Rezension/Kritik - Online seit 03.08.2023. Dieser Artikel wurde 786 mal aufgerufen.

Schätze des Waldes / Wonder Woods

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Verlag: HUCH!
Blue Orange (EU)
MINDOK
Rezension: Volker Sitzler
Spieler: 2 - 5
Dauer: 20 - 25 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2022
Bewertung: 3,5 3,5 H@LL9000
Ranking: Platz 4787
Schätze des Waldes / Wonder Woods
Auszeichnungen:2023, Nederlandse Spellenprijs Bestes Famillienspiel Nominierung

Spielerei-Rezension

Wenn man an Schätze denkt, gehen die ersten Gedanken wohl um solche Sachen wie Gold, Silber und Edelsteine. Dann geht es weiter mit Trollen und solchen Gestalten, denen man die genannten Schätze klauen kann. Doch weit gefehlt. Bei dem Spiel Schätze des Waldes geht es um viel einfachere Dinge, die aber in der heutigen Zeit genauso begehrenswert sind. Um genau zu sein, geht es um Pilze, die im Wald wachsen. Im Einzelnen die vier Sorten Steinpilze, Morcheln, Pfifferlinge und Parasole. Diese kommen im Spiel in Form von kleinen, wunderschön gestalteten Holzpilzen vor. Ebenso schön und aus dem gleichen Material sind die Körbe, mit denen die zwei bis fünf Spieler die Pilze sammeln. Allerdings sind für jeden Spieler zu Spielbeginn nur fünf Körbe verfügbar, was den Sammelerfolg doch arg einschränkt. Weitere Körbe kommen erst im Verlauf der Partie ins Spiel.

Ziel ist es, die wertvollsten Pilze zu sammeln. Zu jeder Pilzsorte gibt es vier Karten, jeweils mit den Werten eins, drei, fünf und sieben. Diese Zahlen geben die Wertigkeit der Pilze an. Doch dies ist anfangs nicht bekannt und herauszufinden, welche Sorte wie viel wert ist, kann ganz schön mühselig sein. Es werden nämlich für alle Sorten die vier Karten gemischt und je eine davon verdeckt zu der entsprechenden Pilztafel gelegt. Dieser Wert ist dann am Spielende der Multiplikator des jeweiligen Pilzes. Damit man allerdings nicht ganz im Trüben fischt, gibt es zu Spielbeginn und dann im weiteren Verlauf einer Partie Informationen.

Dazu bekommt jeder, abhängig von der Spieleranzahl, zwischen zwei und vier Karten des Reststapels auf die Hand und kann somit schon die ersten Informationen sammeln. Dann geht es auch schon mit der ersten Phase, dem Einsammeln von Pilzen, los. Dazu werden Körbe zu den Pilzen gelegt, die man sammeln möchte. Ist der erste Pilz noch mit einem Korb zu bekommen, steigert sich dies im Verlauf einer Runde auf bis zu vier Körbe, die man abgeben muss, um den gewünschten Pilz zu bekommen. Da muss man sich schon sehr sicher sein, dass es sich um eine wertvolle Sorte handelt. Die Spalte muss in einem Zug immer komplett belegt werden. Wer keine Körbe mehr legen kann oder will, passt. Allerdings dürfen keine Körbe mit in die nächste Runde genommen werden. Eine Runde geht dann so lange, bis alle gepasst haben. Nun werden gegebenenfalls noch Bonuspilze verteilt. Derjenige mit den meisten Körben einer Sorte, bekommt einen davon. Bei einem Gleichstand gehen alle leer aus.

Nun kommt die Phase des Informationsaustausches. Wer will, kann jetzt eine seiner Handkarten zunächst verdeckt vor sich ablegen. Als Belohnung hierfür bekommt er einen zusätzlichen Korb in seinen Vorrat. Wer allerdings keine Informationen preisgeben will, passt und es geschieht nichts weiter. Danach drehen alle Spieler, die eine Karte abgelegt haben, diese um. Nur im Spiel zu zweit wird eine zusätzliche Pilzkarte vom Stapel aufgedeckt. Alle ausgespielten Karten bleiben bis Spielende offen liegen und anschließend beginnt die nächste Runde. Diese läuft analog zur ersten ab und am Ende der Runde können auch wieder auf die gleiche Weise Informationen offen gelegt werden. Eine Partie Schätze des Waldes endet, wenn unter mindestens zwei Pilztafeln keine Pilze mehr liegen. Dies sind, abhängig von der Spieleranzahl, zwischen acht und vierzehn Stück. Nun werden die zu Spielbeginn verdeckt gelegten Karten umgedreht und die Wertigkeit der einzelnen Pilze bestimmt und nach dem Addieren der vier Sorten steht der beste Pilzsammler fest.

Schätze des Waldes erschien ursprünglich bei Blue Orange Games unter dem Namen Wonder Woods. Erstaunlicherweise ist bei der deutschen Ausgabe von HUCH! kein Autor genannt, bei der Originalausgabe erscheint als Autor Eli Thomas Wolf. Es ist ein durchschnittliches Familienspiel ohne besondere Überraschungen. Es macht eigentlich nur zu viert oder fünft richtig Spaß, zu zweit sollte man die Finger davon lassen. Es hört sich eigentlich nach einem guten Bluffspiel an, aber dazu gibt es zu wenige Runden, meist nur drei oder maximal vier. Um zu bluffen ist die Spieldauer einfach zu kurz. Zwar sagt die Regel, dass die Spalten mit den Körben immer von links nach rechts belegt werden müssen, aber wir spielen eigentlich immer so, dass die Spalten frei wählbar sind, denn es macht durchaus Sinn, einen Korb mehr zu legen, um sich einen Bonuspilz zu sichern. Dieser kann oftmals das Zünglein an der Waage sein. Da oftmals ein Korb übrig ist, den man nicht mehr auf einer Tafel unterbringen kann, ist dies sicherlich nicht die schlechteste Option.

Rezension Volker Sitzler

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Schätze des Waldes / Wonder Woods: 3,5 3,5, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.04.23 von Volker Sitzler
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