Rezension/Kritik - Online seit 11.09.2004. Dieser Artikel wurde 5420 mal aufgerufen.

Viele Dinge

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Autor: Bernhard Naegele
Karsten Adlung
Illustration: Jrgen Martens
Thomas Hammer
Verlag: Adlung Spiele
Rezension: Jrgen Henrich
Spieler: 2 - 8
Dauer: 5 - 20 Minuten
Alter: ab 3 Jahren
Jahr: 2003
Bewertung: 3,9 3,9 H@LL9000
3,0 3,0 Leser
Ranking: Platz 4614
Viele Dinge
Auszeichnungen:2004, Spiel des Jahres Empfehlungsliste

Spielziel

Sechzig Bildkarten zeigen verschiedene Dinge in vielen Farben, die man je Karte auch bergeordneten Themen zuordnen kann. Die Aufgabe im Spiel besteht darin, diese Themen zu finden und ihnen entsprechend Karten zuzuordnen. Wer die meisten Karten richtig zuordnet, gewinnt.

Ablauf

Im Grundspiel von Viele Dinge, das ab 8 Jahren spielbar ist, geht es um Assoziationen: Dreiig Karten werden mit der Bildseite nach oben auf der Spielunterlage ausgelegt. Die brigen liegen als verdeckter Nachziehstapel bereit. Ein/e Spieler/in nimmt eine der Bildkarten und dreht sie auf die Rckseite. Dadurch wird der (auf jede Karte aufgedruckte) Buchstabe sichtbar und das Spiel beginnt.

Alle Spieler/innen suchen nun gleichzeitig nach Begriffen und nehmen Bildkarten an sich. Diese sollten Themen zeigen, die zu den Begriffen passen. Wird beispielsweise der Buchstabe S aufgedeckt, passt dieser als S-Bahn zu der Themenkarte "Bahnhof" ebenso wie als Straenkreuzung zu der Themenkarte "Stadt". Also kann die/der Spieler/in die beiden Bildkarten Bahnhof und Stadt aus der Mitte an sich nehmen, usw. Wichtig ist, dass der gefundene Begriff auf der aufgenommenen Bildkarte nicht explizit sichtbar sein muss. Es reicht, wenn er zu dem auf der Bildkarte abgebildeten Thema passt.

Hat ein Spieler sechs Karten aufgenommen, ruft er Stopp! und lutet damit eine Wertung ein. Beginnend mit diesem Spieler decken alle reihum jeweils eine der aufgenommenen Karten auf und sagen sofort ihren Begriff dazu. Ist ein Begriff in der Runde gefallen, darf er nicht ein zweites Mal genannt werden. Dies bedeutet fr diejenigen spontane Kreativitt, die sichursprnglich ebenfalls den genannten Begriff ausgedacht hatten. Fllt ihnen nicht gleich, wenn sie am Zug sind, eine Alternativlsung ein, mssen sie die betreffende Karte wieder in die Mitte zurck legen. Fr jeden passenden Begriff darf eine aufgenommene Karte behalten werden.

Sind alle aufgenommenen Karten der Mitspielenden gewertet worden, zhlen alle ihre gewonnenen Karten. Wer die meisten hat, bekommt zwei davon als Punkte; wer die zweit meisten Karten hat, darf eine als Punkt behalten. Alle brigen Bildkarten kommen wieder in die Mitte, vier neue Bildkarten werden vom Nachziehstapel mit dazu gegeben und ein neuer Durchgang beginnt mit dem Aufdecken eines neuen Buchstaben. Mit der Wertung nach der sechsten Spielrunde endet das Spiel. Es gewinnt, wer die meisten Punkte gesammelt hat.

Bei der Spielvariante Farbkarussell (ab 6 Jahren) geht es um Farbassoziationen: Es werden doppelt so viele Bildkarten wie Mitspieler/innen in die Mitte gelegt. Die restlichen Karten werden mit verdeckten Bildern als Nachziehstapel bereit gelegt. Nun deckt ein Spieler eine der verdeckten Farbkarten auf. Reihum whlen die Mitspielenden nun eine der offenen Bildkarten aus und legen sie vor sich ab. Die Aufgabe der Mitspielenden ist, auf ihrer Bildkarte viele Dinge in der aufgedeckten Farbe zu finden. Dabei mssen nicht alle Dinge auf der eigenen Bildkarte explizit sichtbar sein, doch sie mssen zu dem Thema der Karte passen.

Man spielt so viele Runden, wie man zu Spielbeginn ausgemacht hat (hchstens fnf). Wer an die Reihe kommt, muss einen Begriff nennen, der zu der eigenen Bildkarte (Thema) passt, d.h. die vorgegebene Farbe hat. Alle Begriffe drfen nur einmal genannt werden. Wer keinen Begriff mehr wei, legt seine Bildkarte zurck in die Mitte und steigt aus dem laufenden Durchgang aus. Sind alle Runden eines Durchgangs gespielt (oder hat kein Spieler mehr eine Bildkarte vor sich liegen), endet der Durchgang.

Wer seine Bildkarte noch vor sich liegen hat, behlt sie als einen Siegpunkt. Anschlieend werden die ausliegenden Bildkarten aus der Mitte entfernt und neue ausgelegt. Aus den sechs verdeckten Farbkarten wird eine neue aufgedeckt, alle suchen sich reihum ihre Bildkarte aus der Mitte und ein neuer Spieldurchgang beginnt. Wer nach drei Durchgngen die meisten Siegpunkte hat, gewinnt das Spiel.

Eine zweite Spielvariante (ab 3 Jahren spielbar) heit Dingsbums: Beliebig viele Bildkarten werden sichtbar ausgelegt. Die Farbkarten werden als verdeckter Stapel bereit gelegt. Die oberste Farbkarte wird aufgedeckt. Nun darf das Kind am Zug auf einer der ausliegenden Bildkarten ein Ding zeigen, das die aufgedeckte Farbe hat. Wenn mglich, darf das Kind auch sagen, wie das Ding heit, das es ausgewhlt hat. Findet es ein passendes Ding, wird die Bildkarte verdeckt vor dem Kind abgelegt und das nchste Kind ist am Zug. Findet es nichts, drfen alle helfen. Waren alle Kinder am Zug, werden neue Bildkarten ausgelegt und die nchste Farbkarte aufgedeckt. Das Kind mit den meisten gewonnenen Bildkarten gewinnt, sobald die letzte Farbkarte aufgedeckt ist und alle noch einmal am Zug waren.

Fazit

Drei Spiele unterschiedlichen Anspruchs in einem, gute Spiele dazu das gibt es selten. Im Falle von Viele Dinge ist dies gelungen. Das Grundspiel ldt zu kommunikativen, die Phantasie anregenden Runden ein. Allerdings sollte man keine Scheu haben, auf Tempo zu spielen, und auch akzeptieren, dass dabei manche Karte Schaden nimmt. Die Varianten Farbkarussell und Dingsbums variieren die Grundidee fr Jngere, wobei die Variante fr die Jngsten am besten funktioniert, wenn die vorgegebenen Regeln sehr grozgig gehandhabt werden. Was bei Viele Dinge besonders gefllt: Verhltnismig viele Spieler/innen knnen mitmachen. Insofern knnte das Kartenspiel im handlich kleinen Format durchaus zum Partyspiel-Geheimtipp bei den Spieler/innen avancieren, die sich gerne auf flotte, assoziative Spielrunden einlassen.

Rezension Jrgen Henrich

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Viele Dinge: 3,9 3,9, 7 Bewertung(en)

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Leserbewertungen

Leserwertung Viele Dinge: 3,0 3.0, 1 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.09.04 von Bernd Eisenstein

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