Rezension/Kritik - Online seit 23.02.2020. Dieser Artikel wurde 624 mal aufgerufen.

Ratto Zakko

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Autor: Jacques Zeimet
Verlag: Drei Magier Spiele
Rezension: Stefanie Marckwardt
Spieler: 2 - 8
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2019
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3016
Ratto Zakko

Spielziel

Schnell geschnappt, ist halb gewonnen - oder etwa nicht? Klar, aber nur wenn alles stimmt, und das ist bei Ratto Zakko wahrlich nicht leicht. Da wird geschnappt und gerufen, was Hände und die Kehle hergeben ... leider nicht immer das Richtige ...

Ablauf

In Ratto Zakko gibt es fünf Servierteller - je einen mit grünem Apfel, weißen Eiern, gelbem Käse, blauem Fisch und roter Chili. Dazu passend gibt es jeweils eine farbige Servierglocke sowie mehrere Speisekarten, die diese fünf Speisen aber auch in anderen Farben zeigen können. Hinzu kommt ein Fliegenchip aus Holz, der unter die blaue Glocke und somit auf den blauen Fisch gelegt wird, einige Fliegenkarten im Design der Speisekarten sowie ein größerer Ratto Zakko-Becher, der zu Beginn über die gelbe Servierglocke gestülpt wird und diese so verdeckt.

In der Vorspeisen-Variante für Einsteiger ist alles noch relativ einfach: Wer an der Reihe ist, deckt eine Karte auf. Nun müssen alle die Servierglocke, die sich auf der gesuchten Sache (Speise oder Fliege) befindet, schnappen - unabhängig davon, welche Farbe diese hat.

Wird allerdings die Speise aufgedeckt, auf der aktuell die Fliege sitzt, muss "FLIEGE" gerufen werden. Danach darf diese versetzt werden. Wenn die Speise aufgedeckt wird, über der sich der Ratto Zakko-Becher befindet, wird laut "RATTE" gerufen; selbst wenn sich dort auch die Fliege befindet. Auch dieser wird danach versetzt.

Schafft man dies als Erster fehlerfrei, erhält man die Karte als Belohnung und darf die nächste Karte aufdecken. Macht man jedoch einen Fehler, muss man eine Karte, sofern vorhanden, abgeben, die dann der Gewinner zusätzlich erhält. Handelt niemand oder mehrere Spieler gleichzeitig richtig, wird ein "Jackpot" für die nächste Runde gebildet.

Sobald alle Karten gespielt wurden, wird der Gewinner ausgezählt.

Wer nun noch Hunger verspürt, darf die Hauptspeisen-Variante probieren; hier kommen dann noch sieben Rattenkarten hinzu. Beim Aufdecken einer Ratte muss nun die Speise unter der Ratte gerufen werden. Es sei denn, die Fliege liegt auch darunter, dann muss laut "FLIEGE" gerufen werden. Wer immer noch nicht satt ist, nimmt noch die Nachspeise. Hinzu kommt, dass geklopft werden muss, sobald eine Speise in der Originalfarbe vorliegt.

Fazit

Ratto Zakko ist ein Reaktionsspiel von Feinsten. Die "Verpackung" in drei Gänge sowie die gesamte liebevolle Aufmachung des Spiels sind toll gelungen. Das Material hält bisher spielend die Belastungen aus, und auch die Spielregel sorgt für komplette Klarheit. Diese Klarheit dann im Spiel zu behalten, ist die eigentliche Kunst. Denn was sich für den einen relativ einfach anhört, wird durch den häufigen Ratten- und Fliegenwechsel schnell verwirrend. Und wer glaubt, ein Farbwechsel der Speise würde ihn nicht aus dem Takt bringen, der irrt sich meist. Wenn man eine Spielrunde Ratto Zakko beobachtet, merkt man schnell, dass das Gehirn oft die Farbverbindung zum Deckel knüpft und man daher überdurchschnittlich oft auf der falschen Servierglocke landet.

Beim Spielen an sich sollte man anfangs etwas auf das faire Umdrehen der Karten achten, denn sonst kommt gerade bei Kindern schnell Missstimmung auf. Fair gedreht wird, indem man die Karte zuerst von sich weg rasch aufdeckt - so können keine Streitereien aufkommen, dass eventuell der eine früher, besser, schneller ... die Karte sehen konnte.

Wie bei Reaktionsspielen häufig der Fall, kann der eine es etwas besser als der andere, und manch einer hat das Gefühl, es nie zu schaffen. Trotzdem hat es Ratto Zakko immer geschafft zu faszinieren und auch zu motivieren; stets blieben alle Mitspieler bis zum teilweise auch bitteren Ende dabei. Denn dadurch, dass man bei Fehlern Strafkarten abgeben muss, beendet man das Spiel auch schon mal ohne Karte. Dann wurde aber meist der Ehrgeiz geweckt, es noch einmal und vor allem besser zu probieren. In meinen Spielgruppen wurde häufig nach einigen Partien besser, schneller und mit weniger Schusselfehlern gespielt. Anfangs fielen besonders die Ratte und die Fliege schwer, aber meist wurde es schon während der ersten Partie schnell besser - aus Fehlern wurde oft gelernt. Spiele ich mit eher jüngeren Kindern, führe ich teilweise die "Hausregel" ein, dass in etwa für das erste Drittel der Karten keine Strafkarten abgegeben werden - so wird besser in das Spiel hineingefunden.

Aufgrund der kurzweiligen Spieldauer und dem ansprechenden Design wird Ratto Zakko oft gewählt; besonders gerne auch als herausfordernder Absacker - da wird dann garantiert jeder wieder munter. Nur die Gläser sollte man außer Reichweite stellen - das erste Mal "miterlebt" habe ich Ratto Zakko an einem Nebentisch, an dem durch eifrigen Einsatz gleich ein ganzes Hefeweizenglas umkippte ...

Auch eine Spielrunde mit altersgemischten Mitspielern kann gut gelingen, wenn alle Anfänger sind. Lediglich alte Hasen mit Neulingen zu kombinieren ist eher nicht empfehlenswert, da man doch deutliche Vorteile gegenüber jemanden hat, der gerade seine erste Partie absolviert.

Somit kann ich allen, die gerne Reaktionsspiele spielen, empfehlen, Ratto Zakko einmal auszuprobieren - für Action und Spaß ist dann gesorgt.

Rezension Stefanie Marckwardt

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Ratto Zakko: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.01.20 von Stefanie Marckwardt - Reaktionsspaß mit farblichen Speisen und tierischen Begleitern - passend eingeteilt in Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise

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