Rezension/Kritik - Online seit 16.09.2004. Dieser Artikel wurde 5434 mal aufgerufen.

Corso Cannelloni

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Autor: Barbara Kinzebach
Illustration: Barbara Kinzebach
Verlag: Selecta Spielzeug
Rezension: Susanne Schlappner
Spieler: 2 - 4
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 3 Jahren
Jahr: 2004
Bewertung: 4,8 4,8 H@LL9000
Ranking: Platz 1186
Corso Cannelloni

Spielziel

Corso Cannelloni besteht aus zwei Spielen. Das erste Spiel auf der einen Seite des Planes ist für Kleine ab 3 Jahren und das andere Spiel auf der Rückseite des Planes ist für Kinder ab 4 Jahren.

Bei beiden Spielen fährt man mit seinem Holzlaster im Dorf herum. Bei der Variante für Kleine gewinnt der, welcher als erster 4 verschiedene Lebensmittel eingekauft und nach Hause gebracht hat. Bei der Variante für etwas Ältere gewinnt, wer als erstes seine 4 Lieferungen abgeladen hat.

Ablauf

Bei dem Spiel für Kinder ab 3 Jahren sind vier Häuschen und vier Geschäfte in der Mitte des runden Spielplanes abgebildet, außen herum führt die Straße. Jeder Spieler parkt zu Beginn seinen farbigen Holzlaster in der dazu passenden Einfahrt. Mit einem Würfel (Augenzahlen von 1-3) ermittelt man, wie weit der Laster fahren darf. Bereits mit anderen Lastern belegte Felder werden dabei übersprungen und beim Zählen ausgelassen. Hält der Laster vor einem Geschäft, so darf wieder mit Hilfe des Würfels bestimmt werden, wie viele Lebensmittel dort eingekauft und aufgeladen werden dürfen. In jedem der vier Geschäfte werden einmal Milch, einmal Melone, einmal Pizza und auch nur einmal eine Tüte mit Cannelloni angeboten. So muss jeder mindestens zwei Geschäfte anfahren, um jeweils eines der vier verschiedenen Lebensmittel bekommen zu können. Pro Einkauf können ja höchstens drei Lebensmittel erworben werden, da der Würfel maximal drei Augen anzeigt. Hat man alle auf dem Einkaufszettel abgebildeten Sachen aufgeladen, muss man sie schnell nach Hause fahren und in der Einfahrt parken. Der schnellste gewinnt.

Auf der anderen Seite des Planes ist ein Dorf mit zwölf Wohnhäusern und vier „Sonderfeldern" abgebildet. Ebenfalls führt die Straße außen herum. Die zwölf Haustürenfelder werden mit den dafür vorgesehenen Türkärtchen belegt, alle mit der Seite der grünen Haustür nach oben. Die vier „Sonderfelder" bestehen aus

  1. Frau Schwein. Sie ist die nette Nachbarin, die gerne eine Bestellung ihrer Nachbarn entgegennimmt, und sie dann, sobald die Tür des entsprechenden Nachbars geöffnet wird, schnell hinüber bringt. Dann erst kann sie erneut eine Bestellung ihrer Nachbarn entgegen nehmen.
  2. Frau Kuh. Sie möchte den Lieferanten so gerne helfen. Der Spieler darf bei ihr zwei verschlossenen grüne Türen vertauschen. So kann sich der Lieferant eventuell die Tür seiner nächsten Lieferung in unmittelbare Nähe legen.
  3. Bäcker Knusper. Er ist der Bäcker im Ort und für seine Leckereien bekannt. Landen die Lieferanten bei ihm, so machen sie erst mal Pause und setzen eine Runde aus.
  4. Der Stadtplan. Dort dürfen die Lieferanten mit einem speziellen Würfel nachschauen, wo sie als nächstes hinfahren. Der Würfel zeigt dreimal Bäcker Knusper, zweimal Frau Kuh und einmal Frau Schwein.

Zu Beginn des Spiels werden die Lieferungen an die Mitspieler verteilt. Es gibt zwölf verschiedene Bestellungen, die je nach Spieleranzahl gerecht aufgeteilt werden. Auf der Straße sind farbige Punkte, die das Startfeld der einzelnen Lastwagen markieren. Der Startspieler entscheidet sich für eine Lieferung, die er als erstes ausfahren möchte, z.B. ein Beutel Milch. Er startet und ermittelt mit Hilfe des Würfels (Augen von 1-3), wie weit er fahren darf. Mit Lastwagen belegte Felder werden dabei wieder übersprungen und nicht mitgezählt. Endet jedoch ein Spieler auf einem der Sonderfelder, bleibt er dort, da hier mehrere Spieler stehen dürfen.

Landet man vor einer grünen verschlossenen Haustür mit dem Laster, so klopft man an und öffnet die Tür, d.h. man dreht das Türkärtchen um. Auf der Rückseite der Türkärtchen sind nämlich die Bewohner des Häuschens zusammen mit ihrer jeweiligen Bestellung abgebildet, z.B. eine Maus, die drei Pizzen möchte, oder eine Familie Schaf, die auf eine Lieferung zweier Tüten Cannelloni wartet. Stimmt die eigene Lieferung mit der abgebildeten überein, so darf man das Türkärtchen offen liegen lassen und die Waren darauf ablegen. Man entscheidet sich sofort für die nächste Lieferung und belädt seinen Laster neu. Stimmen die abgebildete Bestellung aber nicht mit der eigenen Lieferung überein, so wird das Türkärtchen wieder umgedreht, die Tür also verschlossen und man muss beim nächsten Spielzug weiter fahren und an einer anderen Tür anklopfen. So wird reihum gewürfelt und Türkärtchen aufgedeckt. Man sollte sich gut merken, bei welchem Haus ein Mitspieler die eigene Bestellung aufgedeckt hat. So kann man nämlich im Verlauf des Spieles auch gewürfelte Punkte verfallen lassen, wenn man weiß, dass die eigene Bestellung ins Haus nach zwei Schritten gehört und man aber eine drei gewürfelt hat. Dies gilt jedoch nicht vor Sonderfeldern. Wer als erster alle seine Lieferungen ausfahren konnte und keine seiner Lieferungen mehr bei Frau Schwein liegt, gewinnt.

Fazit

Corso Cannelloni überzeugt durch seine kindgerechte Spielausstattung. Viele stabile und detailgetreue Holzwaren wie Milchtüten, Melonenspalten, Pizzen und kleine Zellophantütchen mit Mini-Holz-Cannelloni gefüllt warten darauf, auf die ebenfalls aus Holz gefertigten Laster geladen und ausgefahren zu werden. Der originelle runde Spielplan ist mit bemerkenswert hübscher Grafik gestaltet und spricht die Kinder der entsprechenden Altersgruppe sofort an. Da fahren die Laster von Kinderhand geführt vor Spielbeginn oder nach Spielende schon mal eine Sonderschicht. Die Türkärtchen bzw. Einkaufszettel sind von handlicher Größe und von ausgesprochen guter Qualität. Die Holzwürfel sind relativ groß, so dass man die Punkte bzw. Bilder gut erkennen kann.

Das Regelheft erschreckt im ersten Moment durch seinen Umfang. Die Anzahl der Seiten kommt allerdings nicht durch zahllose Regeln zustande, sondern vielmehr durch die Übersetzung in weitere 7 Sprachen. Mit Bildern ergänzt und strukturiert kann man die Regel leicht verstehen. Die Beispiele helfen, eventuelle Unklarheiten zu beseitigen.

Die Variante für 3-jährige ist ein herrliches Spiel, ganz junge Spieler an Würfel und abwechselndes Ziehen heranzuführen. Die Augen des Würfels sind auf 1-3 begrenzt und können von den Kleinen durchaus erfasst werden. Das spielzeugähnliche Material begeistert sofort.

Durch die einfachen Regeln und die auf die Realität bezugnehmenden Spielideen überzeugt mich Corso Cannelloni und ist seinen Preis wert.

Rezension Susanne Schlappner

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Corso Cannelloni: 4,8 4,8, 5 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.06.04 von Susanne Schlappner
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.04.04 von Hans-Peter Stoll
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.05.04 von Kathrin Nos
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.05.04 von Peter Nos
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.05.04 von Sandra Lemberger - Meine Tochter fand das Spiel einfach suuuper! Die Noten beziehen sich übrigens auf die Variante ab 4 Jahre.

Leserbewertungen

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