Rezension/Kritik - Online seit 31.03.2003. Dieser Artikel wurde 5034 mal aufgerufen.

Die Monstermacher

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Autor: Henning Poehl
Illustration: Heike Schfer
Verlag: Sphinx Spieleverlag
Rezension: Orell Mielke
Spieler: 3 - 5
Dauer: 75 Minuten
Alter: ab 16 Jahren
Jahr: 2002
Bewertung: 3,2 3,2 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 6194
Die Monstermacher

Spielziel

Wenn ein Spieler sein Monster zum Leben erweckt, gewinnt der Spieler, dessen Frankensteinmonster am meisten Punkte wert ist.

Ablauf

Jeder Spieler erhlt eine Karte, die einen Krperrumpf zeigt. Des weiteren eine bersichtskarte (die man in diesem Spiel auch dringend bentigt), 5 Grabruberkarten sowie einen Wrfel, den jeder Spieler mit der Zahl 3 nach oben vor sich ablegt Der Wrfel zeigt in diesem Spiel den Wissensstand der jeweiligen Mitspieler an. Je hher die Zahl, desto weniger wei man und umgekehrt.

In die Tischmitte werden 5 nummerierte Grber gelegt, und vor jedes dieser Grber wird eine bestimmte Anzahl (abhngig von der Mitspieleranzahl) von Krperteilkarten mit der Rckseite nach oben gelegt. Die Rckseite dieser Krperteilkarten zeigt an, welches Krperteil (rechtes/linkes Bein, rechter/linker Arm, Kopf oder Gehirn) auf der Karte abgebildet ist. Allerdings kann man nur auf der Vorderseite der Karten erkennen, wie viel diese Krperteile wert sind (es gibt Werte von 0 bis 5 bzw. 1 bis 5 und 7 bei den Gehirnen).

Der Spieler am Zug hat nun immer drei Aktionen zur Auswahl, von denen er jedoch keine ausfhren muss:

  1. wahlweise:
    1. Krperteil aus einem Grab stehlen
    2. Krperteil vom Galgenberg stehlen
    3. einem Mitspieler ein Krperteil stehlen
    4. Studium vorbereiten (ermglicht beim Studieren das Verringern der Wrfelaugenzahl um 2)

  2. wahlweise:
    1. Studieren (Wrfel um 1 oder 2 wenn in der ersten Stunde vorbereitet wurde - runterdrehen)
    2. Operieren
    3. Wiederbeleben
  1. wahlweise:
    1. Organhandel
    2. Ausgespielte Grabruberkarten wieder aufnehmen

Bis auf die Aktionen "Krperteil aus einem Grab stehlen", "Operieren" und "Organhandel" fhrt ein Spieler die gewhlte Aktion alleine durch. Fr alle diese alleine durchzufhrenden Aktionen wird der Wrfelstand vor oder nach der Aktion entweder hoch- oder runtergedreht und das Gelingen all dieser Aktionen hngt immer sehr stark vom jeweiligen Wissensstand ab, weil man meistens mit einem anderen Wrfel versuchen muss, die Augenzahl, die der eigene Wrfel zeigt, zu bertreffen. Je niedriger also die Augenzahl auf dem Studierwrfel, desto besser die Chance auf ein Gelingen der Aktion. Im Groen und Ganzen erklren sich damit die oben aufgezhlten Aktionen von alleine.

Drei der Aktionen beziehen die Mitspieler mit ein, deshalb werde ich diese Spielablufe hier nher beschreiben:

  1. a) Krperteil aus einem Grab stehlen

    Entscheidet sich ein Spieler fr diese Aktion, so drfen alle anderen mitspielen. Jeder , der mitmachen will, dreht seinen Studierwrfel um eine Stufe hoch und spielt verdeckt eine seiner Grabruberkarten aus, die eine Nummer fr eines der Grber Nr. 1 bis 5 zeigen. Danach decken alle Spieler zugleich ihre Karten auf. Wurde eine Grabnummer nur einmal gespielt, so war der Raub erfolgreich und der jeweilige Spieler darf sich die oberste Karte aus dem ausgewhlten Grab nehmen. Auerdem darf er seinen Studierwrfel wieder um eine Stufe hinunter drehen. Wurde eine Grabnummer zweimal oder fter gewhlt, so gehen die jeweiligen Spieler leer aus, weil sie sich am Grab um die Krperteile streiten.

  2. f) Operieren

    Will ein Spieler ein Krperteil, das sich schon in seinem Lager befindet, an seinen Rumpf annhen, so braucht er dazu einen Assistenten. Er whlt einen Mitspieler aus und nennt diesem das Krperteil aus seinem Lager, das er annhen mchte. Sein Assistent kann ihm nun das gewnschte Krperteil reichen oder alternativ auch ein anderes aus dessen Lager bzw. sogar ein Krperteil aus seinem eigenen Lager. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass das gereichte Krperteil am Rumpf des operierenden Spielers auch noch fehlt. Der Operierende muss nun versuchen, das (un)gewnschte Krperteil anzunhen, indem er gegen seinen Studierwrfel wrfelt das Ergebnis muss gleich oder hher sein als die Augenzahl auf seinem Studierwrfel, damit die Operation erfolgreich war.

  3. h) Organhandel

    Als letzte Aktion kann ein Spieler versuchen, Krperteile aus seinem Lager mit seinen Mitspielern zu tauschen. Hier kann man nacht Lust und Laune Versprechungen machen, die dann nicht eingehalten werden etc. Als Zahlungsmittel kann man auch anbieten, die Augenzahl des eigenen Studierwrfels hochzudrehen, damit sie der Mitspieler um entsprechend viele Punkte hinunterdrehen kann.

Sobald ein Spieler sein Monster erfolgreich wiederbelebt hat, endet das Spiel. Es gewinnt der Spieler, dessen Monster die meisten Punkte wert ist (die Kartenwerte werden addiert). Zustzlich erhlt der Spieler, der das Spiel beendet hat, einen Bonus von 3 Punkten und Spieler, die mehr als ein fauliges Krperteil (Kartenwert 0) angenht haben, erhalten ebenfalls einen gestaffelten Bonus.

Fazit

Spielregel

Fr Leute, die nicht allzu oft spielen, ist die Spielregel vermutlich schwierig zu verstehen und ich knnte mir vorstellen, dass hier bereits einige das Handtuch werfen. Meiner Meinung nach ist sie zu unbersichtlich und es fehlt eindeutig eine einfhrende Kurzerklrung, in der der eigentliche Sinn des Spieles einmal grundstzlich bermittelt wird. Anstatt der zwar witzigen, aber eigentlich ziemlich unntigen Erklrung, warum in bestimmten Fllen der Studierwrfel nach oben oder unten gedreht wird, htte man eine solche Zusammenfassung gut unterbringen knnen. Auch die Lnge der Spielregel (drei volle, kleingedruckte A4-Seiten) schreckt wahrscheinlich sehr viele ab, wenn sie sich "nur" mit einem Kartenspiel die Zeit vertreiben wollen.

Aufmachung

Die Aufmachung des Spieles ist zwar sehr makaber, wer in diesem Bereich aber nicht allzu sensibel veranlagt ist, der wird von der auf alle Flle originellen Aufmachung des Spieles bestimmt begeistert sein. Alleine die Spielbox in Form eines kleinen schwarzen Sarges ist eine Augenweide und weckt die Neugierde auf dieses Spiel.

Spiel

Eigentlich msste man das Spiel als ein Wrfel-Kartenspiel bezeichnen. Denn sehr oft kommt es einfach nur darauf an, gut zu wrfeln, damit man die gewnschte Aktion auch ausfhren darf. Was im Endeffekt bedeutet, dass alle, die keine Wrfelspiele mgen, auch von diesem Spiel wahrscheinlich nicht begeistert sein werden. Vermutlich spricht das Spiel eher jene an, die gerne etwas spielen, dass vom Spielfluss her nicht allzu anspruchsvoll ist. Denn taktieren kann man in diesem Spiel eigentlich kaum. Eher ein bisschen bluffen, wenn es darum geht, die richtige Grabruberkarte auszuspielen oder bei der Nennung des Krperteiles, das man durch eine Operation gerne annhen mchte.

Auch die Spieldauer ist stark glcksabhngig. Je nachdem, ob jemand schnell Karten mit guten Werten zieht, wird er auch ziemlich rasch versuchen, diese anzunhen und dann schnellstmglich das Spiel zu beenden. Erhalten die Spieler anfangs eher schlechte Karten und zgern daher lnger, diese auch anzunhen, kann sich das Spiel ziemlich in die Lnge ziehen. Damit wird es dann meistens auch langweilig, denn bis zu 45 Minuten kann es ganz lustig sein, in irgendwelchen Grbern nach Krperteilen zu buddeln bzw. diese bei den Mitspielern zu klauen, aber irgendwann verliert man den Spa an der Sache.

Fr den eigentlichen Spielvorgang wren vielleicht Kinder ab 9 Jahren die geeignete Zielgruppe, aber fr sie ist leider das Thema etwas zu blutrnstig (dies allein ist vermutlich auch der Grund, warum das Spiel eine Altersempfehlung ab 16 Jahren hat). Wie schon anfangs erwhnt, eignet sich das Spiel also am ehesten fr Leute, die gerne weniger Anspruchsvolles spielen, wobei man bei diesem Spiel versuchen sollte, es regelmig auf den Tisch zu bringen, damit man - wenn man einen Teil der Regel nach lngerem Nichtspielen vergisst - die komplette und sehr lange Spielregel nicht noch einmal lesen msste.

Rezension Sandra Lemberger

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Die Monstermacher: 3,2 3,2, 13 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Schwarz
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Georg Feikes
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Clemens Schollenberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Sabine Zimmermann
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Eisenstein
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.08.07 von Monika Harke

Leserbewertungen

Leserwertung Die Monstermacher: 4,0 4.0, 1 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.11.04 von Peter R. - Ich finde "Monstermacher" ist ein wirklich nettes Spiel vom Sphinx-Verlag! Vielleicht sogar das Beste! Es hat ledglich einen Fehler. Die Spieldauer ist einfach zu lang. Thematisch und spielerisch lsst sich berhaupt nicht meckern. Mir gefllts! Wenn man das Spiel (bei 5 Spieler) irgendwie beschleunigen knnte dann wre es gleich um 1-2 Klassen besser und ein echt geniales Spiel!

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