Porträt: Frank Gartner
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Erzähl uns ein wenig über Deine Person:

Ich bin 1968 in Speyer geboren und im Umkreis von Speyer aufgewachsen, bin seit 1989 mit Monika liiert und seit 1997 mit ihr verheiratet. Seit 1994 haben wir ein kleines Häuslein in Waldsee, welches wir in den letzten Jahren mehr und mehr nach unseren Bedürfnissen angepasst haben. Dort sind wir sehr glücklich.

Beruflich bin ich seit Mitte der 90er in der Schienenfahrzeugbranche tätig. Zum Großteil im Projekt Management tätig, bin ich seit 2006 in leitender Funktion und seit 2009 als pendle ich zu verschiedenen Standorten in Deutschland. Nach Bautzen und Görlitz wurde 2018 der Standort Hennigsdorf (bei Berlin) meine Pendler-Zweitheimat. In all den Jahren durfte ich spannende, anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben wahrnehmen!

Das ist einerseits sehr stressig, aber ich habe Spaß daran gemeinsam mit einem engagierten Team anfänglich unmöglich aussehende Aufgaben anzunehmen und nach vorne zu bringen. Für mich war es stets die "das komplexeste Gesellschaftsspiel, das ich je spielen durfte". :-)

Welche Hobbys hast Du (außer Spielen)?

Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit und der dafür notwendigen Flexibilität, bleibt nicht übermäßig viel Zeit für viele Hobbys, zumindest nichts, wofür man an festen Tagen zeit haben muss. So Dinge wie Badminton und Theater spielen musste ich ab 2006 an den Nagel hängen.

Das Online Magazin HALL9000 schluckt natürlich einiges an Zeit, lässt sich aber prima mit Dienstreisen verbinden.

Hin und wieder freue ich mich natürlich an einem Spieleabend- oder Wochenende teilnehmen zu können. Ich konnte mitterweile auch an meinem Arbeitsort eine Spielegruppe etablieren, mit der ich sehr gerne spiele. Die anderen Abende in der Ferne nutze ich, um mit Kollegen und Bekannten mal etwas essen zu gehen und zu plaudern... die Zeit vergeht da stets wie im Flug.

Um einen richtigen Ausgleich zum beruflichen Alltag zu bekommen, versuche ich regelmäßig Fitness zu betreiben (etwas Kraft- und Ausdauertraining) und gehe regelmäßig saunieren. Hierfür muss ich mittlerweile nicht mehr weg gehen. Wir haben uns zuhause recht gut eingerichtet und nutzen das private Angebot gerne am Wochenende.

Der zweite große Ausgleich für den Stress ist bei mir die Musik. Ich spiele selbst keine Instrumente, höre aber ungemein gerne Musik. Ich bin zwar relativ breitbandig aufgestellt und höre relative viele Stile, mein Herz schlägt aber für Rock-Musik und Heavy Metal. So sind Moni und ich über das Jahr verteilt gerne auf Konzerten, Festivals und Rock/Metal-Cruises unterwegs. Hierbei haben wir unzählige gute neue Bands kennengelernt, die wir so niemals entdeckt hätten. Zur Vorbereitung auf all die Konzerte nutze ich gerne die Autofahren zwischen Heimat und Arbeitsort (fast 700 km). Die knapp 500 Stunden pro Jahr im Auto nutze ich entweder für berufliche Telefonate und Konferenzen oder aber zum Durchhören der entsprechenden Setlists der bevorstehenden Konzerte. Alternativ nutze ich die Zeit, um mich per Hörbuch akustisch durch die Literatur zu wühlen... Man soll es kaum glauben, aber damit ist keine Minute im Auto verschwendet, sondern gut investierte Zeit.

Wenn ich nicht im Auto sitze, freue ich mich auch über gutes Essen. In 2010 habe ich auch das Kochen für mich entdeckt und kann dabei sehr gut entspannen. Im Sommer kommt dann noch der Grill auf der Terrasse hinzu. :-)

Und natürlich dürfen Urlaube nicht fehlen! Über die Jahre hat unsere "Weltreise auf Raten" Moni und mich in interessante Eckchen dieser Erde geführt. 1-2 mal im Jahr steigen wir in den Flieger und erkunden so die Welt. So konnten wir mittlerweile über 60 Länder auf allen Kontinenten erkunden.

Last but not least... ab und an gönnen wir uns noch einen Wochenendtrip und im Sommer auch gerne eine ausgedehnte Cabrio-Tour.

Dein Lebensmotto?

"Die Kunst des Lebens besteht darin, auch mit schlechten Karten ein gutes Spiel zu machen!".

Seit wann spielst Du und wie bist Du zum Hobby Spielen gekommen? Wie hat sich das bei Dir entwickelt?

Als ganz kleiner Knirps spielten wir die üblichen Klassiker wie "Mensch ärgere Dich nicht", "Marlefiz" und "Reversi". Mit 6 Jahren lernte ich Schach spielen, was ich damals sehr gerne und häufig mit meinem sehr gut spielenden Opa spielte, den ich nach vielen Anläufen mit ca. 10 Jahren zum ersten mal besiegen konnte. Irgendwann schaffte ich es sogar zum speyerer Vize-Meister im Schach (bis zu den 12-Jährigen :-) hängte dann das Schach Spielen aber wieder an den Nagel. Als jugendlicher spielten wir dann sehr gerne Spiele wie "Verlies", "Spiel des Lebens", aber auch "Automobile für die Welt" oder "Energiepoker".

Mit 15 Jahren kam die C-64- und danach die Amiga-Zeit, in der exzessiv Computer gespielt wurde, mit ca. 17 Jahren folgte die Fantasy-Rollenspiel-Phase, die mich einige Jahre faszinierte. Während meines Studiums, Ende der 80er Jahre, kehrte ich dann wieder zu den konventionellen Brettspielen zurück. Seit 1990 fahre ich jedes Jahr für ein paar Tage nach Essen um am Ende der Spielemesse mit einem Kofferraum voller Spiele zurück zu fahren, die dann im Verlauf des Jahres gespielt werden wollen (einige der alten Spiele liegen heute noch ungespielt im Regal!).

Durch die Pressearbeit seit Ende der 90er, wurde daraus nun ein sehr zeitintensives Hobby. Meine Zielsetzung hierbei ist es, das Thema Spiel einem möglichst breiten Publikum näher zu bringen und anderen Menschen ein wenig Spaß zu bereiten. Ich hoffe, dass uns dies mit dieser Website und den Events, die wir organisieren, ein wenig gelingt.

Was fasziniert Dich am Spielen?

Mich faszinieren vor allem die vielen Fassetten, welche Spiele bieten. Sich immer wieder in neue Situation hineindenken zu müssen, Spielmechanismen und deren Möglichkeiten zu analysieren, Taktiken und Strategien zu entwickeln, die Spielzüge der anderen Spieler zu ergründen, andere Spieler in Diskussionen zu fangen und zu beeinflussen, die eigenen Ziele den Begebenheiten anzupassen (wenn ich Platz 1 nicht mehr erreichen kann, versuche ich mir das bestmögliche Ziel zu stecken und zu erreichen), aber auch die zwischenmenschliche Komponente, auf einer freundschaftlichen Ebene sich gegenseitig auch mal in die Pfanne hauen zu dürfen, miteinander zu albern und zu lachen, das gemeinsame spielerische Erleben.... all das ist ein ungemein reizvoller Zeitvertreib. Schade, dass das Spiel ansich von vielen Menschen als kindisch belächelt wird. Meines Erachtens ist Spielen ungemein schulend! Betrachtet man die Palette der verschiedenen Spiele so trainieren diese auf spielerische Weise flexibles und analytisches Denken, sie trainieren das Gedächtnis, die Kommunikationsfähigkeit, die Kooperations- und Kompromissbereitschaft, die motorische Koordination, sie bilden (Wissensspiele)...u.v.m. Man lernt auf spielerische Weise mit Niederlagen fertig zu werden, was einem im Leben sicher nur hilfreich sein kann. :-)

Was mich betrifft, ist Spielen auch ein gutes Training für meine beruflichen Aktivitäten, denn flexibles Denken, ständiges Reagieren auf neue Situationen, sowie viele weitere der o.g. Eigenschaften werden hier benötigt.

Über die regelmäßigen Spieletreffs und das Arbeiten in der Spieleszene hatte ich die Gelegenheit viele interessante und nette Menschen kennen zu lernen, woraus sich wiederum neue Freundschaften entwickelten.

Welche Art von Spielen liegen Dir besonders?

Ich bin ein Mensch, der die Abwechslung liebt, wie auch schon im vorherigen Abschnitt beschrieben.

Generell tendiere ich eher zu strategischen und taktischen Spielen, sofern sie von der Komplexität noch halbwegs zu erfassen sind. Rennspiele mag ich auch sehr und interaktive Spiele, mittlerweile noch lieber miteinander (kooperative Spiele) als gegeneinander.

Welche Art von Spielen liegen Dir weniger?

Spiele, bei welchen man "gespielt wird", da der eigene Einfluss gleich null ist mag ich nicht sonderlich. Außerdem bin ich kein Freund von Endlosspielen. Es gibt nur wenige Spiele, die mich über eine Dauer von 3 Stunden hinweg unterhalten können. Ich mag es, irgendwann ein Ende sehen zu können.

Deine Lieblingsspiele?

Stand März 2019: Diese Liste könnte endlos lang sein...

Es gibt ein paar Dauer-Kultspiele, die wohl immer auf meiner Bestenliste stehen werde: Die Werwölfe vom Düsterwald, Tichu, Würfelbingo, Times Up, Einfach Genial, Heckmeck am Bratwurmeck, ...

Sehr gerne kamen in den letzten Jahren vor allem die Kooperationsspiele hinzu: Pandemic Legacy, EXIT und andere Escape-Room-Spiele.

Sonstige gute Spiele der letzten 20 Jahre: Blokus, Big Boss, Dvonn, Carabande, Die Säulen der Erde, ...

Wie gesagt... ich könnte die Liste endlos weiterführen...