Porträt: Frank Gartner
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Erzähl uns ein wenig über Deine Person:

Ich bin 1968 in Speyer geboren und im Umkreis von Speyer aufgewachsen, bin seit 1989 mit Monika liiert und seit 1997 mit ihr verheiratet. Seit 1994 wohnen wir in unserem Eigenheim in Waldsee, welches über die Jahre sehr individuell an unsere Bedürfnisse angepasst und so weit wie möglich automatisiert wurde Speziell in Corona-Zeiten hat uns dies geholfen nahezu keine Wünsche unerfüllt zu lassen.

Ich bin von Haus aus Elektro-Ingenieur und arbeite seit Mitte der 90er bei einem Schienenfahrzeughersteller. Mittlerweile habe ich knapp ein viertel Jahrhundert Projekt Management - Erfahrung auf dem Buckel und war über die Jahre in diversen leitenden Funktionen an verschiedenen Standorten (Mannheim, Bautzen, Görlitz und Hennigsdorf bei Berlin) tätig. Seit 2009 bin ich demnach Pendler und reise viel zwischen meinem Lebensmittelpunkt und den Einsatzorten hin uns her. Klingt heftig, aber ich habe mich daran gewöhnt. Es ist Teil meines Lebens.

In all den Jahren durfte ich spannende, anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben wahrnehmemn! Das ist einerseits sehr fordernd, aber ich habe Spaß daran gemeinsam mit einem engagierten Team anfänglich unmöglich aussehende Aufgaben anzunehmen und dann doch möglich zu machen. Für sehe diesen Beruf als "das komplexeste Gesellschaftsspiel, das ich je spielen durfte". :-)

Am Spieltisch wird entweder am Wochenende zuhause oder unter der Woche mit Menschen an meinem Arbeitsort gespielt. An jedem Ort kann man Gleichgesinnte finden und das habe ich über die Jahre gelernt...

Welche Hobbys hast Du (außer Spielen)?

Aufgrund meiner beruflichen Reisetätigkeiten habe ich Vereins-Aktivitäten an einem festen Standort wie Badminton und Theater ab 2006 an den Nagel gehängt und meine Hobbies entsprechend adaptiert. Das Online Magazin HALL9000 schluckte früher sehr viel meiner Zeit, ließ sich aber prima mit Dienstreisen verbinden und mittlerweile haben wir auch hier so viel automatisiert, dass es nicht mehr meine komplette Freizeit schluckt.

Musik ist für Moni und mich absolutes Lebens-Elexir. Wir sind zwar offen für viele Musikstile, aber vom Herz her sind wir Metal-Heads! Von melodiösem Rock bis hin zu heftigen Heavy Metal ist alles dabei. So sind wir mittlerweile und zunehmend häufig auf Konzerten, Festivals und Rock/Metal-Cruises unterwegs. Auf diese Weise sehen wir pro Jahr gerne mal 100 verschiedene Bands! Für uns ist das ist Leben pur!

Urlaube dürfen natürlich nicht fehlen! Über die Jahre hat uns unsere "Weltreise auf Raten" in interessante Eckchen dieser Erde geführt. 1-2 mal im Jahr steigen wir in den Flieger und erkunden so die Welt. So konnten wir mittlerweile über 65 Länder auf allen Kontinenten erkunden. Gerne gönnen wir uns auch mal nur einen Wochenendtrip, im Sommer auch gerne mit dem Cabrio.

Ich versuche ab und an Fitness zu betreiben (etwas Kraft- und Ausdauertraining) und gehe regelmäßig saunieren. Ich bin jedoch kein Freund von Fitness-Studios, deshalb habe ich zuhause ein kleines Fitness- und Wellness-Center eingerichtet. Speziell den Wellness-Bereich nutzen wir gerne am Wochenende.

Wenn wir zuhause lümmeln, schauen wir unzählige Trash-, Quiz- oder Musik-Kasting-Shows.

Wie bei vielen Menschen, nimmt das Essen auch bei mir mit zunehmenden Alter einen höheren Stellenwert ein. So genieße ich nicht nur gutes Essen, ggf. auch mal in einem Sterne-Lokal, ich koche auch gerne selbst. Hierbei liebe ich technische Unterstützung und greife gerne mal auf Sous-Vide Garer, Nudelmaschine, Thermomix, Weber-Gasgrill, Eismaschine zurück.

Durch Corona veränderten sich die Möglichkeiten, also überlegten wir, welche Alternativen es gibt: Als Ergebnis legten wir uns 2020 E-Bikes zu und machen damit gerne mal eine Tour. Im Winter 2020 kam das Handwerken hinzu. Nach der Einrichtung einer kleinen Werkstatt nutzte ich in den Herbst/Wintermonaten so manches Wochenende, um das ein oder andere Teil zu bauen, u.a. einen kompletten Spieletisch mit LED beleuchteter Spielfläche und Getränkehaltern und Schubladen unter dem Tisch. Hätte ich mir nie träumen lassen, so etwas hinzubekommen, machte aber irrsinnig Spaß.

Last but not least... schöne Erinnerungen möchte man gerne in Bildern festhalten. Also kam in 2022 auch noch eine Drohne hinzu, die gelegentlich fliegen gelassen wird und mit der man wunderbare Aufnahmen aus luftiger Höhe machen kann. Eine 360° - Kamera ist gerade im Zulauf. Da freue ich mich schon, alle Möglichkeiten auszuloten! Ihr seht schon... mir wird´s nicht langweilig!

Dein Lebensmotto?

Ich bin ein positiv denkender Mensch und verschwende meine Zeit grundsätzlich nicht mit Themen, die ich nicht ändern kann, sondern konzentriere mich nur auf Themen, die ich beeinflussen kann. Und wenn es mal nicht so 100%ig läuft, gilt es einen Weg zu finden und das Beste daraus zu machen. Deshalb mag ich besonders den folgenden Ausspruch:

"Die Kunst des Lebens besteht darin, mit jeder Form von Karten ein gutes Spiel zu machen!".

Seit wann spielst Du und wie bist Du zum Hobby Spielen gekommen? Wie hat sich das bei Dir entwickelt?

Als ganz kleiner Knirps spielten wir die üblichen Klassiker wie "Mensch ärgere Dich nicht", "Marlefiz" und "Reversi". Mit 6 Jahren lernte ich Schach spielen, was ich damals sehr gerne und häufig mit meinem sehr gut spielenden Opa spielte, den ich nach vielen Anläufen mit ca. 10 Jahren zum ersten mal besiegen konnte. Irgendwann schaffte ich es sogar zum speyerer Vize-Meister im Schach (bis zu den 12-Jährigen :-) hängte dann das Schach Spielen aber wieder an den Nagel. Als jugendlicher spielten wir dann sehr gerne Spiele wie "Verlies", "Spiel des Lebens", aber auch "Automobile für die Welt" oder "Energiepoker".

Mit 15 Jahren kam die C-64- und danach die Amiga-Zeit, in der exzessiv Computer gespielt wurde, mit ca. 17 Jahren folgte die Fantasy-Rollenspiel-Phase, die mich einige Jahre faszinierte. Während meines Studiums, Ende der 80er Jahre, kehrte ich dann wieder zu den konventionellen Brettspielen zurück. Seit 1990 fahre ich jedes Jahr für ein paar Tage nach Essen um am Ende der Spielemesse mit einem Kofferraum voller Spiele zurück zu fahren, die dann im Verlauf des Jahres gespielt werden wollen (einige der alten Spiele liegen heute noch ungespielt im Regal!).

Durch die Pressearbeit seit Ende der 90er, wurde daraus nun ein zeitintensiveres Hobby. Meine Zielsetzung hierbei ist es, das Thema Spiel einem möglichst breiten Publikum näher zu bringen und anderen Menschen ein wenig Spaß zu bereiten. Ich hoffe, dass uns dies mit dieser Website und den Events, die wir organisieren, ein wenig gelingt.

Was fasziniert Dich am Spielen?

Mich faszinieren, wie bei allem im Leben, vor allem die vielen Fassetten, welche durch Spiele geboten werden. Sich immer wieder in neue Situation hineindenken zu müssen, Spielmechanismen und deren Möglichkeiten zu analysieren, Taktiken und Strategien zu entwickeln, die Spielzüge der anderen Spieler zu ergründen, andere Spieler in Diskussionen zu fangen und zu beeinflussen, die eigenen Ziele den Begebenheiten anzupassen (wenn ich Platz 1 nicht mehr erreichen kann, versuche ich mir das bestmögliche Ziel zu stecken und zu erreichen), aber auch die zwischenmenschliche Komponente, auf einer freundschaftlichen Ebene sich gegenseitig auch mal in die Pfanne hauen zu dürfen, miteinander zu albern und zu lachen, das gemeinsame spielerische Erleben.... all das ist ein ungemein reizvoller Zeitvertreib. Schade, dass das Spiel ansich von vielen Menschen als kindisch belächelt wird. Meines Erachtens ist Spielen ungemein schulend! Betrachtet man die Palette der verschiedenen Spiele so trainieren diese auf spielerische Weise flexibles und analytisches Denken, sie trainieren das Gedächtnis, die Kommunikationsfähigkeit, die Kooperations- und Kompromissbereitschaft, die motorische Koordination, sie bilden (Wissensspiele)...u.v.m. Man lernt auf spielerische Weise mit Niederlagen fertig zu werden, was einem im Leben sicher nur hilfreich sein kann. :-)

Was mich betrifft, ist Spielen auch ein gutes Training für meine beruflichen Aktivitäten, denn flexibles Denken, ständiges Reagieren auf neue Situationen, niemals aufzugeben sowie viele weitere der o.g. Eigenschaften werden hier benötigt.

Über die regelmäßigen Spieletreffs und das Arbeiten in der Spieleszene hatte ich die Gelegenheit viele interessante und nette Menschen kennenzulernen, woraus sich wiederum neue Freundschaften entwickelten. Und ich durfte viele gesellige Stunden erleben, was für mich das absolut Wichtigste ist. Gewinnen ist nett, steht aber nicht im Vordergrund.

Welche Art von Spielen liegen Dir besonders?

Ich bin ein Mensch, der die Abwechslung liebt, wie auch schon im vorherigen Abschnitt beschrieben.

Generell tendiere ich eher zu strategischen und taktischen Spielen, sofern sie von der Komplexität noch halbwegs zu erfassen sind. Rennspiele mag ich auch sehr und interaktive Spiele, mittlerweile noch lieber miteinander (kooperative Spiele) als gegeneinander. Speziell die Legacy-Spiele, welche über viele Partien gespielt werden, sich jedoch von Partie zu Partie regeltechnisch verändern, haben mir es besonders angetan.

Welche Art von Spielen liegen Dir weniger?

Spiele, bei welchen man "gespielt wird", da der eigene Einfluss gleich null ist mag ich nicht sonderlich. Außerdem bin ich kein Freund von Endlosspielen. Es gibt nur wenige Spiele, die mich über eine Dauer von 3 Stunden hinweg unterhalten können. Ich mag es, irgendwann ein Ende sehen zu können.

Deine Lieblingsspiele?

Stand März 2019: Diese Liste könnte endlos lang sein...

Es gibt ein paar Dauer-Kultspiele, die wohl immer auf meiner Bestenliste stehen werde: Die Werwölfe vom Düsterwald, Tichu, Würfelbingo, Times Up, Einfach Genial, Heckmeck am Bratwurmeck, ...

Sehr gerne kamen in den letzten Jahren vor allem die Kooperationsspiele hinzu: Pandemic Legacy, EXIT und andere Escape-Room-Spiele.

Sonstige gute Spiele der letzten 20 Jahre: Blokus, Big Boss, Dvonn, Carabande, Die Säulen der Erde, ...

Wie gesagt... ich könnte die Liste endlos weiterführen...