Rezension/Kritik - Online seit 09.09.2008. Dieser Artikel wurde 3217 mal aufgerufen.

Schnappburg

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Autor: Christian Fiore
Knut Happel
Illustration: Christian Fiore
Verlag: Goldsieber Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 6
Dauer: 10 Minuten
Alter: ab 4 Jahren
Jahr: 2008
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 2795
Schnappburg

Kompakt - Kritik

Die Burgtafeln werden als verdeckter Stapel ausgelegt und die Bewohnerplättchen darum verteilt. Bevor man mit dem Spiel beginnt, sollten die Mitspieler mit den sieben Burgbewohnern vertraut gemacht worden sein. Wenn nun die erste Burgtafel aufgedeckt wird, gilt es, so schnell wie möglich zu erkennen, wer sich gerade nicht auf dem Burggelände aufhält. Dies können 0 bis 3 Personen sein. Wer die richtige Lösung gefunden hat, indem er das entsprechende Personenplättchen an sich genommen hat, erhält als Belohnung die Burgtafel. Dabei ist darauf zu achten, dass pro Runde jeder Spieler nur nach einem Plättchen schnappen darf, auch wenn er gleich danach selbst merkt, dass er ein falsches genommen hat. Nach der Vergabe der Burgtafel wird die nächste aufgedeckt und in diesem Sinn das Spiel fortgesetzt, bis alle Tafeln vergeben wurden.

Durch die niedliche Grafik werden die Herzen der Kinder meist recht schnell erobert. Etwas schwer fällt ihnen jedoch oft die Unterscheidung des Burgwächters und des Ritters, die sich in ihren Augen doch sehr ähnlich sehen. Die Spielregel ist knackig kurz und klärt trotzdem alle Fragen; die Plättchen sind alle aus stabilem Karton hergestellt, und auch nach vielen Testrunden zerfallen sie noch nicht in ihre Bestandteile. Wie bei so manch anderem Spiel lässt sich leider auch hier feststellen, dass sich in der Verpackung neben schönem Material auch sehr viel Luft befindet.

Schnappburg ist ein sehr leicht zu erlernendes Reaktionsspiel und was für die meisten Spiele dieser Art gilt, trifft auch hier zu: Die Mitspieler sollten in etwa gleich stark sein, sonst verlieren die schwächeren Spieler meist sehr schnell die Freude am Spiel. Klaffen die Stärken der Spieler zu sehr auseinander, hilft in diesem Spiel jedoch oft ein kleiner Hinweis: Dass die Spieler nämlich zuerst die Personen zählen sollten, damit sie erst einmal wissen, nach wie vielen fehlenden Charakteren sie überhaupt zu suchen haben. Danach steigert sich die Suchgeschwindigkeit bei so manchem Kind um einiges. Allerdings hat diese kleine Unterstützung nicht bei jedem gewirkt. Bei einigermaßen ebenbürtigen Spielern macht die Suche nach den fehlenden Personen allen Beteiligten viel Spaß.

Die Altersempfehlung für Kinder ab 4 Jahren ist soweit in Ordnung, jedoch sollte man bei 4-Jährigen die Regel, dass jeder Spieler nur nach einem Plättchen schnappen darf, nicht zu eng sehen, sonst kommt es einfach zu oft vor, dass gar keiner Recht hat, was langfristig die Freude am Spiel auf jeden Fall trübt. Außerdem empfiehlt sich die Aufsicht durch einen Erwachsenen, denn die Auswertung dauert sonst zu lange und macht aus dem kurzen, pfiffigen Spiel, das üblicherweise wirklich nach 10 bis 15 Minuten beendet ist, eine eher zähe Angelegenheit.

Abschließend lässt sich sagen, dass mit Schnappburg ein recht unterhaltsames Reaktionsspiel vorliegt, das man Freunden solcher Spiele auf alle Fälle empfehlen kann und das nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen als Abschluss eines Spieleabends Spaß machen kann.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Schnappburg: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.08.08 von Sandra Lemberger

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