Rezension/Kritik - Online seit 12.06.2005. Dieser Artikel wurde 9540 mal aufgerufen.

Geister und Gespenster

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Autor: Eugen Wyss
Verlag: Adlung Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 6
Dauer: 10 - 20 Minuten
Alter: ab 5 Jahren
Jahr: 2004
Bewertung: 3,2 3,2 H@LL9000
Ranking: Platz 4453
Geister und Gespenster

Spielziel

Es müssen Geister verschiedener Farben gesammelt werden. Wer am Ende – nach diversen Zwischenwertungen, bei denen man auch Karten abgeben muss – die meisten Gespenster sammeln konnte, ist Gewinner des Spieles.

Ablauf

In der Tischmitte liegen zwei offene Geister und ein verdeckter Kartenstapel. Wenn ein Spieler an der Reihe ist, darf er sich entweder eine der beiden offenen Karten oder eine verdeckte vom Stapel nehmen. Allerdings kann man auf der Rückseite der Karten (= Schloss-Seite) schon einigermaßen erkennen, welcher Geist sich im Schloss aufhält, denn entweder sind zwei Gespenster darauf abgebildet, von denen eines der Farbe des Geistes auf der Vorderseite entspricht, oder es ist – mit ein bisschen Glück – sogar nur ein Gespenst abgebildet, das dann die Farbe des Geistes auf der Vorderseite hat.

Die Vorderseite der Karte zeigt neben einem Geist auch noch einen Zimmerausgang, welcher entweder durch

  • einen Vorhang,

  • ein Gitter oder
  • eine Holztür

dargestellt wird.

Wenn man eine Karte mit Vorhang gezogen hat, darf man sofort eine weitere Karte aufnehmen. Wenn man möchte, sogar von einem Mitspieler, allerdings besteht in diesem Fall die Einschränkung, dass man nur einen Geist der soeben gezogenen Farbe wählen darf, dessen Zimmer außerdem eine Gittertür zeigt.

Waren auf der Karte eine Holztür bzw. eine Gittertür abgebildet, ist der nächste Spieler an der Reihe, der vor seinem Zug gegebenenfalls die Kartenauslage wieder auf zwei ergänzt.

Sobald ein Spieler drei Geister einer Farbe vor sich liegen hat, gibt es eine Zwischenwertung. Der die Wertung auslösende Spieler darf alle drei Karten dieser Farbe als sichere Punkte zur Seite legen. Die Mitspieler werten alle ihre ausliegenden Karten derselben Farbe, allerdings dürfen sie nur Geister mit Holztüren als Punkte vor sich ablegen, die restlichen Karten kommen aus dem Spiel, weil die Geister natürlich durch Gitter und Vorhänge flüchten können.

Wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist, endet das Spiel. Dann gibt es eine letzte Wertung für alle Karten, die offen vor den Spielern ausliegen. Für jede Farbe wird geprüft, wer die meisten Karten hat. Dieser Spieler (bei Gleichstand alle Beteiligten) darf alle Karten auf seinen Punktestapel legen. Alle anderen dürfen wieder nur jene Karten mit einer Holztür behalten.

Wer nun insgesamt die meisten Geister in seinem verdeckten Punktestapel liegen hat, ist Sieger des Spiels.

Spielvariante „Gespenstisches Memodomino“ ab 7 Jahren

Die Geister werden mit der Rückseite (= Schloss-Seite) nach unten auf dem Tisch verteilt. Nun nimmt sich jeder eine Startkarte. Danach darf reihum jeder Spieler so lange Karten aufdecken, wie er diese regelkonform an seine bereits bestehende(n) Karte(n) anlegen kann:

Die gezogene Karte muss domino-mäßig angelegt werden. Das heißt, die Farbe des Gespenstes muss passen und auf der richtigen Seite liegen, wenn die Karten so ausgerichtet werden, dass die Schlossspitze nach oben zeigt.

Passt eine Karte nicht an die Reihe, wird sie wieder mit der Schlossseite nach unten zurück gelegt und der nächste Spieler ist am Zug.

Das Spiel endet, wenn ein Spieler eine bestimmte Menge an Karten vor sich liegen hat.

Fazit

Die Grafik der Karten ist recht ansprechend – zumindest aus Kindersicht, aber da es ja auch für Kinder bzw. Familien konzipiert wurde, wird damit auch die richtige Zielgruppe angesprochen.

Mit der Altersangabe hatte ich einige Probleme. Das Grundspiel, das für Kinder ab 5 Jahren angegeben wird, war für meine Tochter, die fast 5 Jahre alt ist, nicht gleich richtig verständlich und auch nach mehreren Partien musste sie immer wieder mal daran erinnert werden, dass sie im Zweifelsfalle die Karten mit den Holztüren wählen soll, weil diese bei einer Wertung bestimmt übrig bleiben. Die Regeln des gespenstischen Memodominos, das eine Altersempfehlung ab 7 Jahren hat, waren ihr dagegen sofort völlig klar und sie konnte es gleich beim ersten Mal fehlerlos mitspielen. Irgendwie scheinen bei den beiden Varianten die Altersempfehlungen durcheinander geraten zu sein.

Obwohl ich mir nach dem Lesen der Spielregel nicht allzu viel von dem Spiel versprach, haben jedoch vor allem meiner Tochter beide Spielvarianten großen Spaß gemacht, und sie verlangte bei jedem Spiel nach mindestens einer Wiederholung. Erwachsene – für die das Spiel ja auch nicht gedacht ist – sind definitiv nicht die Zielgruppe von "Geister und Gespenster". Aufgrund der kurzen Spielzeit sollte es aber kein Problem darstellen, öfter eine Partie mit seinen Kindern zu spielen und der Sache ein wenig Spaß abzugewinnen. "Geister und Gespenster" ist schnell erklärt und ebenso schnell gespielt, so dass auch Omas und Opas, Tanten und Onkeln und sonstige potentielle Opfer gerne mal eine Runde mitspielen werden.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Geister und Gespenster: 3,2 3,2, 5 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
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