganz klar: Der blaue Pöppel ist hochverdient!
Und wo wir schon bei den prämierten Spielen sind: Auch die
Geistertreppe - Kinderspiel des Jahres 2004 - wurde einige Male erklommen.
Wie beim schwarzen Pirat konnten auch hier groß und klein zuerst neugierig gemacht und dann
begeistert werden.
Die Spiele für Kinder ab fünf Jahren decken ein Spektrum ab, das viel breiter ist als man zunächst annehmen möchte. Die Qualität der angebotenen Titel hat stark zugenommen und bringt Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters an einen Tisch. Dabei spielen alle gleichberechtigt mit, und die Erwachsenen müssen sich nicht künstlich zurücknehmen. Die beiden oben genannten Titel haben dies beim Wieslocher Spielenachmittag unter Beweis gestellt. Kindergartenkinder sind im Alter zwischen 3 und 6 Jahren. Gerade die
jüngeren dieser Kinder sind erst auf der Schwelle vom freien Spiel zum
Regelspiel. An Spiele für diese Zielgruppe sind andere Ansprüche zu stellen.
Meist werden die Erwachsenen spielerisch kaum gefordert. Für sie geht es mehr
darum, die Kinder an den geregelten Ablauf heranzuführen. Mit diesen kleineren
Kindern kam der Obstgarten hervorragend an. Gemeinsam spielen
alle Spieler gegen den gefräßigen Raben. Damit ist selbst der mögliche Frustfaktor
beim Verlieren abgefedert.
Dauerbrenner in den Kaufhäusern oder Spielzeug-Ladenketten sind Titel wie Lotti Karotti,
Plitsch Platsch Pinguin oder Max Mäuseschreck. Mancher Vielspieler mag ob
der Plastikschlacht in diesen Schachteln davonrennen. Kinder jedoch sind fasziniert
von der bunten Ausstattung und den "Gimmicks" wie dem Käsestück, in das man bei Max
Mäuseschreck seine Maus hineinwerfen kann. Zufällig purzelt sie auf irgendeinem Feld
der Laufstrecke wieder heraus und stellt sich als Stehaufmäuschen
wieder aufrecht hin. Wer zuerst seinen
Käse aus 5 Stücken zusammengesammelt hat, gewinnt. Natürlich erhält und verliert man diese
Stücke unterwegs nach Belieben. Das Material und der spielerische Umgang damit
stehen ganz klar im Mittelpunkt.
Ein weiterer Hit im Spieleraum war übrigens die Ecke zum Toben. Als Räumlichkeit
standen der Essraum und der Turnraum des Kindergartens zur Verfügung, deren Zwischenwand herausgenommen
wurde. Während an der einen Seite das Spieleregal aufgebaut war, konnte an der anderen
Seite gehüpft, gebalgt und getobt werden. Manche Spielerunde wurde etwas gesprengt,
weil ein Kind plötzlich einen unbändigen Bewegungsdrang verspürte, aufsprang und davoneilte. Andererseits waren
sie für die Eltern stets in Blickreichweite, so dass sich diese in der Zwischenzeit noch
gerne das eine oder andere Spiel
zeigen ließen. Aber auch umgekehrt konnten Kinder neugierig gemacht und an die Spieletische
zurückgelockt werden.
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Fazit
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Kathrin und Peter Nos |
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