Rezension/Kritik - Online seit 19.11.2013. Dieser Artikel wurde 3098 mal aufgerufen.

Scheibenkleister

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Autor: Kristian Amundsen
Illustration: Atelier Wilinski
Verlag: HUCH!
Rezension: Frank Solnitzky
Spieler: 3 - 12
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2012
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 1793
Scheibenkleister

Spielziel

Ein kommunikatives Wortspiel mit dem gewissen Extra: Ein Spieler erklärt einen Begriff, die anderen müssen ihn erraten. Da die Sitznachbarn "Fallen" stellen, indem sie zuvor Wörter notiert haben, die tabu sind, muss eine ausgefallene Erklärung her.

Ablauf

In dem Spiel nimmt man im Laufe einer Partie drei verschiedene Rollen ein: Erklärer, Fallensteller und Ratender. Ein beliebiger Spieler startet die Runde, indem er eine Karte vom Stapel zieht und sich den Begriff neben der zuvor vereinbarten Zahl anschaut, z. B. Kilt. Die Sitznachbarn des Erklärers bekommen den Begriff ebenfalls gezeigt und schreiben möglichst schnell je zwei Wörter auf, die weder vom Erklärer noch von den Ratenden benutzt werden dürfen. Geben die Fallensteller das Okay, wird die Sanduhr umgedreht, und es kann losgehen. Als Fallen sind nur Substantive, Verben und Adjektive zugelassen. Beim gewählten Beispiel wären also folgende Tabuwörter denkbar: Schottland, Kleidung, Rock, anziehen etc. Etwas ausgefallener und schon eine Erklärung antizipierend wären auch Begriffe wie nackt, freizügig oder Gemächt möglich.

Gelingt es einem Spieler den richtigen Begriff zu erraten, ohne dass ein Wort der Fallensteller gefallen ist, erhalten der Ratende und der Erklärer je einen Punkt. Tappt der Erklärer in eine Falle, so ist die Runde sofort zu Ende, und der Fallensteller erhält den Punkt. Dies soll von einem lauten Ausruf "Scheibenkleister" begleitet werden. Sie dürfen aber auch "Stop", "Bingo" oder "Ave Caesar" rufen oder einfach laut loslachen, wenn ihre Mitspieler das emotional verkraften können. Sollte es nach Ablauf der Sanduhr noch keinen Grund zur Schadenfreude geben, lesen nun die Fallensteller ihre Wörter vor. Jeder Rater hat nun noch genau einen Versuch, um den gesuchten Begriff zu erraten. Gelingt dies, bekommen die Fallensteller und der Rater noch je einen Punkt in Form einer Holzscheibe.

Man spielt eine zuvor vereinbarte Anzahl an Runden, in großen Gruppen so lange bis jeder einmal Erklärer war. Bei kleinerer Gruppengröße eventuell zwei solche Durchgänge, wobei die Regel empfiehlt, die Fallensteller dann entsprechend zu wechseln, dass z. B. nun der Übernächste den Erklärer reinreiten kann.

Das Spiel bis vier Spieler hat eine leichte Abwandlung der Regeln. Hier gibt es nur einen Fallensteller, der jedoch drei Begriffe notiert.

Fazit

Scheibenkleister - Das Partyspiel gehört in die Kategorie der kreativen Wortspiele, die man entweder liebt oder nicht mit der Kneifzange anfassen würde - trotz der Schadenfreude.

Ich empfinde es in diesem Bereich von Spielen als eine echte Bereicherung.

Das Spielmaterial ist für ein Wortspiel dieser Art voll funktional: 110 doppelseitig bedruckte Karten mit je 6 Begriffen sowie 40 hölzerne Punktechips und eine Sanduhr. Für die Fallensteller werden Papier und Stifte zusätzlich benötigt.

Die Begriffauswahl ist vielfältig, jedoch vom Schwierigkeitsgrad unterschiedlich. Es haben sich auch einige Person, lebende und tote, in die Begriffe geschmuggelt, die nur von eingefleischten Lesern der Regenbogenpresse oder Klatsch- und Tratschtanten enttarnt werden. Da fällt dann sowohl das Fallenstellen als auch das Erklären schwer. Bei 1.320 Begriffen ist jedoch ein Ersatz schnell gefunden.

Die Regel ist wegen der Einfachheit der Abläufe angenehm kurz und klar strukturiert. Es wird lediglich verschwiegen, ob bei zwei Fallenstellern beide einen Punkt erhalten, wenn der Ratende in die Falle tappt oder nur derjenige, der den genannten Begriff auch wirklich aufgeschrieben hat (wir spielen Variante zwei).

Der Untertitel "Das Partyspiel" lässt vermuten, dass demnächst auch noch "Das Geschicklichkeitsspiel", "Das Würfelspiel" und "Das Personeneinsatzspiel" erscheinen (oder es handelt sich nur um eine Werbemaßnahme von Huch, die spießige, humorlose Spieler gleich vor dem Kauf warnen soll). Da eine Party mit drei Beteiligten eher selten in Schwung kommt, macht Scheibenkleister in großer Runde am meisten Spaß. Es funktioniert jedoch auch zu dritt oder viert, wobei hier weniger gelacht wird.

Wer kreative Wortspiele mag, dem sei Scheibenkleister - Das Partyspiel ans Herz gelegt. Ein Spiel, das auch Spielemuffel mitspielen, da mit und über andere gelacht werden darf.

Rezension Frank Solnitzky

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Scheibenkleister: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.09.13 von Frank Solnitzky

Leserbewertungen

Leserwertung Scheibenkleister: 5,0 5.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.11.13 von docholz - Das Spiel bringt mit dem Fallensteller den nötigen neuen Pfiff ins Spiel. es hat ein sehr gutes Preis-,Leistungsverhältnis!

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