Rezension/Kritik - Online seit 13.01.2016. Dieser Artikel wurde 4596 mal aufgerufen.

Harry Hopper

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Autor: Florian Nadler
Verlag: KOSMOS
Rezension: Christoph Schlewinski
Spieler: 2 - 4
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2015
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
3,0 3,0 Leser
Ranking: Platz 3800
Harry Hopper

Spielziel

In zwei Teams aufgeteilt versuchen zwei bis vier Spieler, ihren Grashüpfer die richtigen Grashalme fressen zu lassen - nämlich die der eigenen Farbe. Und das entweder auf dem Tisch oder als Parcours durch das ganze Zimmer.

Ablauf

Bei Harry Hopper gibt es zwei Spiele in der Packung.

Spiel 1: Abgegrast

Zuerst stellt man die Grashalme (also die Holzsteine der beiden Farben) kreisförmig auf und platziert den roten Stein in der Mitte. Dann setzen sich die beiden Teams gegenüber. Ist man am Zug, muss man das Hinterteil seines Grashüpfers nach unten drücken und ihn dann quasi "weghüpfen" lassen. Und zwar möglichst so, dass er die Steine der eigenen Farbe umwirft. Sollte er auch Steine des gegnerischen Teams umwerfen, zählen sie auch leider für dieses Team und nicht für das eigene.

Ziel ist es, alle eigenen Steine abzuräumen und dann zum krönenden Abschluss den roten. Wem das als Erstes gelingt, gewinnt ... Wer aber den roten Stein trifft, solange noch Steine der eigenen Farbe stehen, muss tatenlos zusehen, wie das andere Team grinsend einen ihrer Steine entfernt.

Spiel 2: Grashüpfer Parcours

Auch das wird in zwei Teams gespielt, aber jetzt stellt man die Halme/Steine nicht kreisförmig auf, sondern baut damit einen Parcours. Jeweils ein Stein jeder Farbe kommt nebeneinander z. B. zuerst auf den Boden, danach die nächsten auf ein Buch, dann die nächsten auf einen Stuhl ... immer höher und dann wieder nach unten Richtung Boden.

Das Besondere an dieser Variante ist aber nicht nur der Aufbau. Denn jetzt ist es egal, ob man auch den gegnerischen Stein trifft, solange man den eigenen umhaut. Das Ziel aber bleibt das Gleiche: alle Steine der eigenen Farbe abräumen und zuletzt den roten Halm treffen.

Fazit

Macht man die Packung von Harry Hopper auf, fragt man sich im ersten Augenblick, ob das wirklich alles funktionieren kann mit den Holzsteinen und den Grashüpfern. Baut man aber alles auf und spielt zwei bis drei Hüpfer, stellt man sofort fest: Es funktioniert. Und zwar richtig gut.

Eine tiefgehende Geschichte hat Harry Hopper zwar nicht zu bieten (zwei Grashüpfer treten gegeneinander an ... Ende. Ist aber völlig ausreichend für die Kleinen), aber dafür viel, viel Spannung, was für Kinder im Zweifelsfall eh wichtiger ist. Die ersten Sprünge sehen noch holperig und unkoordiniert aus, aber das legt sich innerhalb einer Partie. Hier können Kinder Zielgenauigkeit und Fingerspitzengefühl üben und das in einem Team-Wettkampf, also teils kooperativ. Bei Harry Hopper werden aus Kindern, die sonst nicht viel miteinander zu tun haben, regelrechte Blutsbrüder bzw. -schwestern. Fehlhüpfer des Teamkollegen werden verziehen, weil man selbst auch mal daneben springt.

Dagegen werden die Erfolge des eigenen und die Misserfolge des gegnerischen Teams im Laufe eines Spiels immer lautstarker bejubelt. Da werden Arme hochgerissen, laut "JA!" oder laut "NEIN!!!" geschrien und merkwürdigerweise entsteht bei diesem Spiel ganz oft eine richtige "Endrunde": Alle Steine sind abgeräumt und nur noch der rote Stein steht ... und an dem springen erst mal alle vorbei.

Da zeigt sich dann auch dem letzten Skeptiker (in Form von Eltern und Erziehern, die das Spiel meistens erst mal als Unsinn abtun), was Harry Hopper für Begeisterungsstürme bei Kindern auslösen kann. Hier herrscht oft richtige Stadionatmosphäre ... Und das ist nicht übertrieben. Würde man Kinder nur hören, die Harry Hopper spielen, man könnte wirklich meinen, sie verfolgen ein Spiel ihrer Lieblingsmannschaft im Fernsehen.

Was an Harry Hopper nicht so gefällt: Irgendwie ... gibt's nix. Das ist eine runde Sache.

Harry Hopper ist ein tolles und vor allem kurzweiliges Spiel. Es fordert die Kinder allein schon durch die Grashüpfer automatisch zu einer Partie auf und es folgt mindestens immer eine Revanche-Partie, oft auch noch eine dritte und vierte Runde. Dann bleibt es zwar erst mal etwas liegen (hier leidet der berühmte Langzeitspielspaß ein wenig), wird aber dennoch immer mal wieder rausgeholt und gespielt.

Dazu haben der Autor und der Kosmos-Verlag noch die richtige Entscheidung getroffen, den Grashüpfer-Parcours mit reinzunehmen. Und der funktioniert wirklich gut. Mit ein bisschen Übung springen die Dinger richtig hoch, und weil sich die Kinder ihren Parcours selbst zusammenstellen können, sind sie auch vor dem Spiel schon schön drin im Spiel.

Selbst der Verletzungshinweis (nicht auf Gesichter zielen, Abstand zum Spieler am Zug halten, nicht auf etwas zielen, was zerbrechen kann) ist in der Regel drin. Wobei man sich - nach meinen bisherigen Erfahrungen - eigentlich keine Sorgen machen muss. Die Kinder sind dermaßen auf die Steine der eigenen Farbe fixiert, da kam noch keinem der Gedanke, mal auf das Gesicht eines anderen zu zielen. Aber ist es trotzdem ein wichtiger Hinweis in der Regel.

Mit dem Kauf vom Harry Hopper kann man für die Kinder irgendwie nichts falsch machen. Es ist durchweg spannend, die Waage zwischen Frust und Erfolg hält sich super, und es ist erschwinglich. Also: HÜÜÜÜÜÜ-HÜPFFFFFF!!!!

Rezension Christoph Schlewinski

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Harry Hopper: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.07.15 von Christoph Schlewinski - Ungewöhnliche Idee toll umgesetzt.

Leserbewertungen

Leserwertung Harry Hopper: 3,0 3.0, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.01.16 von Jörn
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.01.16 von Udo Möller - Bei meinen Kindern ist das Spiel gefloppt. Es ist anfangs sehr schwer, die Grashüpfer in die richtige Richtung springen zu lassen. Das dauerte meiner 5,5-Jährigen dann insgesamt zu lange, meine 9-Jährige hatte auch keine Lust auf eine Wiederholungspartie.

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