Rezension/Kritik - Online seit 24.06.2018. Dieser Artikel wurde 543 mal aufgerufen.

Der geheimnisvolle Zaubersee

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Autor: Stefan Kloß
Anna Oppolzer
Verlag: Drei Magier Spiele
Rezension: Christoph Schlewinski
Spieler: 2 - 5
Dauer: 15 Minuten
Alter: ab 5 Jahren
Jahr: 2018
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3228
Der geheimnisvolle Zaubersee

Spielziel

Eigentlich dürfen sich die kleinen Zauberer Mila, Vicky und Conrad (plus Kater Kasimir) nicht beschweren. Sie sind einfach so in die Burg von Zauberer Rabenhorst geschlichen und wurden erwischt. Jetzt rennen die vier vor ihm weg und wollen sich über den See in Sicherheit bringen. Aber der böse Rabenhorst hat ein paar Tricks im Ärmel, zum Beispiel die Gefährten stecken bleiben lassen und das Wasser immer wieder zu sich hinziehen. Nur gemeinsam kann man hier fliehen - und sollte das nächste Mal nicht einfach so in fremde, böse Burgen schleichen.

Ablauf

Die drei Zauberer plus Kater Kasimir stehen am Ufer des Sees und wollen über die großen Seerosenblätter schnell rüber zur anderen Seite. Dafür nimmt sich der Spieler am Zug eine der vier Figuren und bewegt sie von einem zum nächsten angrenzenden Blatt - bis sie entweder auf der anderen Seite ist oder per bösem Zauber (Magnet) auf einem Blatt feststeckt.

ABER: Auf jedem Blatt ist ein Tierfreund zu sehen, der den Spielern vielleicht helfen kann. Bevor man eine Figur bewegt, deckt man deshalb eines der runden Plättchen neben dem Plan auf. Die zeigen die Tierfreunde, die im See leben. Dann bewegt man eine Figur, und sollte man auf dem Blatt des aufgedeckten Freundes feststecken, darf man die Figur trotzdem weiterbewegen.

Leider befinden sich unter den Plättchen auch 1 - 4 Rabenhorste, und deckt man einen davon auf, bewegt sich der See. Man zieht eine Seeleiste unter dem Plan raus und schiebt sie auf der anderen Seite wieder unter den Plan. Dadurch werden die anderen Leisten natürlich weitergeschoben und auch die Figuren können vom sicheren Steg weggerückt werden. Leider bewegt sich irgendwann durch diesen Mechanismus auch die Rabenhorstfigur, und kommt diese an ihren Zielpunkt, bevor alle Helden drüben sind, haben die Spieler verloren.

Sollten zu Beginn eines Zuges alle Helden feststecken, kann man nur hoffen, einen passenden Tierfreund aufzudecken. Ansonsten darf Rabenhorst wieder zaubern und der See bewegt sich. Gewonnen haben die Spieler natürlich, sobald alle Helden drüben sind. Und dann wird erst mal darüber geredet, wieso man ohne Grund in die Burg eines bösen Zauberers schleicht.

Fazit

So schön Der geheimnisvolle Zaubersee auf dem Tisch auch dahinplätschert, so schwierig ist er in den Griff zu bekommen. Dabei geht es nicht um die Merkhürde, die die Kinder hier nehmen müssen. Die passt schon. Auch die Idee ist ganz großartig. Was leider nicht passt, sind das Material und die Umsetzung dieser schönen Idee. Diese beiden Sachen stoßen sich magnetisch ab. Was passt an Der geheimnisvolle Zaubersee nicht?

  • Die Übersichtlichkeit: Erst mal sieht alles toll aus, besonders die Rabenhorst-Burg, durch deren Fenster man das giftig-gelbe Auge des Zauberers sehen kann. Macht richtig was her. Außer für die Kinder, die auf der Seite der Burg sitzen, denn die Burg verdeckt den Blick auf Teile des Spielfeldes. Und je nachdem, wo man die Plättchen ausbreitet, können Kinder diese nur teilweise sehen. Heißt dann im Spiel, dass die Kleinen öfter aufstehen müssen, um zu schauen, was genau passiert, und das nervt sie irgendwann. Es nervt sie auch, dass die Heldenfiguren einen Hauch zu groß sind und die Tierfreunde auf dem Plan verdecken. Man rückt sie also ständig umher.
  • Der See: Wie gesagt, eine großartige Idee. Leider sind Kinder in der Zielgruppe ab 5 nicht immer in der Lage, die magnetischen Leisten unter den Plan zu schieben und dadurch den See in Wallung zu bringen. Sie wollen natürlich, aber wenn man das nicht einigermaßen genau macht, bleiben die Leisten nicht in ihrer Bahn, sondern verrutschen. Dann muss man den Plan hochheben - und hebt damit wahrscheinlich auch einige Leisten hoch, weil an denen ja die Helden magnetisch feststecken. Dann muss man diese vorsichtig lösen, dabei dürfen die Helden natürlich nicht verschoben werden ... alles sehr umständlich, zeitraubend und unpraktisch. Und am besten lässt man die Heldenfiguren vor dem Plan stehen, bevor sie ins Spiel kommen. Die Startpunkte für die vier Figuren verwirren die Kinder, und wenn sich der See bewegt, fallen sie oft runter.

An sich hat Der geheimnisvolle Zaubersee alle Komponenten für ein gutes Kinderspiel: spannende Atmosphäre, super Aufmachung, kooperativ und ein Rennen gegen die Zeit sowie gegen einen Bösewicht. Dazu noch eine Art Merkspiel, ohne ein klassisches Merkspiel zu sein. Dieser Kniff ist sehr geschickt, weil die Kinder vor einem Zug diskutieren können, welcher Weg über den See gut ist, wo man sicher durchkommt, wo man stecken bleibt und welchen Tierfreund man aufdecken muss, damit man weitermachen darf. Alles sehr schön, nur macht das Material dabei nicht mit. Dieses Spiel ist für Familien, die geduldig sind, denen es nichts ausmacht, immer wieder die Figuren zu verrücken, damit man die Tierfreunde sieht. Die die Leisten mit ruhiger Hand einschieben. Und denen es deshalb nichts ausmacht, wenn so ein Spiel mal einen Tacken länger dauert.

Rezension Christoph Schlewinski

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Der geheimnisvolle Zaubersee: 3,0 3,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.04.18 von Christoph Schlewinski - Tolle Idee und Atmosphäre, aber leider steht sich das Material selber im Weg.

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