Porträt: Roland Winner
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Erzähl uns ein wenig über Deine Person:

Geboren 1957 in Iserlohn in NRW. Nach der Handelsschule folgte Ausbildung als Bankkaufmann und seitdem bin ich bei der selben Großbank. Dank meiner Affinität für Mathematik und Begeisterung für das Programmieren, das schon Anfang der 80er Jahre begann, hat sich mein beruflicher Tätigkeitsschwerpunkt schnell auf Aufgaben verlagert, die eben mit Tüfteln und Programmierung zu tun haben. Inzwischen arbeite ich in Frankfurt als Finance Analyst. Verheiratet bin ich seit 1993 mit Barbara (geb. 1959), die ebenfalls begeistert spielt und selten einer Partie abgeneigt ist.

Update Feb 2014: Ich bin nun im Vorruhestand und hoffe, noch mehr Zeit für das Thema Spielen zu haben.

Update Mai 2017: ich beende weitestgehend meine Tätigkeiten als Kurzspielregel-Autor.

Welche Hobbys hast Du (außer Spielen)?

Seit Anfang 2012 wieder mehr Lesen, weil es mit dem Amazon Kindle jederzeit und überall möglich ist. Seit 2016 habe ich eine Fender Stratocaster E-Gitarre und übe nun das Hardrocken.

Dein Lebensmotto?

Vergiss nie das Kind in Dir und Du bleibst lange jung!

Seit wann spielst Du und wie bist Du zum Hobby Spielen gekommen? Wie hat sich das bei Dir entwickelt?

In meiner Familie mit 2 Geschwistern wurde häufig gespielt - doch habe ich in der Teenagerzeit dann mangels geneigter Mitspieler für komplexere Spiele - wovon ich aber nur wenige besaß - meistens Skat und Doppelkopf gespielt. Bedingt durch meine beruflichen Umzüge hat sich dann über Jahre keine Möglichkeit mehr gefunden, regelmäßige Mitspieler aufzutreiben. Später habe ich dann mit meiner Frau das Spielen wiederbelebt, wobei wir zu diesem Zeitpunkt nur ca. 2 Dutzend Spiele besaßen. So richtig los ging es dann nach unserem Umzug 1996 nach Hessen, wo wir dann auch - bedingt durch das aufkommende Internet - schnell viele Spielerkontakte schließen konnten. Ab sofort waren Spieleveranstaltungen und Messen nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Die Spielbox und die Pöppelrevue wurden abonniert und jedes gute Spiel (auch ältere) gekauft, manchmal für 500 € bei einem einzigen Einkauf. Später nahm ich Kontakt zu HALL9000 auf, da mir diese Website besonders gut gefiel. Von 1999 - 2011 bestimmte das Spielen und Rezi/KSR-Schreiben fast ausschließlich mein ganzes Freizeitleben, wobei ich auch zur Recherche manche Zeit mit dem Surfen über alle möglichen Spielerseiten im Internet verbrachte. Inzwischen sind meine Aktivitäten beim Schreiben von KSRs/Rezensionen deutlich weniger geworden, da die Anforderungen und Veränderungen im Beruf mitsamt der üblichen Restrukturierungswellen ihre Spuren hinterlassen haben. Gespielt wird natürlich schon noch am Wochenende und in vielen verschiedenen Gruppierungen.

Was fasziniert Dich am Spielen?

Jedes neue Spiel ist erst einmal eine Entdeckungsreise in neue Phantasiewelten und Mechanismen. Schöne, atmosphärische und umfangreiche Ausstattung kann mich sehr begeistern. Ich liebe es, mich in aller Ruhe in die Regeldetails zu vertiefen, natürlich auch, um dann z.B. eine gute Kurzspielregel zu schreiben. Immer interessant beim Spielen sind das Verhalten und die vielschichtige Kommunikation der Mitspieler und deren Eigenheiten. Gerade das Spielen mit gut bekannten Mitspielern ist oft lustig. Wichtig ist mir auch, dass die Mitspieler mit Hingabe spielen, also richtige Spiel-Begeisterung zeigen können. Gibt es eine schönere Freizeitbeschäftigung als das Spielen? Sicher ist das intensive Spielen auch eine Form von Sucht, doch ich finde, eine mit positiver Wirkung: Man schult bzw. trainiert seine geistigen Fähigkeiten und hat viele menschliche Kontakte, die in der Regel über lange Zeit halten und oft zu richtigen Freundschaften führen. Mit diesem Hobby kommt nie Langeweile auf und es bietet einem immer wieder die jährliche aufregende Zeit auf der Spielemesse in Essen, wo man stets überwältigt ist von der Vielfalt der Spieleszene und auch von der Begeisterung und dem Engagement aller Teilnehmer. Ich kann viele Stunden durch die Hallen gehen und mich der Magie dieses Ereignisses hingeben. Hoffen wir, dass genug junge Menschen auch in Zukunft zu diesem fantastischen Hobby finden, trotz der vielen Verlockungen im PC-Spielsektor / Internet.

Welche Art von Spielen liegen Dir besonders?

Wirtschaftsspiele, also Versteigern und Handeln. Fast alle Stichspiele kommen ebenfalls gut bei mir an.

Strategiespiele/Spiele mit historischem Thema, wenn das Regelwerk gut und schlüssig ist und alles in allem die Übersichtlichkeit nicht verloren geht.

Welche Art von Spielen liegen Dir weniger?

Partyspiele mit viel Körpereinsatz wie z.B. Pantomime (Times up) und Redekunst (Werwölfe vom Düsterwald). Spiele generell, die mit Spielmaterial überfrachtet sind und Wissensspiele, da sie gut zu spielen letztlich nur eine Frage des Auswendiglernens ist. Ausnahme: Eselsbrücke mag ich trotzdem.

Deine Lieblingsspiele?

Stand Mai 2013: Tzolk'in, Terra Mystica, fast alle Ystari-Spiele, Tribun, Vasco da Gama, Merkator, Trajan, Brügge, Dominant Species, Eselsbrücke, Bora Bora, Florenza, Yedo, Augustus, Noblemen