Rezension/Kritik - Online seit 19.12.2025. Dieser Artikel wurde 429 mal aufgerufen.
Direktlinks zu den Rezensionsblöcken |
|
|
Yeah! Hoch oben im Norden herrscht Partystimmung, denn die „Pinkuins“ feiern ihr Debut im Land der Eisschollen, Seerobben und Eismöwen. Damit die Show auch unvergesslich wird, sind verschiedene Instrumente, mehrere Sänger und natürlich auch eine passende Kulisse und ein tolles Publikum wichtig.
Jetzt seid ihr gefragt: Spielt eure Karten clever aus, um euch die besten Plättchen schnappen zu können, sodass die „Pinkuins“ eine tolle Bühnenshow abliefern können. Wie gut ihre eure Aufgabe erfüllt habt zeigt sich am Ende an der Anzahl eurer gesammelten Sterne. Je höher deren Anzahl, desto besser das Setting der Pinkuins, was letztendlich den Sieg bedeutet!
Der Aufbau des Spiels ist unkompliziert und schnell gemacht. Als erstes wird die bunte Eisscholle in die Mitte der Spielfläche gelegt, bevor jeder Mitspieler eine Ablagetafel sowie ein Set an gemischten Spielkarten bekommt, welche er als Stapel neben seine Ablagetafel legt. Die obersten drei Karten werden direkt auf die Hand genommen. Die 70 Motivplättchen werden gemischt und in mehreren verdeckten Stapeln um die Eisscholle gelegt, bevor anschließend sieben der Motivplättchen zufällig gezogen und offen auf beliebige Felder der Eisscholle platziert werden. Als letztes werden noch die insgesamt 12 Bonuskarten gemischt. Vier von ihnen werden verdeckt gezogen und über der Eisscholle offen ausgelegt.
Anschließend kann es mit dem eigentlichen Spiel auch schon losgehen. Der Startspieler wählt zunächst eine seiner drei Handkarten aus und legt sie offen auf den Tisch. Die Karte entscheidet dann darüber, wie viele und welche Plättchen er sich von der Eisscholle nehmen darf. Zeigt die Karte ein Viereck auf rotem, gelbem oder blauem Hintergrund, darf sich ein Plättchen von der Fläche mit der gleichen Hintergrundfarbe genommen werden. Zeigt die Karte hingegen zwei Vierecke, dürfen sich entsprechende zwei Plättchen genommen werden. Zusätzlich befindet sich in jedem Kartenset genau eine Joker-Karte, bei der ein beliebiges Plättchen aus der Auslage genommen werden darf.
Das oder die ausgewählten Plättchen werden anschließend auf das passende Bilderfeld der persönlichen Ablagetafel gelegt. Gibt es im weiteren Verlauf des Spiels einmal kein freies Feld mehr auf der Tafel, kann das Plättchen ausgetauscht werden, falls es mehr Punkte bringt. Das überzählige Plättchen kommt anschließend aus dem Spiel.
Um am Ende die meisten Sterne zu haben, sollten beim Auswählen und Platzieren der Plättchen verschiedene Punkte beachtet werden. Da die Plättchen zwischen ein und drei Sternen aufweisen, kann es von Vorteil sein, möglichst hochpunktige Plättchen auszuwählen. Punkte gibt es jedoch nur für alle Plättchen, die sich am Ende des Spiels in der größten zusammenhängenden Fläche befinden. Zusätzlich gibt es Punkte für erfüllte Bonuskarten. Hat ein Spieler als erstes die Bedingungen einer Karte erfüllt, darf er sich die entsprechende Bonuskarte nehmen. Bedingungen sind dabei beispielsweise das Vorhandensein bestimmter Plättchen oder eine vollständige senkrechte oder waagerechte Reihe aus Plättchen auf der Ablagetafel.
Das Spiel endet, wenn alle Handkarten ausgespielt wurden. Anschließend werden die Punkte der größten zusammenhängenden Flächen zusammengezählt und eventuelle Bonuspunkte aus Karten hinzugerechnet. Der Spieler mit den meisten Sternen gewinnt das Spiel. Gibt es einen Gleichstand, teilen sich die jeweiligen Spieler den Sieg beziehungsweise die Platzierung.
Bei Pinkuins handelt es sich um ein Kinderspiel, das sich an 2 bis 4 Spieler ab 6 Jahren richtet und je nach Spieleranzahl um die 30 Minuten dauert. Da nacheinander gespielt wird und es keine Anpassungen am Ablauf in Bezug auf die Spieleranzahl gibt, dauern Partien mit 2 Spielern entsprechend kürzer und liegen eher bei 15 Minuten, wohingegen im Spiel mit 4 Spielern 30 Minuten passen.
Das Spielprinzip selbst ist schnell verstanden und lässt sich anhand der übersichtlichen und anschaulich bebilderten Anleitung schnell verstehen. Da jeder Zug von Beginn bis zum Ende des Spiels nach demselben Schema abläuft, entstehen auch im weiteren Verlauf keine Fragen, die es zu klären gilt.
Auch wenn sich das Spiel eigentlich erst an Spieler ab 6 Jahren richtet, hat das Spiel bei uns schon super mit 4 jährigem (spielaffinem) Kind funktioniert, ohne dass während der Züge Tipps gegeben werden mussten oder Hilfe notwendig war. Einzig beim Zusammenzählen der Punkte war etwas Unterstützung notwendig, was jedoch den Spielspaß weder für das spielende Kind noch für die älteren Mitspieler trübte.
Dadurch, dass im Spiel 12 unterschiedliche Bonuskarten enthalten sind, von denen pro Partie jeweils nur vier im Spiel sind, und auch die gemischten Motivplättchen zufällig auf der Eisscholle erscheinen, verläuft jede Runde etwas anders, sodass das Spiel auch nach mehreren Partien für Kinder genügend Abwechslung beinhaltet, um immer wieder spannend zu sein. Eine schöne Idee wäre noch eine zweiseitige Ablageplatte gewesen, die für mehr Variation zwischen den Runden gesorgt hätte.
Auch qualitativ kann das Spiel überzeugen. Sowohl Eisscholle als auch Ablagetafeln und Plättchen bestehen aus dünner Pappe (etwas dicker hätte jedoch nicht geschadet) und sollten vielen Spielrunden standhalten. Bei den Karten handelt es sich um etwas stärkeres und glattes Papier, welches typisch für Spielkarten ist. Etwas vergessen wurde die Integration farbenblinder Menschen, hier hätte man sowohl auf den Karten als auch auf der Eisscholle leicht mit Symbolen oder Mustern allen Spielern eine barrierefreie Teilhabe ermöglichen können.
Auch optisch und thematisch ist das Spiel gut gelungen und passt zum Alter der Zielgruppe. Die „Pinkuins“ sind niedlich und auch die restlichen Figuren wirken sympathisch. Kleine Details wie eine Fischgrätengitarre, singende Robben oder ein Haarband beim Drummer sorgen für Witz und Humor. Zwar ist das Thema eigentlich unwichtig und theoretisch auch austauschbar, dennoch kann man sich gut in das Setting hineinversetzen, da es gut zur Spielidee passt.
Pinkuins eignet sich sowohl als Spiel für Familien als auch als Spiel für reine Kinderrunden, da es sowohl großen als auch kleinen Spielern Spaß macht und keinen Spielleiter benötigt, der das Spiel steuert und koordiniert. Insgesamt beinhaltet Pinkuins nur wenig Interaktion und jeder Spieler spielt für sich allein. Zwar kann man beim Auswählen der Plättchen versuchen, einem Mitspieler ein für ihn wichtiges Plättchen wegzuschnappen, sodass er entweder eine Bonuskarte nicht erfüllen oder seine Flächen nicht verbinden kann, doch in erster Linie liegt der Fokus auf der eigenen Ablagetafel.
Der Einfluss auf Sieg oder Niederlage ist zwar zu einem großen Teil glücksabhängig, je nachdem, welche Plättchen sich gerade in der Auslage befinden und welche Karten man gerade auf der Hand hat, doch lässt sich durch geschicktes Auswählen der Plättchen beeinflussen, ob Bonuskarten erfüllt werden, die entstehenden Flächen zusammenhängend sind oder aber die gewählten Plättchen viele Sterne haben. Gerade im Spiel mit nur zwei Personen kann es jedoch vorkommen, dass einige Motivplättchen kaum auf der Eisscholle erscheinen und das Erfüllen der Aufgabenkarten kaum möglich ist, wie sich bei uns in wenigen Partien zeigte.
Zusammenfassend ist Pinkuins ein schönes Karten-Legespiel, das sich gut für gemeinsame Spielrunden zwischen kleinen und großen Spielern eignet. Das Spielprinzip beinhaltet eine angenehme Balance aus Glück und Einfluss, die gut zum Alter der Zielgruppe passt. Jüngere Spieler werden nicht durch zu viele Entscheidungsmöglichkeiten überfordert, gleichzeitig enthält das Spiel aber auch nicht zu viel Glück oder zu wenig Einfluss, was für Langeweile sorgen würde. Obwohl sich das Spiel an Kinder ab 6 Jahren richtet, lässt es sich auch schon gut gemeinsam mit jüngeren Kindern spielen, da es mit wenigen einfachen Regeln auskommt und insgesamt sehr übersichtlich gestaltet ist.
Durch die übersichtliche Anleitung und das einfache Spielprinzip fällt der Einstieg leicht, woran sich dann auch nicht mehr viel ändert, da der Spielmodus in jeder Runde gleich bleibt. Auch wenn jede Partie weitestgehend nach demselben Prinzip abläuft, bietet das Spiel gerade für jüngere Kinder durch den Glücksfaktor und die unterschiedlichen Bonuskarten genügend Abwechslung, sodass das Spiel auch nach mehreren Runden noch Spaß macht und immer wieder gerne in die Welt der Pinkuins eingetaucht wird!
Rezension Kathrin Walther
Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir häufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, männliche und andere Geschlechteridentitäten bezieht.
H@LL9000 Wertung Pinkuins:
4,0, 1 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
19.10.25 von Kathrin Walther - Die Pinkuins feiern ihr Debut im Land der Eisschollen, Seerobben und Eismöwen. Damit die Show auch unvergesslich wird, seid ihr gefragt: Spielt eure Karten clever aus, um euch die besten Plättchen schnappen zu können, sodass die Pinkuins eine tolle Bühnenshow abliefern können. Wie gut ihre eure Aufgabe erfüllt habt, zeigt sich am Ende an der Anzahl eurer gesammelten Sterne. Je höher deren Anzahl, desto besser das Setting der Pinkuins, was letztendlich den Sieg bedeutet. Ein schönes Spiel, das sich durch seine niedliche Optik und eine Mischung aus Glück, cleverem Auswählen und Legen von Plättchen gut als Kinder- beziehungsweise Familienspiel eignet. |
Es sind noch keine Leserbewertungen abgegeben worden.