Rezension/Kritik - Online seit 24.03.2018. Dieser Artikel wurde 2374 mal aufgerufen.

Roar-a-Saurus

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Autor: Jack Darwid
Illustration: Nick Hayes
Verlag: Heidelberger Spiele
Indie Boards & Cards
Rezension: Christoph Schlewinski
Spieler: 2 - 5
Dauer: 15 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2014, 2016
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 1853
Roar-a-Saurus
Roar-a-Saurus

Spielerei-Rezension

Spielereikritik: Würfelnd auf die Zwölf

Stellt man sich kämpfende Dinosaurier vor, wird gebissen, geschubst und getreten, dass es eine wahre Freude ist. Und damit hat man Roar-a-Saurus schon wunderbar umschrieben: verkloppen, verkloppen, verkloppen. Und zwar schnell und mit ein bisschen Glück. Schnell, weil hier alle gleichzeitig würfeln müssen, ein bisschen Glück, weil hier eben alle gleichzeitig würfeln müssen. Eigentlich logisch.

Gewürfelt wird um Angriffssymbole. Ich kann beliebig viele meiner drei Würfel nach jedem Wurf raus- oder wieder reinnehmen. Will ich den Spieler links von mir angreifen, muss ich 3x den blauen Dino mit dem Pfeil nach links würfeln. Dann rufe ich „GRRRR“, verpasse meinem Gegner einen Schaden und würfle weiter. Soll der rechts von mir dran glauben, muss es 3x das rote Symbol sein. Dann rufe ich „ROAAR“. Will ich allen Gegnern auf einmal einen Schaden geben, muss ich drei Flammen würfeln und „KABOOM“ rufen. Dann müssen alle aufhören zu würfeln, bekommen einen Schaden und zur Seite gelegte Würfel muss man neu werfen.

Will ich Schaden loswerden, sollte ich grüne Kreuze würfeln. Bei drei davon rufe ich „AAH!“ und darf einen Schaden heilen. Das ist wichtig, denn bei vier Schaden scheidet man für die Runde aus und der Verursacher bekommt ein „K.O.“-Plättchen, Wert: ein Punkt. Wessen Dino als letzter steht, bekommt ein Siegerplättchen, Wert: drei Punkte. Dieses Hauen und Hauen geht so lange, bis jemand 10 Punkte gesammelt hat. Und das passiert nach spätestens 20 Minuten.

Wohnt man ebenerdig, bleiben während dieser Zeit wahrscheinlich etliche Passanten am Fenster stehen und wundern sich, woher dieses infernalische Gebrüll kommt. Und das kommt, spielt man Roar-a-Saurus mit Kindern und Jugendlichen. Ein Fußballstadion ist nichts dagegen. Diese Zielgruppe kann von der Dino-Klopperei nicht genug bekommen, und das hat zwei Gründe: Roar-a-Saurus ist thematisch perfekt (Dinos und verkloppen, da machen Mädchen auch mehr als gerne mit), und vor allem ist dieses Spiel ein alberner Würfelschwachsinn. Aber im besten Sinne. Hier können Kinder richtig Kinder sein. Hektisch, laut und ein wenig destruktiv.

Die Altersangabe „ab 8“ kann man für das Grundspiel getrost auf sechs Jahre runtersetzen. Spielt man mit der Erweiterung, sollten die Kinder aber älter sein. Hier kann man bei drei Heilkreuzen seinen Dino mittels Plättchen zusätzlich mit Rüstung und Zusatzschaden ausstaffieren – muss aber für diese Zusätze ebenfalls spezielle Begriffe rufen. Auch bei der Verteidigung. Das überfordert 6-Jährige in der ganzen Hektik. Am besten funktioniert Roar-a-Saurus in reinen Kinderrunden und in der Familie. Auch, wenn es für manche Erwachsene anfangs eine alberne Würfelei ist, konnte sich bis jetzt kaum einer der Energie entziehen, die Kinder bei diesem Spiel am Tisch entwickeln. Deshalb gibt es die recht hohe Note als Kinder- und Familienspiel. Da glänzt Roar-a-Saurus ungemein.

Rezension Christoph Schlewinski

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Roar-a-Saurus: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.03.18 von Christoph Schlewinski - Dino-Gekloppe mit Hektik und vor allem viel, viel Spaß.

Leserbewertungen

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