Rezension/Kritik - Online seit 10.05.2026. Dieser Artikel wurde 555 mal aufgerufen.
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Gartenbau mit Gnomen
Spiele mit Tier-, Umwelt- oder Pflanzen-Thema liegen nach wie vor voll im Trend. Folglich hat auch das neue „Bag Building“-Spiel von Schmidt ein Gartenthema, das in diesem Fall mit Fantasy kombiniert ist.
Bei Gardlings erhält jeder zu Beginn einen Beutel mit einer Grundausstattung an Plättchen. In der Tischmitte befindet sich der Markt mit Plättchen, die unterschiedlich teuer sind und zur Aufwertung der eigenen Auswahl erworben werden können.
Dafür braucht man allerdings Edelsteine. Diese sind in Hälften auf den Plättchen abgebildet. Die Aufgabe besteht nun darin, dass jeder aus seinem Beutel ein Plättchen nach dem anderen zieht und sie so aneinanderlegt, dass die Edelsteinhälften zusammenpassen und ganze Edelsteine bilden. So entsteht ein Garten mit Edelsteinen und verschiedenen Figuren.
Als Störfaktor sind auf einigen der Plättchen jedoch ein oder zwei Gnome abgebildet. Zieht der Spieler ein Plättchen, das seine Gnomenzahl auf sechs oder mehr steigen lässt, ist die Gartenbau-Phase für ihn sofort beendet, und die hinterhältigen Gnome stehlen ihm drei seiner Edelsteine.
Haben alle Spieler freiwillig oder gezwungenermaßen diese Phase abgeschlossen, zählt jeder die vollendeten Edelsteine in seinem Garten und darf nun ein neues Plättchen erwerben. Je mehr Edelsteine man zur Verfügung hat, desto lukrativer kann dieses Plättchen sein; und unter Umständen bietet es auch Sonderfunktionen. Wer zu wenige Edelsteine bilden konnte, um etwas zu kaufen, erhält ein einfaches Plättchen als „Trostpreis“, geht also nicht leer aus.
Anschließend füllt jeder alle seine Plättchen in seinen Beutel, und die nächste Runde beginnt. Es wird also jede Runde neu gepuzzelt. Die Partie endet, sobald ein Spieler mindestens 17 Edelsteine in seinem Garten hat.
Außerdem bietet die Anleitung eine etwas anspruchsvollere Profi-Variante und eine Mini-Erweiterung, bei der jeder ein Missionsplättchen erhält, das im Spielverlauf einen zusätzlichen Vorteil bietet. Und da in der Gartenbau-Phase ohnehin jeder für sich spielt, gibt es folgerichtig auch eine Solo-Variante.
Gardlings ist schnell verstanden und verläuft sehr geradlinig. Es handelt sich um ein einfaches Familienspiel mit einer schönen Mischung aus Glück und Taktik und einer angenehm kurzen Spieldauer. Auch Zocker kommen auf ihre Kosten: Zieht man noch ein Plättchen, obwohl man schon fünf Gnome hat? Ach, klar, wird schon gut gehen … Natürlich ist es Pech, wenn man sehr früh viele Gnome aus seinem Beutel zieht, aber immerhin bekommt man immer irgendein Plättchen hinzu, wird also nicht abgehängt.
Gardlings fühlt sich ein wenig an wie eine Light-Version von Quacksalber von Quedlinburg („Kennerspiel des Jahres 2018“). Wer keinen hohen Anspruch hat und sich nicht viel Interaktion wünscht, wird mit einer netten Puzzelei und ruhigem, kurzweiligen Legespiel belohnt. Es hat allerdings tatsächlich nicht viel Tiefgang, sodass Vielspieler sich eher unterfordert fühlen. Doch diese sind auch nicht die Zielgruppe – und selbst sie spielen Gardlings als gut funktionierenden Absacker gern mal mit.
Rezension Birgit Irgang
In Kooperation mit der Spielezeitschrift
H@LL9000 Wertung Gardlings:
4,0, 2 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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03.04.26 von Birgit Irgang |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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04.05.26 von Udo Kalker |
Leserwertung Gardlings:
5.0, 1 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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24.12.25 von Dieter Schmitz - Ein sehr schönes Familienspiel, bei dem wohl \"Die Quacksalber von Quedlinburg\" Pate standen. Es übernimmt vieles ist, aber doch eigenständig genug, neben Quedlinburg einen Regalplatz bei mir zu bekommen. |