Porträt: Frank Gartner
frank_gartner

Erzähl uns ein wenig über Deine Person:

Ich bin 1968 in Speyer geboren und im Umkreis von Speyer aufgewachsen, bin seit 1989 mit Monika liiert und seit 1997 mit ihr verheiratet.

Beruflich bin ich seit 2009 als Pendler unterwegs und arbeite als Director Project Management bei einem Hersteller für Schienenfahrzeuge in Görlitz in einem Großprojekt. Eine wirklich spannende und abwechslungsreiche Aufgabe, die ich sehr gerne mache. Für mich ist es "das komplexeste Gesellschaftsspiel, das ich je spielen durfte". :-)

Welche Hobbys hast Du (außer Spielen)?

Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit und der dafür notwendigen Flexibilität, bleibt nicht übermäßig viel Zeit für viele Hobbys, zumindest nichts, wofür man an festen Tagen zeit haben muss. Das Online Magazin HALL9000 schluckt natürlich einiges an Zeit, lässt sich aber prima mit Dienstreisen verbinden. Hin und wieder freue ich mich natürlich an einem Spieleabend- oder Wochenende teilnehmen zu können.

Ich nutze gerne die Fahrten zwischen meinen beiden (600 km voneinander entferten) Arbeitorten, um mich per Hörbuch akustisch durch die Literatur zu wühlen oder Musik (in meinem Fall primär Hard & Heavy) zu hören - so ist auch diese Zeit gut genutzt.

Um einen Ausgleich zum beruflichen Alltag zu bekommen, versuche ich regelmäßig Fitness zu betreiben (etwas Kraft- und Ausdauertraining) und gehe regelmäßig saunieren und schwimmen.

Gutes Essen habe ich schon immer gerne genossen. In 2010 habe ich auch das Kochen für mich entdeckt und kann dabei sehr gut entspannen.

Unsere Urlaube nutzen meine Frau Moni und ich, um per "Weltreise auf Raten" die interessanten Eckchen dieser Erde zu erkunden. 1-2 mal im Jahr steigen wir in den Flieger und erkunden so die Welt. So konnten wir mittlerweile über 50 Länder bereisen. Ab und an gönnen wir uns noch einen Wochenendtrip, einen Konzertbesuch und im Sommer auch gerne eine ausgedehnte Cabrio-Tour.

Dein Lebensmotto?

"Die Kunst des Lebens besteht darin, auch mit schlechten Karten ein gutes Spiel zu machen!".

Seit wann spielst Du und wie bist Du zum Hobby Spielen gekommen? Wie hat sich das bei Dir entwickelt?

Als ganz kleiner Knirps spielten wir die üblichen Klassiker wie "Mensch ärgere Dich nicht", "Marlefiz" und "Reversi". Mit 6 Jahren lernte ich Schach spielen, was ich damals sehr gerne und häufig mit meinem sehr gut spielenden Opa spielte, den ich nach vielen Anläufen mit ca. 10 Jahren zum ersten mal besiegen konnte. Irgendwann schaffte ich es sogar zum speyerer Vize-Meister im Schach (bis zu den 12-Jährigen :-) hängte dann das Schach Spielen aber wieder an den Nagel. Als jugendlicher spielten wir dann sehr gerne Spiele wie "Verlies", "Spiel des Lebens", aber auch "Automobile für die Welt" oder "Energiepoker".

Mit 15 Jahren kam die C-64- und danach die Amiga-Zeit, in der exzessiv Computer gespielt wurde, mit ca. 17 Jahren folgte die Fantasy-Rollenspiel-Phase, die mich einige Jahre faszinierte. Während meines Studiums, Ende der 80er Jahre, kehrte ich dann wieder zu den konventionellen Brettspielen zurück. Seit 1990 fahre ich jedes Jahr für ein paar Tage nach Essen um am Ende der Spielemesse mit einem Kofferraum voller Spiele zurück zu fahren, die dann im Verlauf des Jahres gespielt werden wollen (einige der alten Spiele liegen heute noch ungespielt im Regal!).

Durch die Pressearbeit seit Ende der 90er, wurde daraus nun ein sehr zeitintensives Hobby. Meine Zielsetzung hierbei ist es, das Thema Spiel einem möglichst breiten Publikum näher zu bringen und anderen Menschen ein wenig Spaß zu bereiten. Ich hoffe, dass uns dies mit dieser Website und den Events, die wir organisieren, ein wenig gelingt.

Was fasziniert Dich am Spielen?

Mich faszinieren vor allem die vielen Fassetten, welche Spiele bieten. Sich immer wieder in neue Situation hineindenken zu müssen, Spielmechanismen und deren Möglichkeiten zu analysieren, Taktiken und Strategien zu entwickeln, die Spielzüge der anderen Spieler zu ergründen, andere Spieler in Diskussionen zu fangen und zu beeinflussen, die eigenen Ziele den Begebenheiten anzupassen (wenn ich Platz 1 nicht mehr erreichen kann, versuche ich mir das bestmögliche Ziel zu stecken und zu erreichen), aber auch die zwischenmenschliche Komponente, auf einer freundschaftlichen Ebene sich gegenseitig auch mal in die Pfanne hauen zu dürfen, miteinander zu albern und zu lachen, das gemeinsame spielerische Erleben.... all das ist ein ungemein reizvoller Zeitvertreib. Schade, dass das Spiel ansich von vielen Menschen als kindisch belächelt wird. Meines Erachtens ist Spielen ungemein schulend! Betrachtet man die Palette der verschiedenen Spiele so trainieren diese auf spielerische Weise flexibles und analytisches Denken, sie trainieren das Gedächtnis, die Kommunikationsfähigkeit, die Kooperations- und Kompromissbereitschaft, die motorische Koordination, sie bilden (Wissensspiele)...u.v.m. Man lernt auf spielerische Weise mit Niederlagen fertig zu werden, was einem im Leben sicher nur hilfreich sein kann. :-)

Was mich betrifft, ist Spielen auch ein gutes Training für meine beruflichen Aktivitäten, denn flexibles Denken, ständiges Reagieren auf neue Situationen, sowie viele weitere der o.g. Eigenschaften werden hier benötigt.

Über die regelmäßigen Spieletreffs und das Arbeiten in der Spieleszene hatte ich die Gelegenheit viele interessante und nette Menschen kennen zu lernen, woraus sich wiederum neue Freundschaften entwickelten.

Welche Art von Spielen liegen Dir besonders?

Ich bin ein Mensch, der die Abwechslung liebt, wie auch schon im vorherigen Abschnitt beschrieben.

Generell tendiere ich eher zu strategischen und taktischen Spielen, sofern sie von der Komplexität noch halbwegs zu erfassen sind. Rennspiele mag ich auch sehr und interaktive Spiele, ob im Sinne von Miteinander oder von Gegeneinander ist hierbei fast egal.

Welche Art von Spielen liegen Dir weniger?

Spiele, bei welchen man "gespielt wird", da der eigene Einfluss gleich null ist mag ich nicht sonderlich. Außerdem bin ich kein Freund von Endlosspielen. Es gibt nur wenige Spiele, die mich über eine Dauer von 3 Stunden hinweg unterhalten können. Ich mag es, irgendwann ein Ende sehen zu können.

Deine Lieblingsspiele?

Diese Liste könnte endlos werden: Die Werwölfe vom Düsterwald, Tichu, Blokus, Big Boss, Der Herr der Ringe (Kooperationsspiel), Dvonn, Strand Cup, Carabande, Würfelbingo, Times Up, Schloss Schlotterstein, Einfach Genial, Heckmeck am Bratwurmeck, Caylus, Die Säulen der Erde, Weykick, Turfmaster, Yspahan, Affentennis, u.v.m.

Und jedes Jahr kommen neue Spiele hinzu...