Rezension/Kritik - Online seit 03.11.2007. Dieser Artikel wurde 2998 mal aufgerufen.

OX IN DIE BOX

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Autor: Brigitte Pokornik
Illustration: Teresa Wiechova
Verlag: Goldsieber Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 15 - 30 Minuten
Alter: ab 4 Jahren
Jahr: 2007
Bewertung: 2,0 2,0 H@LL9000
Ranking: Platz 4193
OX IN DIE BOX

Spielziel

"Oxenauge sei wachsam und finde den richtigen Stall", lautet das Motto dieses Spiels, bei dem jeder Spieler versuchen muss, seine fünf Ochsen zuerst in den eigenen Stall zu bringen. Was aber gar nicht so einfach ist, denn der/die Gegner funken ständig dazwischen.

Ablauf

Vier flache grüne Hölzer, die an den Ecken mit Stallgebäuden verbunden werden, bilden das Weideland. Darauf (oder besser gesagt darin) tummeln sich die jeweils fünf Ochsen der Spieler sowie vier Hunde. Außerdem bleibt der Platz in der Mitte der Weide, welcher genau ein Plättchen aufnehmen kann, leer. Zu Spielbeginn liegen die Ochsen eines Spielers immer in der gegenüberliegenden Ecke seines Stalles. Das Spielziel ist es, seine Ochsen als Erster in die Ecke des eigenen Stalles zu bringen.

Dies geschieht, indem man – wenn man an der Reihe ist – vier Bewegungen zur Verfügung hat. Eine Bewegung beinhaltet entweder das Versetzen eines Hundes auf das leere Feld oder das Verschieben beliebig vieler Plättchen einer Reihe. Erreicht ein Spieler dabei mit einem seiner Ochsen die Ecke vor der eigenen Stalltür, so wird der jeweilige Spielstein umgedreht, auch wenn dies im Zug des Gegners passiert ist.

Es gewinnt das Spiel, wer zuerst alle seine fünf Ochsen (oder entsprechend weniger, wenn man sich auf ein kürzeres Spiel einigt) umdrehen konnte.

Fazit

Die Aufmachung des Spielmaterials ist ansprechend. Vor allem die Idee, die vier Weidenbegrenzungen an den Ecken mit den Bauernhöfen zusammenzustecken, fand ich sehr schön. Auch wenn die Steckfüße der Bauernhöfe anfangs kaum in die dafür vorgesehenen Löcher passten. Die Hunde, welche ja nicht geschoben, sondern versetzt werden, sind mit kleinen Griffen versehen, damit man sie leicht aus dem Spielfeld heben kann. In unserer Ausgabe hielten diese Griffe aber nicht, und erst, nachdem wir sie angeleimt hatten, war das Problem behoben.

Das Schachtelcover spricht eher Kleinkinder an, für welche das Spiel ja prinzipiell auch konzipiert wurde, zumindest, wenn man der Altersangabe auf der Box Glauben schenken darf. Allerdings kann ein 4-jähriges Kind weder die Taktik dieses Spiels verstehen noch sich mindestens 25 Minuten auf das Spiel konzentrieren. Dafür fehlt einfach noch die Ausdauer. Und auf planloses Hin- und Herschieben, das selten von Erfolg gekrönt sein wird, hat langfristig auch das kleinste Kind keine Lust.

Keines unserer Probespiele ging schneller als 25 Minuten vonstatten, spielt man zu dritt oder viert, dauert eine Partie sogar noch wesentlich länger, je nachdem, wie lange die Spieler über ihre Züge nachdenken.

Für Kinder zwischen 4 und 6 Jahren ist das Spiel also überhaupt nicht geeignet. Wie sieht denn dann die Zielgruppe aus? Ab etwa 7 Jahren fanden die Kinder einigermaßen Spaß an dem Spiel. Allerdings nur im 2er-Spiel, alles andere dauerte auch ihnen zu lange. Für Erwachsene ist das Spiel eher geeignet, aber welcher Erwachsene wird ein Spiel für sich selbst kaufen, wenn der Produzent angibt, dass es bereits für 4-Jährige geeignet sei. Spielt man allerdings nach der Originalregel, die nirgendwo vorschreibt, dass der zuletzt getätigte Zug nicht sofort wieder rückgängig gemacht werden darf, eignet sich Ox in die Box nicht einmal für Erwachsene.

Dieser Regelfehler führt vor allem bei Kindern dazu, dass sie einfach den Zug ihres Vorgängers rückgängig machen, was zu einem endlosen Hin und Her führen kann. Aus diesem Grunde haben wir die Regel eingeführt, dass der letzte Zug nicht rückgängig gemacht werden darf. Irgendwie wirkt das gesamte Spiel deshalb unausgereift. Man sollte doch meinen, auf einen derartig einfachen Regelzusatz müssten Autor und/oder Verlag auch gekommen sein, wenn sie das Spiel ausgiebig getestet haben.

Letztendlich wird der Kauf des Spiels deshalb für so manchen Käufer enttäuschend verlaufen, denn jüngere Kinder werden das Spiel schnell in eine Ecke schieben, weil sie das Spielgeschehen nicht überblicken können. Und man weiß ja, was mit Spielen geschieht, die in der Ecke landen – bestenfalls landen sie irgendwann einmal auf dem Flohmarkt.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung OX IN DIE BOX: 2,0 2,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.08.07 von Sandra Lemberger

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