Rezension/Kritik - Online seit 22.08.2026. Dieser Artikel wurde 542 mal aufgerufen.
Direktlinks zu den Rezensionsblöcken |
|
|
Kartenspiel rund um die Stadt der Knöpfe
Das Spiel mit dem etwas sperrigen Titel stellt jeden vor die Aufgabe, die Stadt Buttonville mit außergewöhnlichen Charakteren zu bevölkern und damit möglichst viele Knöpfe, also Punkte zu sammeln. Dazu stehen 25 verschiedene Charaktere (je zwölf Mal) zur Verfügung, von denen einige ausgewählt werden. Diese Karten bilden den Nachziehstapel.
Jeder Spieler hat zu Beginn vier Karten, außerdem werden fünf Karten offen ausgelegt. Wer an der Reihe ist, nimmt zunächst zwei Charaktere auf die Hand, wobei er unter den offen ausliegenden Karten wählen oder vom verdeckten Stapel ziehen kann. Anschließend darf der Spieler ein Set gleicher Charaktere vor sich auslegen und den meistens damit verbundenen Effekt anwenden – also beispielsweise seinem rechten Nachbarn die Hälfte seiner Knöpfe klauen, so viele Karten nachziehen, wie er gerade ausgelegt hat, oder bis zu drei Handkarten an eins seiner bereits ausliegenden Sets anlegen. Letzteres ist besonders deshalb interessant, weil es ansonsten nicht möglich ist, schon ausliegende Sets später durch weitere Handkarten zu ergänzen.
Hat der Spieler am Ende seines Zugs mehr als sieben Handkarten, muss er die überzähligen abwerfen. Und liegen zwei Sets desselben Charakters vor ihm aus, muss er eins davon ablegen.
Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, kommt es zur Wertung. Je mehr Karten die eigenen Sets enthalten, desto mehr Punkte bringen sie ein. Außerdem gibt es einige Charaktere, die am Ende Punkte liefern, wenn sie als Set ausliegen und ihre Bedingungen erfüllt sind. Und wer die meisten Punkte hat, gewinnt.
Bei Die glorreichen Gilden von Buttonville spielt das Kartenglück eine große Rolle, doch auch clevere Entscheidungen beim Nachziehen und Ausspielen der Sets sind gefragt. So muss man immer wieder aufs Neue abwägen, wie man die Effekte bestmöglich nutzt und ob man lieber schneller auslegt oder länger sammelt – doch das Handkartenlimit erschwert natürlich das Abwarten. Das Sammeln von Karten und Optimieren erinnert an das „Spiel des Jahres 2009“ Dominion, das aber anspruchsvoller ist.
Natürlich frustriert es, wenn die Mitspieler einem Karten aus der Auslage wegschnappen, die man sehr gut hätte brauchen können. Und die teils destruktiven Effekte nerven und wirken eher störend. Davon abgesehen gibt es keine Interaktion: Jeder sammelt vor sich hin. Und wer es schafft, gute Set-Kombinationen zusammenzustellen, wird sehr profitieren können.
Die glorreichen Gilden von Buttonville ist ein Familienspiel mit niedriger Einstiegshürde und schnell gespielt. Es ist nicht sonderlich anspruchsvoll, aber das passt zur Zielgruppe. Auf der Schachtel ist als Altersangabe „ab 8“ angegeben, doch in diesem Alter dürften Kinder zwar die Regel verstehen, aber noch keine taktisch sonderlich klugen Entscheidungen treffen können.
Durch die verschiedenen Charaktere gibt es unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten. Und besonders hervorzuheben ist die sehr praktisch gestaltete Aufteilung der Schachtel zum Verstauen der Karten. Insgesamt ist das Spiel interessant und durchaus nett, wenn auch nicht sonderlich innovativ.
Rezension Birgit Irgang
In Kooperation mit der Spielezeitschrift
H@LL9000 Wertung Die glorreichen Gilden von Buttonville:
5,0, 1 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
05.07.26 von Birgit Irgang |
Es sind noch keine Leserbewertungen abgegeben worden.