Rezension/Kritik - Online seit 21.05.2009. Dieser Artikel wurde 3694 mal aufgerufen.

Lobo 77

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Autor: Thomas Pauli
Illustration: Oliver Freudenreich
Verlag: AMIGO
Rezension: Andreas Frank
Spieler: 2 - 8
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2008, 2019
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 3660
Lobo 77
Lobo 77

Spielziel

Die Spielidee hat mir vor über 25 Jahren bereits meine Großmutter anhand eines Skatspiels nähergebracht. Es geht darum, nicht jene Karte zu legen, mit welcher die Gesamtsumme aller bislang abgelegten Karten den Wert 76 überschreitet, weil man dann einen Chip abgeben muss. Das Spiel endet, wenn nur noch ein Spieler über Chips verfügt. Dieser Spieler gewinnt.

Ablauf

Zu Beginn eines Spiels bekommt jeder Spieler 3 Chips und 5 Karten. Der aktive Spieler legt eine Karte ab, addiert den Wert der gelegten Karte zu dem Gesamtwert der bislang gelegten Karten und zieht eine Karte nach. Wer das Nachziehen vergisst, spielt mit weniger Handkarten weiter. Das Spiel enthält außerdem diverse Sonderkarten: -10, Paschkarten, Richtungswechsel, 2 Karten ablegen (inkl. 2 Karten nachziehen) etc.

Wer den Wert 77 erreicht oder überschreitet, gibt einen Chip ab und es wird eine weitere Runde mit 5 neuen Karten gespielt. Zudem muss einen Chip abgeben, wer ein Vielfaches von 11 erreicht. Wer keine Chips mehr hat, darf noch so lange mitspielen ("schwimmen"), bis er erneut einen Chip abgeben müsste.

Fazit

Wie bei Amigo üblich, bekommt man sehr gutes Spielmaterial für sein Geld. Der Karton ist stabil (vor Jahren gab es eine Ausgabe mit einem dünnen Pappkarton), die Qualität der Karten ist prima und die Chips sind erstklassig.

Die Spielregel lässt keine Fragen offen, was bei dem schlichten Spielprinzip allerdings auch nicht nachvollziehbar wäre.

Die Spielidee ist ganz simpel und – wie bereits erwähnt – schon ziemlich alt. Die Idee mit den 3 Chips zur Festlegung der Spieldauer ist dem alten Amigo-Kartenspiel „Swim“ entlehnt. (Auch das habe ich mit meiner Großmutter vor langer Zeit unter dem Namen „Schwimmen“ mit Skatkarten und Streichhölzern gespielt.)

Eine Strategie sucht man bei diesem Spiel vergebens. Zwar sollte man immer fünf Karten auf der Hand haben, ist aber letztlich von den nachgezogenen Karten abhängig und hofft, dass es vorher einen Mitspieler erwischt. Darin liegt auch die Spannung von Lobo 77. Durch die Sonderkarten kommt etwas Abwechslung in das Spiel - andererseits machen sie das Spiel aber noch unplanbarer. Vielleicht kann man im Spiel zu zweit noch etwas taktieren, aber dieser Einfluss sinkt mit steigender Spielerzahl gewaltig.

Bleibt die Frage nach dem Spielreiz zu klären: Es eignet sich prima für Grundschulkinder zur Übung von Addition (und vereinzelt auch Subtraktion) im Zahlenraum von 1 bis 100. Als junger Spund hat mir das Spiel Spaß gemacht - als Erwachsener habe ich höhere Erwartungen an ein Kartenspiel.

Rezension Andreas Frank

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Lobo 77: 3,0 3,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.02.09 von Andreas Frank - Ist eher ein Kinderspiel. Mal sehen, ob meine Zwerge es mögen, wenn sie mal alt genug sind.

Leserbewertungen

Leserwertung Lobo 77: 4,0 4.0, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.05.09 von Christof lehr - Eigentlich ein Kinderspiel, um als Erwachsene das Kopfrechnen mit Grundschülern zu üben.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.11.09 von Peter Fülleborn - Lobo77 kommt fast bei jeden Spieleabend auf dem Tisch. Man kann es in allen Altersklassen spielen. Macht immer wieder Spaß.

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