Rezension/Kritik - Online seit 06.03.2010. Dieser Artikel wurde 3577 mal aufgerufen.

The BoardGameGeek Game

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Autor: Richard Breese
Illustration: Richard Breese
Ryan Johnson
Verlag: R and D Games
Rezension: Andreas Frank
Spieler: 3 - 6
Dauer: 60 - 75 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2009
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
3,3 3,3 Leser
Ranking: Platz 4002
The BoardGameGeek Game

Spielziel

Ein Jubiläumsspiel für eine Webseite? Richard Breese hat es sich nicht nehmen lassen, zum Anlass des 10-jährigen Jubiläums der Webseite Boardgamegeek einen Traum für alle Spielefreaks zu entwickeln: Erziele als Spieleverlag (z. B. Ystari oder Hans im Glück) hohe Einnahmen für deine Spiele und erwirb als Sammler gratis (!!!) hochwertige Kollektionen von Spielen deiner Mitstreiter.

Ablauf

Das Spiel geht über 6 Runden, welche identisch ablaufen. Nach Spielende gibt es eine Abschlusswertung. Wer danach das meiste Geek-Gold hat, gewinnt.

Die Runden laufen wie folgt ab: Zuerst setzt man beliebige viele eigene Spiele (Plättchen) verdeckt in den Läden ein. Danach bewegt man seine Einkäufer (in Form von 6er-Würfeln) mittels Würfeln in die Läden und versetzt sie anschließend so lange, bis alle Spieler mit der Position ihrer Einkäufer zufrieden sind. Anhand der nun gegebenen Würfelverteilung ermittelt man den neuen Startspieler. Im Anschluss daran werden die Spieleplättchen erworben (verteilt) und die Spieler erhalten Einkommen für die eigenen, verkauften Spiele. Zum Abschluss werden die nicht verkauften Spiele abgewertet.

Nach 6 Runden gibt es eine Endwertung. Für jedes vollständige Set einer Zahl (z. B. der 4) in den Farben aller Mitspieler (bei 5 Spielern von 4 Mitspielern) gibt es pro Plättchen 6 Geek-Gold. Bei unvollständigen Sets gibt es pro Plättchen „nur“ den Wert des Plättchens in Geek-Gold. Von jeder Zahl und Farbe (z. B. rote 3) zählt nur ein Plättchen (ob im vollständigen Set oder nicht).

Im Spiel zu dritt sammelt man hingegen Sets in gleichen Farben mit den Zahlen von 1 bis 6.

Fazit

Das Spielmaterial ist – speziell im Hinblick auf einen Kleinstverlag – tadellos. Vielleicht hätte der Autor nicht die Farbe Lila für seinen eigenen Verlag wählen sollen, denn diese Farbe wird immer als Letzte gewählt. :-) Die Sichtschirme dürften etwas größer sein, da sie bisweilen nicht alles verbergen können, allerdings hätten sie dann vermutlich nicht mehr in die Schachtel gepasst.

Auf der oberen Seite des Spielbretts sind in den Läden und auf der Zählleiste sehr viele bekannte Spiele ausschnittweise abgebildet. Auf der Unterseite des Spielbretts kann man nachschauen, um welche Spiele es sich hierbei handelt. Dabei ist es dem Autor sogar gelungen, Spiele abzubilden, die erst zum gleichen Zeitpunkt wie das Boardgamegeek-Game veröffentlicht wurden.

Der Schachtelboden und das Tiefziehteil enthalten hunderte Abbildungen von Gratulanten zum Jubiläum der Webseite Boardgamegeek.

Die fünfseitige Spielregel (in Deutsch und Englisch) lässt keine Fragen offen. Am Ende der Spielregel befinden sich als Gag noch einige Aufgaben für Freaks (z. B. Welches Spiel ist auf der Oberseite des Spielbretts zweimal abgebildet?).

Das Spiel spielt sich flüssig und ist auch in Vollbesetzung in 90 Minuten zu absolvieren.

Vom Anspruch ist es ein Familienspiel. Darin liegt für manche Interessenten ein Problem, da die geehrte Webseite überwiegend den Vielspielern geläufig ist. Von diesen waren einige wenige enttäuscht, weil sie vom Autor ein strategischeres Spiel erwartet hatten. Den meisten hat die Idee, zeitgleich als Spieleverleger und Spielesammler tätig zu sein, ohne für die erworbenen Spiele bezahlen zu müssen, jedoch gefallen.


Der Wiederspielreiz ist bei mir gegeben, weil ich einige Partien benötigt habe, um heraus­zufinden, warum ich in den ersten Runden so schlecht abgeschnitten habe. Für mich hat sich das Spiel erst nach mehreren Partien erschlossen, die ich dem Spiel gerne gewährt habe.

Das Sammeln von Plättchen mit hohen Werten gibt zwar sichere Punkte bei der Endabrechnung, auch wenn ein Set nicht vollständig ist, aber einen richtigen Schub bekommt man erst, wenn man möglichst viele vollständige Sets hat. So ist bei 4 Mitspielern der Sprung von 3 Plättchen mit Wert 1 (Endwert 3 Punkte) auf 4 Plättchen mit Wert 1 (Endwert 24 Punkte) schon gewaltig und sollte daher genutzt werden. Allerdings ist er auch am riskantesten, weil diese Plättchen nur in den Läden 1 und 2 liegen und sich dort gerne mehrere Spieler tummeln, die eventuell darauf lauern, Startspieler zu werden.

Anfangs sammelt man Plättchen und weiß noch nicht, worauf man hinarbeitet. Erst in den folgenden Runden kristallisiert sich heraus, welche Zahlenwerte man sammeln sollte. Am spannendsten ist schließlich die letzte Runde, bei welcher man zittern muss, ob man die fehlenden Plättchen für die höchstmögliche Anzahl an Sets (bei 4 Spielern 6; bei 5 Spielern 4 und bei 6 Spielern 3) noch bekommt. Bei der Schlussabrechnung kann es schon mal für leisen Unmut sorgen, wenn man sieht, dass ein Mitspieler ein dringend benötigtes Plättchen doppelt erworben hat.

Kommen wir nun zu der Frage, ob man dieses Spiel haben muss: Als Spielesammler kann ich das nur bejahen, weil allein die Betrachtung des Spielbretts lange beschäftigen kann. Als Spieler sollte sich jeder selbst ein Bild machen, ob das Gebotene ausreicht, um langfristig Freude daran zu haben. Mir gefällt es. Ich hoffe, den anderen 700 Erwerbern auf der Spielemesse 2009 in Essen auch, die dafür gesorgt haben, dass das Spiel ausverkauft ist (Diese Auskunft erteile für den Fall, dass Sie - lieber Leser - sich gerade Gedanken darüber machen, das Spiel zu erwerben. Eine Neuauflage wird es nicht geben.).

Rezension Andreas Frank

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung The BoardGameGeek Game: 4,0 4,0, 4 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.12.09 von Andreas Frank - Der Spielreiz gilt für die Partien mit 4 bis 6 Spielern. In den ersten Partien wird nicht gleich klar, worauf man hinspielt. Das ergibt sich erst nach mehreren Partien, die man dem Spiel ruhig geben sollte.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.11.09 von Michael Andersch - Es funktioniert. Aber es ist hässlich. Langweilig. Ohne Pfiff. Kein Flair - das Gefühl, Spiele zu produzieren, zu vermarkten oder zu kaufen kommt überhaupt nicht auf. Man sammelt halt Serien von Pappmarkern.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.03.10 von Hans-Peter Stoll
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.03.10 von Claudia Schollenberger - Die Grafik sieht gut aus, die abgebildeten Spiele wecken Erinnerung, behindert jedoch leider die Übersichtlichkeit.

Leserbewertungen

Leserwertung The BoardGameGeek Game: 3,3 3.3, 3 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.03.10 von Iglika Tzekova
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.03.10 von Mike
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.10.11 von Matilda - This is way more hlefpul than anything else I've looked at.

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