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Leserwertung Star Trek: Captain´s Chair:
5.0, 1 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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20.08.26 von Jumpwalker - Captain’s Chair ist das, was es vorgibt zu sein. Dem oder den Spielern (Captain’s Chair ist für maximal zwei Spieler ausgelegt) stehen fünf den Star Trek-Fans wahrscheinlich nicht ganz unbekannte Persönlichkeiten zur Auswahl zur Verfügung: Jean-Luc Picard (Starfleet, Next Generation), Benjamin Sisko (Starfleet, Deep Space Nine), Michael Burnham (Starfleet, Discovery), Sela (Romulan Star Empire, Next Generation), Koloth (Klingon Empire, The Original Series und Next Generation) sowie Thy’lek Shran (Andorian Empire, Enterprise). Jeder dieser Charaktere startet mit völlig unterschiedlichen Startdecks ins Spiel und liefert daher auch ein völlig unterschiedliches Spielerlebnis, das sich in seiner Ausrichtung sehr stark an der jeweiligen Persönlichkeit des gewählten Charakters orientiert. Jeder der fünf Charaktere kann in zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gespielt werden. Captain’s Chair ist ein klassisches Deckbauspiel, das jedoch mit zahlreichen innovativen Kniffen aufwartet. Dabei gilt es, eine Vielzahl an Keywords zu verinnerlichen, denn die Karteneffekte greifen - richtig gespielt - effektiv ineinander und vorausschauende Planung ist unumgänglich, will man das Punktemaximum aus einer Partie herausholen oder diesem auch nur ansatzweise nahekommen. Der Schwierigkeitsgrad dieses komplexen, aber keineswegs komplizierten Deckbuilders liegt dabei an der Grenze vom Kenner- zum Expertenspiel. Dabei braucht es ein paar Partien, ehe man seinen Captain und dessen Raumschiff(e) fehlerlos durch die Neutrale Zone steuern kann. Die Illustrationen auf den Karten sind durchwegs gelungen, statt Miniaturen für die zahllosen Raumschiffe gibt es aber leider nur – jedoch ebenfalls gut designte – Pappaufsteller. Bei rund 30 Raumschiffen war das wohl eine Kostenfrage, die nur so zufriedenstellend gelöst werden konnte. Ressourcen wie etwa goldgepresstes Latinum und Dilithiumkristalle kommen allerdings sehr hochwertig daher! Der grundsätzliche Deckbau-Mechanismus sowie die unterschiedlichen Kartentypen (Personen, Schiffe, Fracht, Verbündete) sorgen dafür, dass sich die Handkarten über kurz oder lang nicht nur an einer einzigen TV-Serie orientieren, sondern sich vermischen. Da kann es durchaus passieren, dass es Jean-Luc Picard auf der Brücke der Enterprise mit einem Ersten Offizier der Ferengi zu tun bekommt. Diese Unschärfe wird aber durch die Prämisse, dass es sich bei diesem Spiel um ein Trainingsprogramm handelt, bei der die Spieler in die Rolle von Star Trek-Kadetten schlüpfen, zufriedenstellend erklärt. Grundsätzlich sehe ich Captain\\\'s Chair als Solospiel. Einzelmissionen und Kampagnenmissionen können in jeweils fünf Schwierigkeitsgraden ausgewählt werden. Wer es gerne mit Interaktion zu tun hat, dem sei der Zwei-Spieler-Modus ans Herz gelegt, wobei wie schon gesagt bevorzugt im Solomodus gespielt werden sollte. |