Rezension/Kritik - Online seit 24.06.2001. Dieser Artikel wurde 6662 mal aufgerufen.

Titus

Direktlinks zu den Rezensionsblcken
Autor: Uwe Rosenberg
Illustration: Jrgen Martens
Verlag: Adlung Spiele
Rezension: Frank Gartner
Spieler: 2 - 4
Dauer: 20 - 30 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2000
Bewertung: 3,7 3,7 H@LL9000
2,5 2,5 Leser
Ranking: Platz 5528
Titus

Spielziel

Die Spieler versuchen mglichst viele Mnzen-Karten mit fortlaufender Numerierung (mind. eine Strae von 4 aufeinanderfolgenden Zahlen. Wir nennen es im folgenden Text nur noch Strae) zu sammeln, um damit Gewinnpunkte zu erzielen. Auf dem Weg zum Sieg bedient man sich nicht nur vom Kartenstapel sondern auch von den abgelegten Karten der Gegenspieler.

Ablauf

Kaum zu glauben, aber Uwe Rosenberg hat neben der Entwicklung seiner diversen Bohnanza-Varianten doch noch Zeit und Energie fr andere Spiele. "Titus" ist eines der Kartenspiel-Neuheiten 2000 des Hauses Adlung.

Bei den Spielkarten von "Titus" gibt es keine wirkliche Rckseite, denn auf beiden Seiten sind Mnzen mit Werten von 1-19 aufgedruckt. Die Differenz zwischen Vorder- und Rckseite ist bei allen Karten maximal 2, d.h. eine Karte mit dem Wert 15 hat auf der anderen Seite einen Wert zwischen 13 und 17. Dies ist wichtig zu wissen!

Doch zum Spielablauf:

Die Spieler ziehen (zu Beginn nur vom Stapel) Karten und legen diese vor sich ab. Der Spielzug eines Spielers endet immer dann, wenn er entweder 3 Karten vom Stapel gezogen hat oder die gezogene Karte an keine der eigenen bereits liegenden Karten angelegt werden kann.

Liegen erst einmal diverse Karten auf dem Spieltisch, haben die Spieler weitere Mglichkeiten an Karten mit den gewnschten Kartenwerten zu kommen. Gefllt einem die Karte vom Stapel nicht, so kann man diese Karte einem Mitspieler hinlegen und dafr eine seiner abgelegten Karten entnehmen. Jedoch darf man sich nur an Einzelkarten vergreifen, begonnene Straen sind vor Diebstahl geschtzt. Die Karte vom Gegner muss jedoch einmal gewendet werden bevor man diese bei sich anlegt. Ist die Karte vorher schon einmal gewandert und gedreht worden, hat man sich den Wert evtl. gemerkt. Ist dies nicht der Fall, kann man den Kartenwert, welchen man letztendlich bei sich anlegen muss, nur erahnen (+/- 2 der Vorderseite). Aber diese Ungewissheit macht u.a. den Spielreiz aus.

Hat man 4 Karten in einer Reihe vor sich liegen, bekommt man eine der begehrten Punktekarten. Die oberste Punktekarte hat den Wert 18. Die Werte fallen von Karte zu Karte ab bis zum Wert 7. Man sollte sich also nicht all zu viel Zeit mit der Komplettierung einer Strae lasse, da man im Laufe des Spiels immer weniger Punkte dafr bekommt.

Diese Straen werden nicht weggelegt, sondern bleiben als Stapel mit der hchsten Zahl ganz oben liegen. Diese dienen als weiterer Zugstapel fr die Mitspieler, d.h. man hat nun die Auswahl zwischen

a) dem Zugstapel

b) den Einzelkarten der Mitspieler

c) den Stapeln der komplettierten Straen der Mitspieler.

Der Unterschied ist, dass die Karten der Mitspieler (Punkt b&c) beim Entnehmen gedreht werden mssen, bei Karten vom Zugstapel (a) hingegen nicht.

Trotz diesem Unsicherheitsfaktor werden diese Karten gerne genommen, da zum Einen ja der Zug endet sobald man 3 Karten vom Zugstapel genommen hat und zum Anderen das Spiel endet sobald der Zugstapel aufgebraucht ist. Manchmal haben einige Spieler durchaus groes Interesse daran das Spiel etwas zu strecken, um noch ein paar Straen und damit Siegpunkte zu sammeln.

Ist die letzte Karte vom Stapel gezogen wird noch einmal abgerechnet (falls mglich) und jeder Spieler addiert seine gesammelten Punkte. Wer die meisten Punkte hat ist der Sieger.

Fazit

Ich wrde Titus als ein "gemtliches" Spiel bezeichnen. Die Regeln sind schnell erlernt, auch wenn man einige Runden bentigt, um herauszufinden worauf man achten sollte. In unseren Runden haben die Spieler nicht ernsthaft versuch sich alle Rckseiten der Karten zu merken. Das halte ich auch fr utopisch. Dazu wandern die Karten viel zu oft hin und her. Dennoch lohnt es sich auf ausgewhlte Karten ein Auge zu werfen und sich die Werte der Rckseite zu merken.

Wie bei den meisten Kartenspielen hngt viel vom eigenen Glck und dem der Mitspieler ab. Drum ist es kaum mglich mehrere Zge im Voraus zu planen. Trotzdem sollte man beim eigenen Zug auf die Karten und den daraus resultierenden Interessen der Mitspieler achten und ihnen das Leben nicht leichter machen als notwendig.

Man knnte "Titus" als ein "interaktives Patience fr mehrere Spieler" bezeichnen. Ich hoffe Uwe Rosenberg erschlgt mich nicht fr diesen Ausspruch. Dies ist in keiner Weise abwertend gemeint sein, denn Titus hat mir Spa gemacht, obwohl ich kein Patience-Fan bin!

Rezension Frank Gartner

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

'Titus' online bestellen

Kaufen bei Idealo Kaufen bei Spiele-Offensive Kaufen bei Meeple-Box 

H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Titus: 3,7 3,7, 3 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Thne
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Swen Mayer

Leserbewertungen

Leserwertung Titus: 2,5 2.5, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Roland Winner - -
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.06 von Sarah Kestering