Rezension/Kritik - Online seit 27.02.2014. Dieser Artikel wurde 2332 mal aufgerufen.

Pasha

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Autor: Stefan Dorra
Illustration: Eduardo Bera
Verlag: White Goblin Games
Rezension: Volker Sitzler
Spieler: 2 - 5
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2013
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 2064
Pasha

Spielerei-Rezension

Mittlerweile gehört auf der Messe in Essen ein Gang zu den White Goblin Spielen zu meinem Pflichtprogramm. Nicht nur, dass viele Spiele vergangener Jahre zu wahren Schnäppchenpreisen angeboten werden, nein, auch die Neuheiten sind mittlerweile richtig gut. So auch das Spiel Pasha von Stefan Dorra. Ein Pasha war ein mächtiger Statthalter im Osmanischen Reich.
Von dem Wort Pasha kann man, um wieder spielerisch zu werden, das Wort Pasch ableiten, was die Sache dann auch ziemlich gut trifft, denn Pasha ist ein Würfelspiel. Im Prinzip kommt es nur darauf an, einen möglichst hohen Pasch zu würfeln. Wenn es allerdings wieder ganz so einfach wäre, würde wohl kein gutes Spiel dabei herauskommen. Zusätzlich zu den Würfeln gibt es noch für jeden Spieler einen Kartensatz, bestehend aus neun Karten, und für jeden noch fünf Aktionssteine in der gewählten Farbe. Neun Bonusplättchen und ein kleiner Spielplan runden das Ganze ab. Der Spielplan zeigt sechs Spalten mit den Würfeln von eins bis sechs. Ebenfalls sechs Reihen reichen von einem über zwei Paaren zu einem Drilling, dann folgt ein Full House gefolgt von einem Vierling und schließlich einem Fünfling in der obersten Reihe. Der Kartensatz eines jeden Spielers besteht aus den Werten von minus eins (drei Mal), eins bis fünf und sieben, wobei die Werte eins und zwei noch Sonderaktionen ermöglichen.
Diese neun Karten werden jetzt gemischt und zu drei Stapeln zu je drei Karten abgelegt und die neun Bonusplättchen entsprechend ihren Buchstaben sortiert. Anschließend wird eines dieser Plättchen umgedreht und über dem Spielplan abgelegt. Jedes dieser Plättchen hat einen Wert zwischen eins und fünf aufgedruckt und wird über der entsprechenden Spalte abgelegt. Beginnend beim Startspieler kommt jetzt jeder der bis zu fünf Spieler einmal an die Reihe. Der Spielzug beginnt mit dem Ausspielen einer der drei eigenen Handkarten. Anschließend hat der Akteur insgesamt drei Würfe mit den fünf Würfeln und versucht, ein möglichst hohes Ergebnis zu erzielen. Anschließend markiert er sein erzieltes Ergebnis auf dem Spielplan und der nächste Spieler ist an der Reihe. Bei dem erzielten Ergebnis bestimmt die Würfelkombination (z. B. Vierling) die Reihe und der Würfelwert (z. B. vier) die Spalte, in welcher das Ergebnis markiert werden muss. Ist das Feld bereits besetzt, wird der Marker auf den bereits liegenden platziert. Eine besondere Bedeutung haben die Aktionssteine. Diese können auf zwei Arten eingesetzt werden. Zum einen darf mit beliebig vielen Würfeln nochmals gewürfelt werden, wenn ein Stein abgegeben wird, zum anderen darf der Würfelwert mit Abgabe von solchen Steinen verändert werden. Für jeden abgegebenen Stein darf der Wert eines Würfels um einen Punkt erhöht oder vermindert werden. Auch die Abgabe von mehreren Steinen auf einmal ist möglich. Sobald jeder einmal auf diese Weise an der Reihe war, werden die ausgespielten Siegpunktkarten verteilt. Der Spieler der den niedrigsten Wert erzielt hat, muss sich alle ausgespielten Karten mit dem Wert minus eins nehmen. Dann folgt der Spieler mit der höchsten Kombination und nimmt sich die Karte mit dem höchsten Wert. Absteigend werden dann die weiteren Siegpunktkarten verteilt. Eine Runde hat derjenige gewonnen, dessen Stein in der höchsten Reihe liegt. Liegen dort mehrere, siegt derjenige, dessen Stein in der höheren Spalte ist. Herrscht auch hier Gleichstand, gewinnt der Stein, der oben liegt. Nun erfolgt noch die Verteilung des Bonusplättchens. Dieses erhält, wer in der entsprechenden Spalte am weitesten oben liegt. Sollte dort gar kein Stein gelegt worden sein, bleibt das Plättchen für die nächste Runde liegen. Die nächste Runde beginnt der Sieger der letzten. Die Karten mit dem Wert eins erlauben, viermal anstatt dreimal zu würfeln und bei der Karte mit dem Wert zwei darf der Spieler eine komplett neue Runde würfeln, dieses Ergebnis muss dann allerdings akzeptiert werden.
Was beim Studieren der Spielregel noch relativ langweilig klingt, erweist sich beim Spielen als wahrer Schatz. Soll man sein Ergebnis akzeptieren, welche Siegpunktkarten liegen aus, wer kommt nach einem noch dran, wie viele Aktionssteine können sie noch einsetzen? Dies sind nur einige der Fragen. Oftmals ist der Startspieler im Vorteil, bei Pasha definitiv nicht, da ist der Letzte absolut im Vorteil. Wer Würfelspiele mit einem ständigen Kribbeln mag, kommt an Pasha nicht vorbei und je mehr Spieler, desto besser ist es.

Rezension Volker Sitzler

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

H@LL9000-Bewertungen

Pasha: 2 H@LL9000-Bewertungen, Durchschnitt: 4,0 4,0

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.01.14 von Volker Sitzler
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.02.14 von Stephan Rothschuh

Leserbewertungen

1 Leserbewertung

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.02.14 von Maike Petsch - Wir spielen Pasha am liebsten zu viert oder zu fünft. Es ist einfach spannend und toll. Der Startspieler hat zwar einen Nachteil, das passt aber, da immer der Gewinner einer Runde zum neuen Startspieler wird.

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