Rezension/Kritik - Online seit 25.02.2016. Dieser Artikel wurde 3943 mal aufgerufen.

Kamela zick nicht!

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Autor: keine Angabe
Verlag: HCM Kinzel
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 99
Dauer: 10 - 20 Minuten
Alter: ab 4 Jahren
Jahr: 2015
Bewertung: 2,0 2,0 H@LL9000
Ranking: Platz 4162
Kamela zick nicht!

Spielziel

„Kamela zick nicht" - ruft mir Ali Baba, mein Kamelreiter, ständig zu. Er hat sich in den Kopf gesetzt, die schöne Prinzessin des Landes mit Geschenken zu überhäufen, um sie für sich zu gewinnen. Und wer muss den ganzen Plunder durch die Wüste tragen? Ich natürlich! Nun - ich denke gar nicht daran! Versucht nur, mich zu beladen! Aber eine falsche Bewegung oder ein Gepäckstück zu viel und euch fliegen alle Teile um die Ohren!

Ablauf

Kamela wird auf den Tisch gestellt und gesattelt, die Gepäckstücke sowie die gemischten Karten bereit gelegt. Anschließend muss sich das Kamel setzen, damit Ali Baba aufsteigen kann. Wer an der Reihe ist, deckt die oberste Karte vom Stapel auf und führt ihre Anweisung aus.

Dies kann entweder eine Punkte- oder Aussetzenkarte sein, in den meisten Fällen aber zeigt sie ein Gepäckstück, welches man an Kamelas Sattel hängen muss. Schafft man dies, darf man die Karte behalten und der nächste Spieler ist am Zug.

Auf diese Weise wird das Spiel fortgesetzt, bis Kamela die Nase voll hat und ruckartig aufspringt, so dass alle Gepäckstücke durch die Luft segeln. Wer dies ausgelöst hat, verliert alle bis dahin erworbenen Punkte. Dafür gewinnt sofort jener Mitspieler, der bis dahin die meisten Punkte sammeln konnte.

Fazit

Die Spielregel ist sehr kurz und leicht verständlich, das gesamte Material bietet optisch einen schönen Eindruck. Spieltechnisch darf man keine hohen Ansprüche stellen, so dass das Kamelspiel vor allem Kindern und Erwachsenen gefällt, die gerne kurze, wenig anspruchsvolle Spiele mögen. Oder auch Gruppen, die nach einem langen Spieleabend noch einen Muntermacher-Absacker auf den Tisch bringen möchten, damit sie wieder fit werden für die Nachhausefahrt. Denn hellwach wird man auf alle Fälle, wenn Kamela ruckartig aufspringt und die Gepäckstücke über den ganzen Tisch fliegen.

Einfluss hat man auf das Spiel kaum. Je mehr Gewicht auf dem vorderen Teil des Sattels lastet, desto früher wird grundsätzlich der Sprungmechanismus ausgelöst, weshalb Kenner des Spiels immer versuchen, erst die hinteren Haken des Sattels zu nutzen. Irgendwann sind diese aber voll, dann bleiben nur die vorderen.

Ich weiß nicht, ob es ein Konstruktionsfehler meines Kamels ist oder ob das auf alle Kamelas zutrifft: Das Setzen des Kamels verursacht trotz genauer Beschreibung in der Spielanleitung massive Probleme. Gemäß Spielregel sollte sich das Kamel von selbst setzen, wenn man Hals und Schwanz zusammendrückt. Vor allem bei den ersten Versuchen funktioniert das nicht auf Anhieb, denn man hat dabei immer das Gefühl, dass der Schwanz gleich abbrechen könnte. Ich weiß nicht, wie lange diese Mechanik funktionstüchtig bleiben würde, wenn man die Spielvorbereitungen ständig in unbeaufsichtigte Kinderhände geben würde. Bei meinem Kamel ist es außerdem so, dass das Einrasten nicht richtig klappt. So springt das Kamel manchmal schon auf, wenn man nur Ali Baba darauf platziert, was völliger Quatsch ist, denn man möchte ja wenigstens einige Gepäckstücke an den Sattel hängen.

Gerne würde ich abschließend etwas anderes schreiben, aber der Gesamteindruck, den das Spiel hinterlässt, ist leider alles andere als gut.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Kamela zick nicht!: 2,0 2,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.01.16 von Sandra Lemberger

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