Rezension/Kritik - Online seit 06.09.2015. Dieser Artikel wurde 4027 mal aufgerufen.

Dream Team

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Autor: Wolfgang Warsch
Verlag: Zoch Verlag
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 4 - 10
Dauer: 45 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2015
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 2030
Dream Team

Spielziel

Was fällt dir und deinem Teamkollegen alles zum Thema "Afrika" ein? Nehmt euch eine Sanduhrlänge Zeit, gleichzeitig und unabhängig voneinander alles zu notieren, was euch dazu in den Sinn kommt. Und dann nennt ihr euch gegenseitig die Begriffe, von denen ihr glaubt, dass sie der andere ebenfalls auf seiner Liste stehen hat. Die gegnerischen Teams gehen ebenso vor. Wer am längsten durchhält, gewinnt die jeweilige Runde, bevor das Spiel mit einem neuen Begriff fortgesetzt wird.

Ablauf

Zu Beginn wird jeder Mitspieler mit Stift und Papier ausgestattet. Je zwei Spieler bilden ein Team und sitzen einander gegenüber. Ein farbiges Surfbrett dient als Zählstein für jedes Team und wird auf der Siegpunktleiste platziert. Die farbigen Teamsteine gehen an die entsprechenden Team-Mitglieder, um ihre Zugehörigkeiten anzuzeigen. Außerdem erhält jede Gruppe noch drei Bonusmarker. Der Startspieler bekommt die Sanduhr und zieht eine Begriffskarte. Von den drei angegebenen Themen wählt er eines aus und liest es laut vor. Danach wird die Sanduhr umgedreht und alle Spieler schreiben gleichzeitig alles auf, was ihnen zu dem vorgegebenen Begriff einfällt.

Nach Ablauf der Sanduhr nennt reihum jeder Spieler seinem Teamkollegen einen Begriff, von dem er denkt, dass ihn sein Partner aufgeschrieben hat. Diesen Begriff müssen nun alle Spieler von ihren Zetteln streichen, falls sie ihn notiert hatten. Haben die Gegner den Begriff nicht notiert, darf die aktive Gruppe ihr Surfbrett um drei Punkte vorziehen, andernfalls nur um einen. Hat jedoch der eigene Partner den genannten Begriff überhaupt nicht aufgeschrieben, so muss das Team einen Bonusmarker abgeben. Die Runde dauert so lange an, bis nur mehr ein Team Bonusmarker besitzt – für jeden verbliebenen darf das erfolgreiche Team drei Punkte vorrücken.

Nach einer Runde wechselt der Startspieler und die nächste beginnt mit einem neuen Begriff. Das Spiel endet, wenn jeder Spieler einmal Startspieler war. Wer danach die meisten Punkte besitzt, ist das Dream Team des Tages.

Fazit

Beim Anblick des Spielmaterials stellt man sich sofort die Frage, was die Thematik mit der Aufmachung "Wasser und Surfen" zu tun hat. Die Verbindung wurde zwar mit der Erklärung "auf einer Wellenlänge sein" hergestellt, aber dies scheint doch relativ weit hergeholt.

Das macht aber überhaupt nichts, denn auch wenn die Aufmachung ein wenig an den Haaren herbei gezogen wirkt, so tut dies dem Spielspaß keinerlei Abbruch. Das Spielprinzip ist sehr einfach, nach einigen erklärenden Sätzen hat jeder verstanden, worum es geht. Womit aber nach der Regelerklärung keiner rechnet, ist die Tatsache, dass dieses einfache Spiel die meisten sehr in seinen Bann ziehen kann. Auch der eine oder andere Teilnehmer, der mit Quiz- bzw. Wortspielen eher wenig am Hut hat, konnte dem Spiel einen gewissen Reiz nicht absprechen. Allerdings mochte es keiner, der grundsätzlich keine Spiele mag, bei denen unter Zeitdruck agiert wird.

Dream Team ist ein sehr emotionales Spiel. Immer wieder fallen Ausdrücke wie "Mensch, das gibt's doch nicht, dass du daran nicht gedacht hast!" oder "Ich Trottel, natürlich, warum ist mir das nicht eingefallen?" Es ist immer wieder erstaunlich, wie breit man die Themen fächern kann. So fiel in einer meiner Testrunden zum Begriff "Fast Food" allen Teilnehmern nur Begriffe wie Burger, Hot Dog, Pommes usw. ein, aber nur ein einziger kam auf die Idee, auch die Namen von Fast-Food-Ketten aufzuzählen. Hinterher fragte sich natürlich jeder, warum ihm das nicht auch eingefallen ist.

Die im Spiel enthaltenen Begriffskarten stammen aus allen möglichen Themenbereichen. Mal sind es solche, bei denen einem die Zeit gar nicht reicht, alles aufzuschreiben, was einem einfällt, mal sitzt man auch das letzte Drittel der Zeit untätig herum, weil man partout keine Wortideen mehr hat. Diskussionen um erlaubte oder nicht erlaubte Wörter gibt es selten. Die Regel gibt ziemlich klar vor, dass nur Hauptwörter erlaubt sind, keine Adjektive und Verben. Regionale Begriffe gelten als Synonyme und zählen als eigenes Wort, falls jemand anders den hochdeutschen Ausdruck ebenfalls notiert hat.

Dream Team funktioniert auch mit jüngeren Kindern ganz gut, sofern man einfache Begriffskarten wählt und die Zeitbegrenzung etwas erweitert. Auch lässt sich das Regelwerk tatsächlich anstandslos auf Gruppen bis zu 10 Leuten anwenden, wobei es mir jedoch am besten zu sechst oder acht gefiel. Sogar für eine ungerade Spielerzahl wurde eine passable Lösung gefunden. In diesem Fall wird ein Teilnehmer zum Single-Spieler, der mit demselben Spielmaterial ausgestattet wird wie seine Konkurrenzgruppen. Nach Auswahl des Themas entscheidet er, welcher Spieler in dieser Runde sein spezieller Partner wird, dessen vorgelesene Begriffe dann automatisch immer für zwei Spieler gelten.

Am besten gefällt mir an dem Spiel jedoch, dass ich es ganz einfach auch für schulische Zwecke nutzen kann. Schnell ein paar Begriffe aus dem zuletzt behandelten Unterrichtsstoff auf Karteikarten geschrieben, und schon kann ich eine spielerische Wiederholungsstunde einlegen – die Anschaffung von zwei weiteren Spielen hat sich hier allemal gelohnt!

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Dream Team: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.07.15 von Sandra Lemberger

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